„Es hat mir geholfen, um festzustellen, was mir Spaß macht und was ich gut kann.“

Zeig, was du kannst! – das hat unser Teilnehmer David im gleichnamigen Programm in die Tat umgesetzt. Zu Beginn der dreijährigen Förderung war er sehr schüchtern und hatte wenige Ideen, wie es für ihn nach der Schule weitergehen soll. Durch die kontinuierliche Begleitung und den engagierten Einsatz seiner Coachin hat er eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen, seine Noten verbessert und als Klassenbester den Abschluss gemacht. Seit dem letzten Sommer macht er eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, die ihm großen Spaß macht. Über seinen Weg haben wir mit ihm gesprochen.

David erhält bei der Abschlussfeier eine Urkunde von seiner Lehrerin
David bei seiner Abschlussfeier. Foto: privat

„Ich finde es richtig gut, dass wir bei Zeig, was du kannst! Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung erhalten haben, zur Berufswahl beraten wurden und auch bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen unterstützt wurden.“

Hi David, wie bist du auf Zeig, was du kannst! aufmerksam geworden?

„Durch meine Schule: Meine Klassenlehrerin hatte beim Elternabend von dieser Möglichkeit erzählt und meine Mutter hat mich direkt angemeldet.“

Warum hast du dich entschlossen, am Programm teilzunehmen?

„Ich habe gedacht, dass es mir weiterhilft, meine Stärken zu finden und mehr über die verschiedenen Berufsfelder zu erfahren. Ich finde es richtig gut, dass wir bei Zeig, was du kannst! Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung erhalten haben, zur Berufswahl beraten wurden und auch bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen unterstützt wurden.“

Wenn du drei Jahre zurückdenkst: Wie lief es damals in der Schule? Wusstest du schon, was du später mal machen möchtest?

„Schule lief so naja, beim Beruf hatte ich gar keine Ahnung, was ich machen soll. Bei den Werkstatttagen im Überbetriebliches Ausbildungszentrum hier in Wittlich konnte ich dann verschiedene Bereiche ausprobieren und anschließend mit meiner Zeig, was du kannst!-Coachin über meine Erfahrungen sprechen. Das hat mir geholfen, um festzustellen, was mir Spaß macht und was ich gut kann. Meine Coachin hat mir dann in der 9. Klasse geholfen, einen Betrieb für ein Praktikum und den Praxistag zu finden.

Erzähl gerne mal: Wie lief es dann im Programm ab?

„Die Future Camps haben mir sehr viel Spaß gemacht, daran habe ich gerne teilgenommen. Außerdem haben wir uns während der ersten zwei Jahren bei Zeig, was du kannst! regelmäßig mit unserer Coachin in der Schule zu Gruppencoachings getroffen – manchmal zudem auch zusätzlich zu Einzelcoachings.“

Wie konnte Zeig, was du kannst! dir konkret helfen, eine Ausbildung zu finden?

„Wir haben Bewerbungen geschrieben und Bewerbungsgespräche geübt. Meine Coachin hat mir zudem Berufe und Betriebe vorgeschlagen. Sie hat mich auch zum Vorstellungsgespräch begleitet und mich während eines Praktikums besucht. Ich konnte mich immer bei ihr melden, wenn ich Fragen hatte oder Hilfe benötigt habe.“

Du hast die Schule mit dem besten Zeugnis deiner Klasse abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch! Seit August 2025 absolvierst du eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer in einer Fensterbaufirma. Wie läuft es bisher?

„Ich komme im Betrieb gut zurecht, mit allen Kolleginnen und Kollegen und mit meinem Chef. Mir macht die Arbeit Spaß, ich habe schon viel gelernt und kenne die Maschinen und Produktionsabläufe. Meine Coachin erkundigt sich auch regelmäßig. Sie sagt immer, ich kann stolz auf das sein, was ich erreicht habe. Meine Mutter ist auch stolz auf mich.“

Was hast du unternommen, um diesen Ausbildungsplatz zu bekommen, wie lief das ab?

