Offenheit, Gemeinschaft und Engagement – das sind die Werte, die unsere Stipendiatin Eva mit der sdw verbindet. Seit Beginn ihres Studiums hat sie durch die Förderung nicht nur neue Perspektiven gewonnen, sondern auch gelernt, über sich selbst hinauszuwachsen. In Seminaren und Begegnungen mit anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten hat sie Hemmungen abgelegt, geht heute viel offener auf Menschen zu und spricht mit Leichtigkeit vor Gruppen – eine Stärke, die ihr auch als Fußballtrainerin zugutekommt.

Was sie anderen mitgeben möchte? Sich einfach trauen, den ersten Schritt zu gehen. Denn die sdw sucht keine perfekten Lebensläufe, sondern Menschen mit Haltung, Engagement und Neugier.

Wie bist du auf das Studienförderwerk Klaus Murmann aufmerksam geworden?

„Ich habe mich zu Beginn meines Bachelor-Studiums mit einigen Stipendien beschäftigt, da eine Freundin von mir ein Stipendium von einem anderen Förderwerk erhalten hatte. Dann habe ich mich im Internet informiert und bin auf die sdw und das Studienförderwerk Klaus Murmann gestoßen.“

Wie hilft dir das Stipendium in Bezug auf deinen weiteren Lebensweg und welche Erkenntnis nimmst du daraus für dich mit?

„Das Stipendium hat mir in den vergangenen Jahren bereits sehr geholfen. Finanziell steht es mir aufgrund der Förderung frei, ob ich einen Job ausüben oder mich vollkommen auf mein Studium konzentrieren möchte. Die Seminare bringen einen immer wieder aus der eigenen Komfortzone, was mir natürlich privat wie beruflich sehr zugutekommt. Inzwischen war ich so oft auf Seminaren und Veranstaltungen, ohne jemanden dort zu kennen, dass ich es fast schon gewöhnt bin – das führt zwangsläufig dazu, dass man offener auf andere Menschen zugeht und tiefere Verbindungen aufbauen kann. Außerdem habe ich nun kaum noch Hemmungen, vor Gruppen zu sprechen. Das ist eine Fähigkeit, die mir in meinem Alltag als Fußball-Trainerin definitiv weiterhilft. Obwohl ich mich beruflich eher in Richtung Sport orientieren möchte, ist es mir enorm wichtig, ein diverses Netzwerk aufzubauen, welches sich über mehrere Branchen und Berufsfelder erstreckt. Die sdw ist dabei die perfekte Möglichkeit, Menschen aus allen Bereichen kennenzulernen!“

Welcher Moment aus der Förderung war besonders prägend für dich und warum?

„Ich durfte letztes Jahr mehrere Tage in Bonn auf einem Seminar zu Führung und Selbstführung verbringen. Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich eine Woche lang eine Führungskraft auf dem Filmset einer Streaming-Serie begleitet und konnte mir Einblicke in die Führungsmuster einer Produzentin verschaffen. Niemals wäre ich ohne die sdw in diese Situation kommen. Die Zeit am Set war eine der interessantesten Wochen, die ich während meines Studiums hatte – vor allem, weil ich absolut nichts mit Fernsehproduktionen am Hut habe.“

Warum sollten sich andere bei der sdw bewerben und welchen Tipp gibst du ihnen mit?

„Die sdw ist eine einzigartige Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und Menschen kennenzulernen, die auf einem ähnlichen Weg sind! Die Treffen mit der Regionalgruppe und die Präsenzseminare haben mir nicht nur persönlich sehr weitergeholfen, sondern ich habe dort auch einige sehr gute Freunde gewinnen können. Die meisten davon hätte ich wohl in meinem ‚normalen‘ Leben nie kennengelernt. Die sdw gibt einem außerdem die Möglichkeit, sich auf seine eigenen Leidenschaften und Interessen zu konzentrieren!

