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Claudia Schluckebier, 31,
Hamburg

Unternehmensgründungen sorgen für ökonomische Dynamik sowie attraktive neue Dienstleistungen und Produkte. Außerdem schaffen sie Arbeitsplätze. Wer – wie die Stiftung der Deutschen Wirtschaft – Gründerinnen und Gründer unterstützt, der stärkt das Land. Und hochmotivierte Menschen mit einer Vision. Menschen wie Claudia Schluckebier.

"Ich habe nach meinem Berufsstart bei einer Unternehmensberatung bei einer Stiftung gearbeitet, die soziale Projekte fördert", erzählt Claudia Schluckebier über den Anfang ihrer Unternehmensgründung. "Dort habe ich schnell gemerkt: Im sozialen Sektor gibt es oft wenig Geld für professionelle Unterstützung. Gleichzeitig waren meine früheren Kolleginnen und Kollegen auf der Suche nach einer flexiblen Engagement-Möglichkeit, die auch in ihren mobilen Alltag passt." Es fehlt eine Brücke, die gemeinnützige Organisationen mit engagierten Experten zusammenbringt. Claudia Schluckebier baut diese Brücke über Pro-bono-Engagement, bei dem berufliche Fähigkeiten kostenlos für eine gute Sache zum Einsatz kommen.

Auf einem Gründer- und Unternehmerforum von Alumni der Stiftung der Deutschen Wirtschaft kommt ihr die erste Idee dafür. "Damit habe ich mich beim Gründerbildungsprogramm 'Herausforderung Unternehmertum' der sdw beworben, um weiter an dem Konzept arbeiten zu können", erzählt die junge Frau über den Weg in Selbstständigkeit. Und tatsächlich: Die Idee überzeugt. Claudia Schluckebier bekommt wichtige Unterstützung: hilfreiche Informationen, Einblicke in die Erfahrungen anderer Gründer und Kontakte beispielsweise. „Im Laufe des Förderjahres wurde uns klar: Wir haben ein Angebot gefunden, das gebraucht wird“, sagt die 31-Jährige über die Unterstützung.

In Zusammenarbeit mit Wegbegleitern aus der Wirtschaft und dem Sozialsektor wurden in dieser Zeit erste Pro-bono-Projekte vermittelt und ein Geschäftsmodell erarbeitet. "Für uns war es hilfreich, von Anfang an unsere Ideen auszuprobieren, in Prototypen umzusetzen und direkt davon zu lernen, statt lange zu überlegen und Konzepte zu schreiben", erzählt die ehemalige sdw-Stipendiatin. Das Ergebnis aller Bemühungen: Im Frühjahr 2014 gründet Claudia Schluckebier die Proboneo gGmbH.

Nach dem Mut zu diesem Schritt befragt, geht sie ein paar Schritte in ihrer beruflichen Entwicklung zurück: "Über die Förderung im Studienförderwerk der sdw hatte ich schon während des Studiums die Möglichkeit, mich mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen – auch mit Unternehmertum." Ohne diese Erfahrungen stände sie, so Claudia Schluckebier, vermutlich noch heute als Chemikerin im Labor. Es ist ein Gewinn für die engagierte Gründerin, dass es anders kam. Und für ihre vier Proboneo-Kolleginnen und -Kollegen. Gemeinsam arbeiten sie an der Vision, Pro-bono-Engagement zum Teil der Berufskulturen in Deutschland zu machen, so wie es unter Studierenden schon jetzt ganz normal ist, sich für die Gesellschaft einzusetzen. Die 250 bereits vermittelten Pro-bono-Projekte zeugen davon, wie gut dies gelingt.

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