„Ich habe meinen Ausbildungsplatz durch meine Coachin erhalten, sie hatte den Kontakt zum Betrieb. Aber ich habe ein gutes Praktikum gemacht und sie sagt immer, dass es mein Verdienst sei, weil ich während des Praktikums und beim Praxistag so gut gearbeitet habe.“

Wie unterstützt dich Zeig, was du kannst! noch während des ersten Ausbildungsjahres?

„Meine Coachin erkundigt sich regelmäßig bei mir und beim Betrieb. Wenn irgendetwas ist, kann ich mich jederzeit bei ihr melden, das gibt mir Sicherheit.“

Würdest du Zeig, was du kannst! weiterempfehlen?

„Auf jeden Fall! Das Programm hat mir gut gefallen und sehr geholfen. Ohne Zeig, was du kannst! wäre es definitiv schwerer gewesen, einen Ausbildungsplatz zu finden.“

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für deinen weiteren Weg!

Nationaler MINT Gipfel in Berlin

„MINT und Entrepreneurship gehören zusammen!“

Die Botschaft von Bundesbildungsministerin Karin Prien beim heutigen 14. Nationalen MINT Gipfel in Berlin war deutlich und unterstrich das diesjährige Thema, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten: „Gründergeist, Entrepreneurship und Innovationen: Wie entfesseln wir die Potenziale im MINT-Bereich?“

Das Nationale MINT Forum, zu deren Mitgliedern auch die sdw gehört, lädt in jedem Jahr zu dieser Veranstaltung ein, um aktuelle Herausforderungen und Lösungen für die Stärkung der MINT-Bildung zu diskutieren. Ziel ist es auch, dem großen Fachkräftemangel im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich entgegen zu wirken.

Mit Statements von gleich zwei Ministerien war auch die Politik prominent vertreten. Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär stellten gemeinsam den neuen Aktionsplan MINT+ vor, der u. a. eine stärkere Vernetzung von formaler und außerschulischer Bildung sowie den Ausbau regionaler Bildungsökosysteme und Partnerschaften vorsieht.

Anlässlich des Gipfels veröffentlichte das Nationale MINT Forum auch ein Positionspapier zum Thema, das die Notwendigkeit herausstellt, Innovationspotenziale und unternehmerisches Denken in Deutschland weiter zu stärken – insbesondere in Zeiten tiefgreifender Transformationsprozesse: MINT-Bildung, Maker Education und Entrepreneurship gehören untrennbar zusammen, wenn Deutschland seine Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will. Dazu brauchen wir auch mehr Mut. Das zu vermitteln und zu stärken beginnt schon in Schule, Ausbildung und Studium. Entrepreneurship Education sollte dabei nicht als Zusatzthema, sondern als Transformationshebel für eine zukunftsfähige MINT-Bildung verstanden werden. Ziel ist eine Generation junger Menschen, die technologische Kompetenz mit Gestaltungswillen, wirtschaftlichem Verständnis und gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.

Die sdw unterstützt diese wichtigen Forderungen und hat bereits eigene Angebote kreiert, um jungen Menschen zu begleiten. Mit der Entrepreneurship Talent Academy (ETA) ermöglichen wir Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, Einblicke in die Start-up-Welt zu erhalten, eigene Ideen zu entwickeln und Zukunftskompetenzen auszubauen. Einige Alumni der ETA haben bereits gezeigt, wie gut technische Fragestellungen und eigene Gründungen zusammenpassen. So hat beispielsweise Alumnus Anton Schoepe das Unternehmen Elbklar gegründet, das professionelle Reinigungen mit Drohnentechnologie anbietet. Am Vorabend des Gipfels wurde er dafür vom Verein „MINT Zukunft schaffen!” als neuer MINT-Botschafter ausgezeichnet.