Der erste Schritt in der Bewerbung ist es, sich zu trauen! Viele junge Menschen denken, sie haben kein Stipendium verdient, weil sie keine perfekten Noten im Abitur hatten oder keinen ‚optimalen Weg‘ nach der Schule gegangen sind. Aber es geht um so viel mehr als nur um Noten – die Aufnahme in ein Studienförderwerk kann auch auf individuellen Kriterien beruhen, wie z. B. einem Ehrenamt oder Erfahrungen im Entrepreneurship. 

Der Bewerbungsprozess ist eine Möglichkeit für die Bewerbenden, zu zeigen, wofür sie sich wirklich interessieren und wofür sie in ihrer späteren Karriere einstehen wollen. Zeigt deswegen so viel von eurer Persönlichkeit, von euren Zielen und Werten, wie nur möglich. Außerdem solltet ihr euch vor euren Gesprächen gut über aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen und Strömungen informieren und bereit sein, Fragen dazu zu beantworten.“

Foto: privat

Gemeinsam stark in die Zukunft

Über 270 Schülerinnen und Schüler starten an 13 Standorten in den Studienkompass.

Von der Küste Frieslands bis nach Stuttgart, von Dresden bis ins Ruhrgebiet: An 13 Standorten haben in diesem Jahr erneut die Auftaktveranstaltungen des Studienkompass stattgefunden. Insgesamt wurden über 270 Jugendliche aus nichtakademischen Familien in die Förderung aufgenommen. Die Feiern bildeten den offiziellen Auftakt für die dreijährige Begleitung, mit der die Teilnehmenden Studienfächer und Ausbildungswege erkunden und ihre Potenziale entdecken.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand neben den Geförderten und ihren Familien das breite Bündnis an Partnern aus Stiftungen und Bildungsträgern. Deren Vertreterinnen und Vertreter begrüßten die Jugendlichen persönlich im Programm. Initiativpartner des Studienkompass sind die Deutsche Bank Stiftung, die Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Hauptförderer sind die Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Joachim Herz Stiftung. Zusammen mit zahlreichen regionalen Partnern bilden sie ein starkes Netzwerk und setzen sich für Chancengerechtigkeit in der Bildung ein.

Unmittelbar nach den Aufnahmefeiern starteten in allen Regionen der erste Workshop. In diesem reflektierten die Jugendlichen ihre Wünsche, Vorstellungen und Talente, glichen sie mit ihren Möglichkeiten ab und überlegten sich erste Schritte für ihren Zukunftsplan. Erfahrene Trainerinnen und Trainer sowie ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren begleiten sie auf dieser Reise. Ziel ist eine fundierte, informierte Entscheidung über Ausbildung oder Studium zu treffen und zukunftsrelevante Kompetenzen zu erlernen.

EIne Studienkompass-Teilnehmerin bekommt eine Urkunde und eine Blume überreicht.
Foto: aim
Dr. Sven Murmann übergibt eine Urkunde an eine Studienkompass-Teilnehmerin
Foto: sdw
Heike Humpf von der RAG-Stiftung begrüßt die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Studienkompass
Foto: Juliane_Herrmann/sdw

Ehemalige Geförderte des Schülerstipendienprogramms Zeig, was du kannst! berichten, was ihnen auf ihrem Weg geholfen hat.

Fast eine halbe Million junger Menschen sind in den letzten Wochen neu in die Ausbildung gestartet. Immer weniger Ausbildungsplätze, aber auch weniger Bewerbungen und unterschiedliche Erwartungen auf beiden Seiten sorgen seit Jahren für eine angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Hinzu kommt die Herausforderung, Auszubildende und Betriebe passend zueinander zu bringen – ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Ausbildungswege. Verlierer sind oft junge Menschen, die mit Herausforderungen in der Schule und beim Übergang in den Beruf zu kämpfen haben. Für sie ist es besonders schwierig, einen Ausbildungsplatz zu finden, der zu ihren Talenten und Interessen passt.

