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Lebhafter Praxisaustausch zur Integration von Flüchtlingskindern an Schulen

„Vielfalt macht Schule: Integration meistern und gestalten“ – Unter diesem Motto luden das Studienkolleg der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), die Robert Bosch Stiftung und das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Potsdam mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg am 26. September 2017 Lehrerinnen und Lehrer sowie Akteure der Lehrerbildung ein zu erörtern, wie Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler gelingen kann.

Günter Baaske, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, hielt einen engagierten Vortrag über die Integrationsleistung der Schulen in Brandenburg. Anschließend wurden in vier parallel statt findenden Workshops Praxiserfahrungen diskutiert und Gelingensbedingungen ausgetauscht:

„Refugee Teachers Welcome“ ist der Titel eines einmaligen Potsdamer Projekts für geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer unter Leitung von Dr. Frederik Ahlgrimm. Er stellte das Projekt vor, dessen Ziel es ist, geflüchteten Lehrkräften Perspektiven für Tätigkeiten im deutschen Bildungswesen zu eröffnen. Ines Tesch ist Schulleiterin der Sigmund-Jähn-Grundschule in Fürstenwalde, die seit 2015 viele geflüchtete Kinder aufgenommen hat. Im Bestpractice-Workshop „Willkommen unter uns – Integrationsklassen“ berichtete sie von ihrem eigenen, sehr erfolgreichen Weg, diese Kinder in der Schule und Gemeinde zu integrieren. Im Workshop mit Herrn Prof. Dr. Kleger wurde nach Möglichkeiten gesucht, das Potsdamer Toleranzedikt in Schulen zu implementieren. Unter dem Titel „Toleranz als Schulgespräch“ sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, dass Schulen Farbe bekennen sollen – gemeinsam für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander. In „Über(s)leben – Flucht und Migration damals und heute“ berichteten zwei Frauen, jung und alt, aus Deutschland und Syrien, von ihren Erfahrungen von Krieg und Flucht: Ruth Winkelmann, die sich als junges Mädchen in Berlin vor den Nazis verstecken musste, und die Syrierin Alaa Kassab, schilderten eindrücklich ihre Erfahrungen von Krieg und Flucht.

Künstlerisch untermalt wurde das Rahmenprogramm von Einlagen der Tanzgruppe des Centre Talma aus Berlin und der Ausstellung „Über(s)leben – Newcomer erzählen ihre Geschichte“, ein Projekt von Potsdamer StipendiatInnen der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) über die Schicksale geflüchteter Menschen in Berlin und Brandenburg.

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