Auch im Studienförderwerk spielen Unternehmertum und die Transformationsprozesse der Wirtschaft eine wichtige Rolle. Studierende und Promovierende erhalten u. a. in der School of Transformation nicht nur Einblicke in eine nachhaltige Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Nach wie vor ist auch die Ausbildung von Lehrkräften im MINT-Bereich eine große Herausforderung, um den Bedarf an Fachkräften decken zu können. Auch hier sieht das Positionspapier die Notwendigkeit vor, Entrepreneurship-Inhalte und digitale Kompetenzen in der Ausbildung stärker zu verankern. Mit unserem Angebot Lehramt Mintoring ermutigen wir Schülerinnen und Schüler schon vor dem Abitur, ihr MINT-Interesse auszubauen und sich mit dem Lehrberuf näher zu beschäftigen. Die Vermittlung von Zukunftskompetenzen ist auch hier zentraler Bestandteil des Programms.

Dr. Nicole Saverschek übernimmt die Leitung ab dem 1. Juni

Das Begabtenförderungswerk der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) bekommt mit Dr. Nicole Saverschek eine neue Leitung. Die promovierte Biologin war zuletzt Geschäftsführerin der TU9, der Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland, und zuvor Leiterin der Abteilung Strategie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Ab dem 1. Juni steht sie an der Spitze des Studienförderwerks Klaus Murmann, das als eines der 13 Begabtenförderungswerke des Bundes vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird. Aktuell werden hier rund 2000 leistungsstarke und engagierte Studierende und Promovierende finanziell und ideell unterstützt. Sie werden befähigt, als werteorientierte und unternehmerisch denkende Führungskräfte in Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

„Wir freuen uns, dass wir Frau Dr. Nicole Saverschek für die Leitung unseres Studienförderwerks gewinnen konnten. Ihre langjährige Erfahrung im akademischen Bereich, ihr Verständnis für die aktuellen Herausforderungen von Innovation und Transfer sowie ihre enge Vernetzung mit Hochschulen und Unternehmen werden unsere Programme für exzellente Talente weiter stärken,“ so Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung der sdw.

„Das Studienförderwerk Klaus Murmann steht für exzellente Nachwuchsförderung – seit über 30 Jahren. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit dem Team, den Geförderten und den vielen Alumni, Ehrenamtlichen und Partnern die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen und eine Förderung für junge Menschen anzubieten, die sie dabei unterstützt, die Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Dr. Nicole Saverschek zu ihrem Start bei der sdw.

Mehr Informationen über das Studienförderwerk Klaus Murmann gibt es hier.

Porträtfoto von Nicole Saverschek
Foto: Tanja Schnitzler

„Meine Motivation war stets, die Lebensqualität von Menschen mit Medizinrobotik zu verbessern.“

Neue Wege zu gehen, das war für unseren Alumnus Prof. Dr. Fabian Just schon in seiner Zeit als Stipendiat des Studienförderwerks Klaus Murmann ein wichtiges Anliegen. Wenn er heute zurückblickt, ist er dankbar für die ideelle und finanzielle Förderung, für die Chancen zum Wachsen und für ein Netzwerk, in dem aus Mitstipendiatinnen und Mitstipendiaten Freundschaften und viele gemeinsame Projekte entstanden.

Diesen Gestaltungswillen bringt Fabian heute mit großer Leidenschaft in seine Forschung ein. Fragt man ihn nach seiner Motivation, kommt die Antwort schnell: „Technik entwickeln, die im Alltag eines Menschen zu besserer Lebensqualität führt.“

Damit hat er sich schon früh beschäftigt. Nach Bachelor- und Masterabschluss in Elektro- und Computeringenieurwesen an der Purdue Universität in den USA sowie in Automatisierungstechnik an der Ruhr-Universität Bochum promovierte er an der ETH Zürich in Rehabilitationsrobotik. Anschließend leitete er drei Jahre lang eine Forschungsgruppe an der Chalmers Universität in Göteborg, die an international führenden knochenintegrierten Armprothesen mit Tastsinn arbeitet.

