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Abdulsamed will ein Vorbild für Migrant*innen sein

Abdulsamed arbeitet bei InteGREATer unter dem Motto "Wenn wir es schaffen, schaffst du es auch!" mit Kindern und Jugendlichen.

„Wie lange müssen wir eigentlich Teil der Integration sein?“, fragte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Integrationsgipfel 2020 und sprach aus, was sich junge Menschen wie Abdulsamed auch fragen: „Als Kind der dritten Generation von Zuwanderern musste ich im gleichen Ausmaß ins System integriert werden, wie es bei einem Kind ‚biodeutscher‘ Eltern der Fall war. Nicht mehr und nicht weniger.“ Abdulsamed, Maschinenbau-Student an der RWTH Aachen, durchlief bei der sdw erst den Studienkompass und war anschließend Stipendiat im Studienförderwerk Klaus Murmann. Zudem ist er Alumnus des „Geh Deinen Weg“-Programms der Deutschlandstiftung Integration.

Ehrenamtlich wirkt er u. a. im gemeinnützigen Verein InteGREATer mit: „Wir stellen die positiven Seiten von Integration heraus und erzählen Erfolgsstories. Beispielsweise absolvieren mittlerweile viele Migrant*innen das deutsche Bildungssystem problemlos, liefern Spitzenleistungen ab und sind gefragte Mitarbeiter*innen.“

Um Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Mut machen und ein Vorbild sein zu können, will der gebürtige Kölner mit gutem Beispiel vorangehen: „Wir müssen heute unsere Chancen nutzen und unser Leben verantwortungsbewusst gestalten. Andernfalls werden unsere Kinder uns mit der berechtigten Frage konfrontieren, wieso wir uns nicht damals Mühe gaben.“

Diese Botschaft vermitteln die InteGREATer unter dem Motto „Wenn wir es schaffen, schaffst du es auch!“ in Veranstaltungen. Diese finden beispielsweise in Schulen und Nachbarschaftshäusern, auf Elternabenden oder in Sprachcafés statt. Auf der Vereinswebsite kann man Events buchen.

Abdulsamed hat auch eine persönliche Botschaft speziell für Schüler*innen, die Erfahrungen mit Rassismus machen: „Rassismus ist in meinen Augen ein Kompass dafür, dass man auf dem richtigen Weg ist. Menschen nutzen ihn oft dann, wenn sie befürchten, nicht mithalten zu können. Mein Rat an junge Leute ist daher: Verbraucht eure kostbare Zeit nicht allzu sehr mit solchen Nebenschaubühnen. Konzentriert euch noch stärker auf Schule, Arbeit oder andere wichtige Ziele!“.


Foto: privat