Mit dem Programm Zeig, was du kannst! unterstützt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) mit ihren Partnern seit vielen Jahren genau diese Jugendlichen und begleitet sie während der letzten zwei Schuljahre und im ersten Jahr der Berufsausbildung. Die Teilnehmenden kommen regelmäßig zu zweitägigen Workshops, den Future Camps, zusammen, die auch immer Besuche von Unternehmen beinhalten. Begleitet werden sie auf ihrem Weg auch von Coaches, die sie einmal im Monat in ihren Schulen besuchen und bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz unterstützen. Viele digitale Angebote, wie z. B. eine eigene App, runden das Programm ab.

Insgesamt 3.000 junge Menschen stehen durch diese Unterstützung mittlerweile erfolgreich im Berufsleben. Eine von ihnen ist Layal aus Bremen, die ihre Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung abgeschlossen hat und in diesem Beruf weiterhin mit viel Begeisterung und Engagement arbeitet. An ihre Zeit bei Zeig, was du kannst! erinnert sie sich gerne zurück: „Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen und durch die Coachings und Schulungen sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen. Außerdem sind während der Zeit im Programm Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten. Ich muss sagen, dass ich für die Erinnerungen an die Future Camps und die Freundschaften am meisten dankbar bin. Das sind Dinge, die man kein zweites Mal so erleben wird.“

In den nächsten Wochen werden auf der Website und den Social Media Kanälen der sdw noch weitere junge Berufstätige zu Wort kommen, die ihren Weg mit Hilfe von Zeig, was du kannst! gefunden haben. Weitere Infos unter www.sdw.org.

Über Zeig, was du kannst!

Zeig, was du kannst! wurde 2007 von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ins Leben gerufen. In 2025 fördert das Programm über 450 Jugendliche an 10 Standorten. In den letzten Jahren haben bereits 3.000 junge Menschen von der Initiative profitiert. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden schaffen den direkten Übergang in die Berufsausbildung oder an eine weiterführende Schule. Die positive Wirkung belegt auch eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, die das Programm in seiner Modellphase evaluiert hat. 

Hauptförderer von Zeig, was du kannst! sind die Lipoid Stiftung und die Globus-Stiftung. Weitere Förderer sind die Nikolaus Koch Stiftung, die Peter und Luise Hager-Stiftung, J.P. Morgan, die Werhahn Stiftung, die randstad stiftung, die Hans Weisser Stiftung, die Gedächtnisstiftung Dr. Peter H. Werhahn jun. und die Schultz Gruppe.

Ehemalige Geförderte von Zeig, was du kannst! berichten, was ihnen auf ihrem Weg geholfen hat.

Fast eine halbe Million junger Menschen sind in den letzten Wochen neu in die Ausbildung gestartet. Immer weniger Ausbildungsplätze, aber auch weniger Bewerbungen und unterschiedliche Erwartungen auf beiden Seiten sorgen seit Jahren für eine angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Hinzu kommt die Herausforderung, Auszubildende und Betriebe passend zueinander zu bringen – ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Ausbildungswege. Verlierer sind oft junge Menschen, die mit Herausforderungen in der Schule und beim Übergang in den Beruf zu kämpfen haben. Für sie ist es besonders schwierig, einen Ausbildungsplatz zu finden, der zu ihren Talenten und Interessen passt.

Mit unserem Programm Zeig, was du kannst! unterstützen wir zusammen mit unseren Partnern seit vielen Jahren genau diese Jugendlichen und begleiten sie während der letzten zwei Schuljahre und im ersten Jahr der Berufsausbildung. Die Teilnehmenden kommen regelmäßig zu zweitägigen Workshops, den Future Camps, zusammen, die auch immer Besuche von Unternehmen beinhalten. Begleitet werden sie auf ihrem Weg auch von Coaches, die sie einmal im Monat in ihren Schulen besuchen und bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz unterstützen. Viele digitale Angebote, wie z. B. eine eigene App, runden das Programm ab.