Porträtfoto von Prof. Dr. Fabian Just
Foto: privat

„Technologie wird nicht besser, wenn nur Entwicklerinnen und Entwickler darüber reden, sondern wenn die Menschen, für die sie gedacht ist, von Anfang an mitgestalten.“

„Schon im Studium habe ich daran gearbeitet, das Zittern von Menschen mit Parkinson aus der Joysticksteuerung ihres Elektrorollstuhls herauszurechnen, damit der Rollstuhl wieder genau dorthin fährt, wohin der Mensch will. Was mich damals bewegt hat, war die Erkenntnis, wie viel Lebensqualität Medizinrobotik zurückgeben kann. Diese Erfahrung hat mich nicht mehr losgelassen. An der ETH Zürich durfte ich die jüngste Generation des Armexoskeletts ARMin entwickeln und wir haben wichtige Fortschritte in der Armrehabilitation nach Schlaganfall erreicht. Unser Prothetiksystem in Göteborg ist die weltweit erste Armprothese, die dauerhaft mit dem Knochen verbunden ist, direkt über Nerven gesteuert wird und Berührungen ans Gehirn zurückmeldet, mit einer rund zehnmal präziseren Steuerung als bei herkömmlichen Prothesen. Für die Teilnehmenden ist sie tatsächlich lebensverändernd, einige tragen sie seit über zwölf Jahren im Alltag.

Seit dem vergangenen Jahr ist Fabian Professor an der Universität Ulm für Rehabilitation Robotics & Mental Health Technology. Mit seinem Team entwickelt er assistive Robotik für Menschen, unterstützt durch KI und maschinelles Lernen. Konkret heißt das: intelligente Arm- und Handprothesen, Rehabilitationsroboter, oder robotische Alltagshilfen, die kontinuierlich Daten erfassen, integriert in Orthesen oder direkt in der Kleidung. „Unser Ziel ist es, als eines der ersten biomedizinischen Institute in Deutschland mit Hilfe von Robotik und KI eine wirklich ganzheitliche Rehabilitation anzubieten, körperliche und mentale Genesung als das zu behandeln, was sie in Wahrheit sind: zwei Seiten derselben Medaille. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, aber genau das macht es spannend.“

Für Menschen nach neurologischen, traumatischen oder orthopädischen Ereignissen können solche Entwicklungen einen großen Unterschied machen. „Es geht darum, Menschen Unabhängigkeit und Selbstverständlichkeit zurückzugeben. Dinge tun zu können, ohne darüber nachdenken zu müssen, zum Beispiel mit Handprothesen, die sich intuitiv steuern lassen und über natürliche Nervstimulation ans Gehirn zurückmelden, wie sich der Apfel in der Hand anfühlt.“

Bei allem technischen Fortschritt ist Fabian bewusst, dass der Weg zu echter Teilhabe noch weit ist. Genau hier setzt auch sein ehrenamtliches Engagement an. Vor zehn Jahren war er Mitgründer des CYBATHLON an der ETH Zürich, einer Olympiade für Menschen mit Behinderung und ihren Hilfsmitteln. Für Fabian ein großer Moment und gleichzeitig ein ehrlicher Spiegel: „Über die Jahre, 2016, 2020, 2024, hat der CYBATHLON gezeigt wie weit die Technik gekommen ist und wie weit der Weg bis zu wirklich unabhängiger Alltagsbewältigung noch ist. Menschen mit Behinderung werden im Alltag immer noch eingeschränkt, und Technologie kann das bislang nur abmildern. Großartig war zu sehen, wie Teams aus aller Welt zusammenkamen und Presse, Politik und Öffentlichkeit gemeinsam hinschauten. Vor allem aber hat mir der CYBATHLON eines gezeigt: Technologie wird nicht besser, wenn nur Entwicklerinnen und Entwickler darüber reden, sondern wenn die Menschen, für die sie gedacht ist, von Anfang an mitgestalten. Genau das macht Inklusion und Diversität in Forschung und Arbeitswelt für mich aus.“

