Unsere Studienförderwerks-Alumna Alina Heißler engagiert sich mit viel Leidenschaft für die Sonderpädagogik und gibt ihre Begeisterung dafür als Mentorin bei Zukunft Lehramt an Schülerinnen und Schüler weiter. Als angehende Lehrerin sind ihr klare Kommunikation und ein starkes Netzwerk wichtig. Dies hat sie bereits in ihrer eigenen Förderung im Studienkolleg des Studienförderwerks Klaus Murmann zu schätzen gelernt: „Die sdw schafft es, einen ganz besonderen Schlag an Menschen zusammenzubringen. Alle Geförderten, die ich kennenlernen durfte, waren und sind unglaublich engagierte Menschen – gesellschaftlich und beruflich. Die Meisten haben bereits in jungen Jahren sehr viel erreicht und sind trotzdem komplett bodenständig. Alle verbindet der Wille, im Kleinen und Großen Positives für unsere Mitmenschen zu bewegen und andere zu stärken. Ich erinnere mich an eine Akademie im Studienkolleg, bei der wir ein Konzept erstellt haben für eine inklusive Bildungseinrichtung, die frühkindliche bis berufliche Bildung miteinschließt. Dieses Mindset im sdw-Netzwerk inspiriert und motiviert mich.“
Aktuell absolviert Alina ihr zweites Ausbildungshalbjahr des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Förderschulen in Rheinland-Pfalz. Sie hat Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Hören und Geistige Entwicklung sowie den Fächern Englisch und Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg studiert. Ihr Ziel: „Am liebsten würde ich nach meinem Abschluss in der sonderpädagogischen Beratung arbeiten und Lehrkräfte an Regelschulen dabei unterstützen, Unterricht für alle zu gestalten.“
Mit Offenheit und Freude die nächste Generation von Lehrkräften ermutigen
Beraten kann sie – das hat sie als Mentorin bei Zukunft Lehramt bewiesen. In dem Schülerstipendium gibt sie ihre Passion für die Sonderpädagogik und Inklusion an Jugendliche weiter und zeigt den Jugendlichen, dass es noch andere Optionen als das Grundschul- und Gymnasiallehramtsstudium gibt: „Ich freue mich immer sehr, wenn ich Nachrichten mit Fragen zum Studium und zur Tätigkeit als Förderschullehrkraft bekomme. Gleichzeitig hat mein Engagement als Mentorin mir noch einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Jugendliche in ihrem Können und ihren Interessen zu stärken.“
Aufgrund ihrer Erfahrungen aus dem Studium und ihrer beruflichen Praxis ist Alina eine wichtige Ansprechpartnerin für die Schülerinnen und Schüler. Denn mit Zukunft Lehramt finden die Jugendlichen heraus, ob ein Lehramtsstudium zu ihnen passt – und wenn ja, welches Studienfach. Mentorinnen wie Alina berichten von ihrem Werdegang, hören zu und geben Orientierung. Denn die Frage, welches Studium nach dem Abitur das richtige ist, lässt sich nicht immer leicht beantworten. Alina weiß dies durch ihren eigenen Weg: „Vor meinem Studium hätte ich gerne gewusst, dass Zweifel Teil des Prozesses sind. Auch wenn ich für meinen Beruf brenne, gab es Momente während des Studiums, in denen ich mich beinahe für einen anderen Weg entschieden hätte. Ich gebe den Schülerinnen und Schülern gerne mit, dass sie auf ihr Bauchgefühl vertrauen sollen, aber gleichzeitig nicht überstürzt handeln müssen. Und es ist schön zu sehen, welchen positiven Einfluss ein offenes Ohr haben kann und wie viel ehrliches Interesse an der Person in einem jungen Menschen auslösen kann.“
Duale Lehramtsausbildung für mehr Praxiserfahrung
Doch Alinas Engagement geht über Zukunft Lehramt hinaus. Sie will im Bildungssystem mit ihrer Arbeit als Sonderpädagogin etwas verändern, nicht nur für ihre zukünftigen Schülerinnen und Schüler, sondern auch in der Ausbildung von Lehrkräften: „Ich bin eine große Befürworterin der dualen Lehramtsausbildung. Das Studium ist sehr theorielastig und verliert dadurch in Teilen den Bezug zur eigentlichen Tätigkeit. Es ist essenziell, ein gutes fachwissenschaftliches Fundament aufzubauen. Aber für das eigentliche Unterrichten ist es wichtiger, wirksame Classroom-Management-Maßnahmen umsetzen zu können, Beziehungsarbeit zu leisten und sich in seiner Rolle als Lehrkraft zu finden. All diese Dinge lernt man erst in der Praxis und je früher damit angefangen werden kann, desto schneller haben wir wirklich gute Lehrkräfte.“