Insgesamt 3.000 junge Menschen stehen durch diese Unterstützung mittlerweile erfolgreich im Berufsleben. Eine von ihnen ist Layal aus Bremen, die ihre Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung abgeschlossen hat und in diesem Beruf weiterhin mit viel Begeisterung und Engagement arbeitet. An ihre Zeit bei Zeig, was du kannst! erinnert sie sich gerne zurück: „Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen und durch die Coachings und Schulungen sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen. Außerdem sind während der Zeit im Programm Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten. Ich muss sagen, dass ich für die Erinnerungen an die Future Camps und die Freundschaften am meisten dankbar bin. Das sind Dinge, die man kein zweites Mal so erleben wird.“

In den nächsten Wochen werden auf unseren Social Media Kanälen (Instagram und LinkedIn) noch weitere junge Berufstätige zu Wort kommen, die ihren Weg mit Hilfe von Zeig, was du kannst! gefunden haben. 

Eine Teilnehmerin von Zeig, was du kannst!
Foto: sdw

Sich mit einem Stipendium im Ausland beruflich neu ausrichten und persönlich weiterentwickeln? Und dabei noch nachhaltig einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen? Das alles geht mit dem Hans Weisser Stipendium! Bewerbungen sind bis zum 1. Oktober 2025 möglich.

Das Hans Weisser Stipendium fördert individuelle Lern- und Weiterqualifizierungsvorhaben im Ausland, die eine Laufzeit von zwei bis zwölf Monaten haben und zwischen April und Dezember 2026 neu begonnen werden. Das gemeinsame Programm der Hans Weisser Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) richtet sich an junge Berufstätige sowie Gründerinnen und Gründer bis 40 Jahre, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.

Gefördert werden zum einen individuelle Lernvorhaben im Ausland – wie beispielsweise Recherche- und Netzwerkreisen oder Hospitationen. Zum anderen sind auch Weiterqualifizierungsvorhaben mit Zertifikat oder Abschluss sowie Studienaufenthalte im Rahmen des Stipendiums möglich.

Eine Teilnahme bietet die Chance, im Ausland neue Perspektiven und Impulse für ein Projekt, eine Gründungsidee oder den nächsten beruflichen Schritt zu gewinnen. Wichtige Bewerbungsvoraussetzungen sind unter anderem die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, ein akademischer Abschluss (ab Bachelor) oder Meisterbrief sowie mindestens zwei Jahre qualifizierte Berufs- oder Gründungserfahrung. Außerdem sollten die Erkenntnisse aus dem Stipendium später in Deutschland angewendet werden.

Die sdw bietet drei digitale Infoveranstaltungen während des Bewerbungszeitraums an: am 28. August sowie am 10. und 22. September, jeweils um 13 Uhr.

Mehr Informationen zu den Terminen sowie alle Details zum Stipendium und den Bewerbungsvoraussetzungen gibt es unter: www.sdw.org/hans-weisser-stipendium

Die persönliche Zukunft aktiv gestaltet

Der Studienkompass verabschiedet den Abschlussjahrgang 2025 aus der Förderung.

Die diesjährigen 280 Absolventinnen und Absolventen des Studienkompass zeigen, dass die Herkunft nicht über den weiteren Bildungsweg entscheiden muss. Noch immer nehmen Jugendliche aus Familien ohne akademische Erfahrungen viel seltener ein Studium auf als Gleichaltrige aus Akademikerfamilien. Der Studienkompass ändert das und hat die Absolvierenden in den letzten drei Jahren auf ihrem Weg zum Abitur und beim Wechsel ins Studium oder in die Ausbildung unterstützt. Zum Abschluss der Förderung kamen jetzt viele von ihnen in Frankfurt am Main zusammen. Gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren und den Studienkompass-Partnern feierten sie den gelungenen Start in die persönliche Zukunft und blickten zurück auf die gemeinsamen Jahre.