Beim CYBATHLON versucht ein Mann mit einer Armprothese ein Messer auf einem Tisch zu platzieren.
Foto: ETH CYBATHLON

Der CYBATHLON

Vor zehn Jahren war Fabian Mitgründer des CYBATHLON an der ETH Zürich, einer Olympiade für Menschen mit Behinderung und ihren Hilfsmitteln.

CYBATHLON – for a world without barriers

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Am 19. Mai ist Diversity-Tag

„Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle!“ Das ist das Motto des heutigen Deutschen Diversity-Tags. Dieser wird jährlich am 19. Mai von der Charta der Vielfalt initiiert, zu deren Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern die sdw gehört.

Aber was heißt dieses Motto eigentlich konkret? Wir setzen uns jeden Tag dafür ein, Vielfalt durch unsere Arbeit zu stärken. Das ist kein abgeschlossener Prozess, aber es ist uns eine Herzensangelegenheit, hier immer besser zu werden. Noch mehr Vielfalt möchten wir vor allem bei unseren aktuellen und ehemaligen Geförderten erreichen. Denn wir erleben es als große Bereicherung, wenn Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründen zusammenkommen. Sie lernen voneinander, bringen neue Ideen ein und gestalten mit ihrem Engagement die Gesellschaft und Arbeitswelt aktiv mit.

Mit einigen von ihnen haben wir darüber gesprochen, was Diversität für sie bedeutet. Für Vivian Osuoha, Alumna des Studienförderwerks, ist die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ein wichtiges Anliegen, von dem sie auch selbst profitiert: „Die Stimmen von Minderheiten einzubeziehen, hilft mir, offener und fairer zu handeln. Ich wünsche anderen Menschen, diese Erfahrung auch machen zu dürfen.“

Für Prof. Dr. Fabian Just, Alumnus des Studienförderwerks, ist diese Teilhabe auch beruflich ein großes Ziel. Als Professor für Rehabilitation Robotics & Mental Health Technology an der Universität Ulm entwickelt er mit seinem Team assistive Robotik für Menschen, zum Beispiel intelligente Arm- und Handprothesen. „Es geht darum, Menschen Unabhängigkeit und Selbstverständlichkeit zurückzugeben. Technologie wird nicht besser, wenn nur Entwicklerinnen und Entwickler darüber reden, sondern wenn die Menschen, für die sie gedacht ist, von Anfang an mitgestalten. Genau das macht Inklusion und Diversität in Forschung und Arbeitswelt für mich aus.“

Auch in der inhaltlichen Programmarbeit und der Auswahl der Geförderten berücksichtigen wir die verschiedenen Aspekte von Diversität. Umso mehr freuen wir uns, über positive Rückmeldungen wie von Takoua Ayadi, die Stipendiatin bei TidA – dem Stipendium für Talente in der Ausbildung ist. „Wenn man als Kind mit Migrationshintergrund und wenig Geld aufwächst, lernt man oft nicht, wie man investiert oder was positive und negative Schulden sind. Solches Wissen von zu Hause vermittelt zu bekommen, ist ein Privileg. TidA hat mir persönlich die Möglichkeit gegeben, Zugang zu genau dieser Art von Bildung zu erhalten.“

Studienkompass-Stipendiat Joachim Schmidt fasst die Förderung besonders schön zusammen: „Beim Studienkompass wird jede Person so akzeptiert, wie sie ist. Hier lernt man mehr über sich selbst und die Welt. Unterschiedliche Perspektiven eröffnen neue Blickwinkel, auf die man allein vielleicht nicht kommt. Sie helfen dabei, sich in der Welt zu orientieren und den eigenen Weg zu finden.“

