Chancengerechtigkeit beginnt mit Orientierung
In Deutschland entscheidet die Herkunft immer noch häufig über den Bildungsweg. Der Nationale Bildungsbericht zeigt: Lediglich 25 Prozent aller Nichtakademikerkinder beginnen ein Studium. Bei den Akademikerkindern sind es hingegen 78 Prozent. Auch im Ausbildungsbereich zeigt sich ein Ungleichgewicht, denn Jugendliche aus Nichtakademiker- und Migrantenfamilien brechen ihre Ausbildung überproportional häufig ab. Der Studienkompass setzt hier an: Wir unterstützen junge Menschen aus nichtakademischen Familien, ihre Chancen zu entdecken und ihren eigenen Weg zu gehen.
Begleitung, die wirklich trägt
Über drei Jahre hinweg begleitet der Studienkompass die Jugendlichen – in den letzten beiden Schuljahren und im ersten Jahr an der Hochschule oder in der Ausbildung. So gelingt der Übergang in den nächsten Lebensabschnitt mit Sicherheit, Motivation und Klarheit. Gemeinsam mit Mentorinnen und Mentoren entwickeln die Jugendlichen ihre Ziele, erkennen ihre Stärken und finden heraus, welcher Studien- oder Berufsweg zu ihnen passt.
Lernen, wachsen, Zukunft gestalten
In spannenden Workshops, Coachings und Gruppentreffen geht es um die persönliche Entwicklung bei den Teilnehmenden sowie die Kompetenz zur Berufswahl. Dazu gehören:
- Selbstreflexion
- Studienwahl und Zukunftsplanung
- Zukunftskompetenzen
- Digitale Bildung
- Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)
- Kulturelle Bildung
- Entrepreneurship
So lernen die Jugendlichen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – mit Wissen, Mut und einer starken Community.
Der Studienkompass wirkt – nachweislich
Die Wirkungsanalyse zeigt: Der Studienkompass fördert Chancengerechtigkeit nachhaltig – bei den Teilnehmenden und in der Gesellschaft insgesamt.
- 93 Prozent der Absolventinnen und Absolventen sagen: Der Studienkompass hat ihnen geholfen, ihre berufliche Orientierung selbstbewusst anzugehen.
- 89 Prozent derjenigen, die als Erste in ihrer Familie ein Hochschulstudium aufnehmen, fühlen sich durch das Programm besser darauf vorbereitet.
- Nur 4 Prozent der Geförderten brechen im Anschluss an den Studienkompass ihr Studium ab, in der Ausbildung weniger als 2 Prozent. Im Durchschnitt sind Abbrüche in Deutschland siebenmal häufiger.
Hier finden Sie die Ergebnisse der Absolvierendenbefragung.
Eine Gemeinschaftsinitiative mit bundesweiter Strahlkraft
Erfolgreiche Förderansätze aus dem Studienkompass wurden in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und den Kultusministerien der Länder weiterentwickelt. Sie stehen inzwischen Schulen in 15 Bundesländern zur Verfügung.
Der Studienkompass ist eine Gemeinschaftsinitiative der Deutsche Bank Stiftung, der aim – Akademie für innovative Bildung und Management sowie der sdw. Seit 2007 wurden über 6.000 Jugendliche über mehrere Jahre begleitet und gefördert. Damit ist der Studienkompass eines der größten Stipendienprogramme für Schülerinnen und Schüler in Deutschland.
Bewerbung
Du kannst dich für eine Teilnahme am Studienkompass bewerben, wenn du zwei Jahre vor dem Abitur stehst und deine Eltern nicht studiert oder keinen Studienabschluss in Deutschland erworben haben. Die Bewerbung ist zu Beginn jedes Kalenderjahrs in verschiedenen Regionen Deutschlands möglich.
Drei Jahre Förderung mit Perspektive
Der Studienkompass begleitet dich über drei Jahre – von der Schule bis ins Studium oder in die Ausbildung. In dieser Zeit gewinnst du Orientierung, Sicherheit und Mut für deinen nächsten Schritt.
Workshops, die bewegen
Ob Selbstreflexion, Studienwahl, Ausbildungs- oder Zukunftsplanung – die Workshops greifen Themen auf, die wirklich relevant sind. Digitale Bildung, MINT, kulturelle Bildung und Entrepreneurship ergänzen das Programm und eröffnen dir neue Blickwinkel auf Zukunft und Chancen. Sie fördern deine Kreativität, Eigeninitiative und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
- Du machst 2028 dein (Fach-)Abitur.
- Deine Eltern haben nicht studiert oder keinen Studienabschluss in Deutschland erworben.
- Du bist zum Ende des Bewerbungszeitraums höchstens 20 Jahre alt.
Weitere Infos zur Bewerbung findest du hier.





Mentoring
Seit 2007 engagieren sich über 870 Ehrenamtliche als Mentorinnen und Mentoren im Studienkompass – ein starkes Netzwerk, das trägt. Der persönliche Austausch unterstützt die Jugendlichen dabei, Entscheidungen zu treffen und ihren Weg zu gestalten.
Auch die Mentorinnen und Mentoren selbst gewinnen: 82 Prozent geben an, dass sie die erlernten Kompetenzen wie Empathie, Teamarbeit und den Umgang mit Herausforderungen auch im Berufs- und Privatleben nutzen.
Wer sich engagieren möchte, findet hier weitere Informationen und ein Kontaktformular.
Studienkompass to go-App
Die öffentlich verfügbare, kostenlose App bündelt alle Informationen rund um Studien- und Berufsorientierung: interaktive Lernformate, praxisnahe Tools und eine vielseitige Lernwelt mit Videos, Podcasts und Erfahrungsberichten.
Sie begleitet die Jugendlichen während der gesamten Förderzeit, unterstützt Mentorinnen und Mentoren mit Materialien und kann auch von Lehrkräften oder Eltern genutzt werden.
Die App steht im Google Play Store, im App Store von Apple und als Webversion zur Verfügung. Sie ist offen für alle, die ihren eigenen Weg in die Zukunft gestalten möchten. Mehr als 12.000 Nutzerinnen und Nutzer haben die App bereits heruntergeladen; insgesamt wurde über 1,5 Millionen Mal auf die Inhalte zugegriffen.
„Die vielen Chancen und Möglichkeiten im Studienkompass haben mir geholfen, mich nach dem Abitur für den richtigen Studiengang zu entscheiden.“
Daniela Gammel (Studienkompass-Alumna)
Förderer





