Ein großer Dank ging dabei an die Ehrenamtlichen, die für die Regionalgruppen viel auf die Beine gestellt haben und für die jungen Erwachsenen immer hilfreiche Ratschläge und Ermutigungen hatten. Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Studienkompass-Partner Deutsche Bank Stiftung, aim Akademie, Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Heinz Nixdorf Stiftung, der Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung und Accenture-Stiftung gaben den Absolvierenden die besten Wünsche mit auf den Weg und beglückwünschten sie zu dem, was sie schon erreicht haben.

Nach der offiziellen Feier haben sich die Teilnehmenden beim gemeinsamen Abschlussworkshop „Horizonte ansteuern!“ noch einmal mit verschiedenen Zukunftskompetenzen und ihrer individuellen Zukunftsvision beschäftigt.

Mehr über den Studienkompass

Etwa 100 Studienkompass-Teilnehmende winken lachend in die Kamera.
Foto: Tim Goger/sdw

Ende März besuchten 30 Geförderte, Alumnae und Alumni aus der Regionalgruppe München unseres Studienförderwerks die KZ-Gedenkstätte Dachau. Stipendiatin Caroline hat einen beeindruckenden Erfahrungsbericht verfasst und bebildert, den wir heute – anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs – hier teilen möchten. Achtung: Der folgende Text enthält Schilderungen von Gewalt, Leid und menschenverachtenden Zuständen im Konzentrationslager Dachau. Diese Inhalte können verstörend oder belastend wirken.

„Es ist Sonntagmorgen. Der Wecker läutet früh und die Zeitumstellung raubt uns eine Stunde Schlaf. Trotz der Müdigkeit machen wir uns auf den Weg zum Hauptbahnhof und reisen schließlich mit einer kleinen Gruppe sdw-Stipendiatinnen und -Stipendiaten nach Dachau. Dort treffen wir um 9.30 Uhr ein und warten auf die restlichen Teilnehmenden. Ein schneller Kaffee aus der Cafeteria und schon erscheint unser Guide, Antje Rosner. Die Inhalte, die Frau Rosner uns vermittelt hat, sind mir sehr präsent geblieben. Sie gab eine äußerst qualifizierte Führung und äußerte dabei auch persönliche Kritik an bestimmten Maßnahmen. Ich werde hier nicht Wort für Wort wiedergeben, was sie erzählt hat, sondern vielmehr die Aspekte hervorheben, die mich besonders überrascht haben.

Das Lager und seine Geschichte
Das Konzentrationslager Dachau existierte bereits seit 1931 und war eines der ersten Lager des NS-Regimes. Ein Graben teilte das Areal in zwei Hälften. Auf dem Luftbild erkennt man rechts das Konzentrationslager mit 34 Baracken, dem Wirtschaftsgebäude und dem dahinterliegenden, leicht versteckten, sogenannten Bunker – einem Gefängnisgebäude. Links von diesem Graben befand sich das SS-Ausbildungszentrum mit allen Einrichtungen für die dort stationierten 105.000 SS-Männer. In Dachau wurden zunächst politische Gegner, dann Juden, später Pfarrer und andere Minderheiten sowie viele polnische Gefangene inhaftiert. Insgesamt wurden etwa 200.000 Menschen dort gefangen gehalten, wobei die maximale Belegung bei 43.000 lag. Ursprünglich war das Lager nur für 5.000 bis 6.000 Menschen ausgelegt.

Die Architektur des Grauens
Die Architektur des Lagers verdeutlicht auf zynische Weise die Absurdität dieses Ortes. Ähnlich wie im KZ Mauthausen besitzen die Hauptgebäude Satteldächer und mittig platzierte Wachtürme, was an römische Castra und Kasernenbauten erinnert. Das Lager wurde am Reißbrett entworfen und lebte von der Replikation der Baracken. Diese waren aus leichten Materialien gebaut und enthielten stringente, hölzerne Bettgestelle mit jeweils 3 bis 4 inneren Zwischenräumen. Außerdem gab es ein Wirtschaftsgebäude, in das eine Großküche und Bäder integriert waren. Diese Einrichtungen wurden allerdings kaum bis gar nicht verwendet. Die Sauberkeit und Ordnung des Lagers, sprich die gute Instandhaltung der Gebäude, täuschte und vertuschte das eigentliche Leid der Insassen. Auch eine Buchenallee wurde gepflanzt, um nach außen hin einen gepflegten Eindruck des Arbeitslagers zu vermitteln. Dies war und ist und wird immer die größte Lüge der Menschheit bleiben.

