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Ines macht Aufklärungsarbeit für sexuelle Vielfalt

Ähnliche Angebote hätte sich die Stipendiatin des Studienförderwerks zu ihrer eigenen Schulzeit gewünscht.

„Das hätte ich nicht gedacht!“. „Du siehst gar nicht aus, als wärst du lesbisch!“. Solche Sätze kennt Ines gut. Die Stipendiatin unseres Studienförderwerks Klaus Murmann und Psychologie-Studentin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf engagiert sich bei SCHLAU NRW. Das ist ein NRW-weites Netzwerk, das Antidiskriminierungs-Workshops zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt anbietet.

„Wir gehen in Schulen, Sportvereine oder Jugendzentren und stellen Begegnungen zwischen Jugendlichen und unseren Teamer*innen her, die allesamt einen schwulen, lesbischen, bi-, trans- oder intersexuellen Hintergrund haben“, berichtet Ines. Neben der Klärung wichtiger Begrifflichkeiten – wie Transsexualität oder Christopher Street Day – sei authentische Biografiearbeit ein zentrales Element in den Workshops: „Die Schüler*innen können am Ende der Workshops, die i. d. R. zwei Unterrichtsstunden dauern, persönliche und vertrauliche Fragen an die Teamer*innen stellen. Dabei geht es uns auch darum, Stereotype aufzubrechen.“ Zu ihrer eigenen Schulzeit hätte Ines sich ein solches Angebot gewünscht.

Organisiert ist SCHLAU in lokalen Gruppen. Wer dort ehrenamtlich als Teamer*in arbeiten möchte, wird zunächst geschult und hospitiert anschließend mehrere Male in Workshops. Über mangelnde Nachfrage kann sich die Initiative nicht beklagen, sagt Ines: „Wir sind ordentlich ausgelastet. Manchmal werden wir auch ganz akut angesprochen, weil es beispielsweise an der Schule ein Coming-out gab.“ In Zeiten, in denen Ausgrenzung und Diskriminierung generell wieder verstärkt Fuß zu fassen scheinen, hält die Kölnerin Bildungs- und Aufklärungsarbeit unter jungen Menschen für absolut unerlässlich.


Foto: privat
CSD in Köln. Foto: SCHLAU NRW
CSD in Köln. Foto: SCHLAU NRW