Die ausführlichen Porträts gibt es hier zum Nachlesen:

Vivian – Alumna des Studienförderwerks

Fabian – Alumnus des Studienförderwerks

Joachim – Stipendiat im Studienkompass

Die Grafik zeigt vier unserer Geförderten im Porträt

Über den Diversity-Tag

Der Deutsche Diversity-Tag (DDT) ist ein bundesweiter Aktionstag, der die Vielfalt in der Arbeitswelt sichtbar macht. Er wird seit 2012 jährlich von dem Charta der Vielfalt e. V. initiiert und findet in Unternehmen und Institutionen statt. Der Tag bietet eine Plattform, um das Engagement für Diversität und eine wertschätzende, vorurteilsfreie Arbeitskultur öffentlich zu zeigen.

Ein Podcast über den Studienkompass

Im Gespräch mit neues lernen gibt es Einblicke in das Programm

Der Podcast neues lernen des Haufe Verlags hat sich in seiner letzten Ausgabe dem Studienkompass gewidmet. Die Redakteurinnen Kristina Enderle da Silva  und Julia Senner sprachen mit unserem Teilnehmer Rayan Stefan Tawfik, Mentorin Dr. Julia Steinhausen und Stefanie Lüke, Clusterleitung Schule und Übergänge bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, über das Programm und ihre persönlichen Erfahrungen damit.

Im Gespräch erfährt man vieles über den Einfluss des Programms auf die persönliche Biografie, über das Engagement unserer Ehrenamtlichen und über die Notwendigkeit des Angebots – auch fast 20 Jahre nach seiner Gründung.

Die hörenswerte Podcast-Folge gibt es kostenlos auf allen bekannten Plattformen, zum Beispiel hier:
Apple Podcast oder Spotify

Drei Teilnehmende des Studienkompass zeigen ihren Kompass in die Kamera und lachen.
Foto: Margit Wild_sdw

1,5 Millionen Seitenaufrufe!

Apps für Schülerinnen und Schüler stark nachgefragt

Mit zwei Apps unterstützt die sdw Schülerinnen und Schüler dabei, die eigene Zukunft zu planen und sich mit wenigen Klicks über Ausbildung, Studium und die Arbeitswelt der Zukunft zu informieren. Die Apps sind im Studienkompass und im Programm Zeig, was du kannst! entstanden und sind über die Geförderten hinaus für alle Interessierten offen und kostenlos. Wie groß die Nachfrage nach den bereitgestellten Informationen ist, zeigen die Nutzungszahlen. Mit rund 15.000 Downloads der Apps und mehr als 1.5 Millionen Seitenaufrufe erfreuen sich die Angebote sehr großer Beliebtheit.

Die Studienkompass-App richtet sich vor allem an Abiturientinnen und Abiturienten. Neben Informationen zu den Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten sind weitere Highlights u. a. ein Bereich rund um das Thema Gründen, Kompetenztrainings zu Selbstwert, Entscheidungsfindung und Stressbewältigung oder Podcasts und Erfahrungsberichte, die authentische Einblicke geben und Mut machen. Unter „Werte & Demokratie“ finden sich darüber hinaus verständliche Beiträge, die junge Menschen in ihrem gesellschaftlichen Engagement stärken.

Das App-Angebot von Zeig, was du kannst! dreht sich vor allem um das Thema Ausbildung. Neben umfangreichen Infos – auch zu Bewerbungen und Praktika – gibt es Lifehacks für Schule und Alltag und zur Motivation sowie Selbstlern-Module zur Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung.

Beide Apps eignen sich auch für Eltern und Lehrkräfte, die Jugendliche auf ihrem Weg begleiten möchten.

Mehr zu den Apps und Downloadmöglichkeiten:

Studienkompass

Zeig, was du kannst!