Die grausame Realität alltäglichen Missbrauchs
Das KZ Dachau war ein Ort psychischen und körperlichen Missbrauchs, der Folter und des Todes. Die Liste der Strafen für die Insassen war endlos. Die SS-Männer hatten weitreichenden Spielraum, sich an den ausschließlich männlichen Häftlingen zu vergehen. Die Menschen starben nicht durch die am Rande des Konzentrationslagers befindlichen Gaskammern – diese wurden nämlich nie genutzt. Stattdessen starben sie durch Folter, bei der ihnen die zusammengebundenen Hände hinter dem Rücken aufgehängt wurden, durch willkürliche Erschießungen, durch Hunger, Erfrieren (die Baracken wurden nicht beheizt), Epidemien wie Typhus, mangelnde Hygiene, an zugefügten Verletzungen, an Malaria-Experimenten (das Virus wurde von Ärzten an den Insassen getestet) oder durch Suizid am elektrischen Stacheldrahtzaun. Häufig wurden diese Suizide jedoch vorgetäuscht, indem SS-Männer die Leichen der eigens Ermordeten entsprechend platzierten. Mindestens 41.000 Menschen starben in Dachau. Doch was geschah mit den Überlebenden? Sie hatten oft keine Familien mehr, kein Zuhause, und wurden nach ihrer Befreiung kaum unterstützt.

Das Lager nach 1945
Nach der Befreiung am 29. April 1945 nutzten die Amerikaner das Lager zunächst als Internierungslager für NS-Täter. In diesem Zusammenhang wurden alle Gebäude weiß gestrichen und man entfernte die Inneneinrichtung der Stehgefängniszellen im Bunkergebäude. Bis 1962 diente das Lager als Flüchtlingsunterkunft für Vertriebene. Die Baracken wurden kreativ umgenutzt und beherbergten Einrichtungen des täglichen Lebens wie Krankenstätten und Kindergärten. In den darauffolgenden Jahren klaffte eine große Aufklärungslücke in der deutschen Bevölkerung. Dass es heute eine Gedenkstätte gibt, ist einzig den Überlebenden zu verdanken. Mit der Gründung des „Comité International de Dachau“ (CID) eröffneten sie 1965 die Gedenkstätte. Drei Jahre zuvor wurden jedoch alle historischen Baracken abgerissen. Und ich frage mich wieso. War dies Teil einer Kultur des Vergessens?

Die Bedeutung einer Erinnerungsarchitektur
Können wir das Grauen der Geschichte so ohne Weiteres nachvollziehen, wenn die gebaute Umwelt kein Zeugnis mehr ablegen kann, weil sie destruiert worden ist? Haben wir genügend Vorstellungskraft, um uns das Grauen in jenem Ausmaße eigens vor Augen zu führen? Ich hoffe nicht. Deshalb sollte es unser Anliegen sein, Orte des Schreckens wahrheitsgetreu und historisch zu bewahren, um ihre Geschichte nicht zu verfälschen. Die heute dort stehenden zwei Baracken sind Nachbauten und es wird diskutiert, ob sie renoviert werden sollen. Ist das der richtige Ansatz? Oder verfälscht man damit die historische Realität weiter?

Dies war eine kleine räumliche Analyse des Konzentrationslagers Dachau. Man könnte meinen, derartige Lagerstrukturen existieren heute nicht mehr. Das ist bei genauerem Blick auf die Architektur von Flüchtlingslagern weltweit oder geplanten „detention camps“ außerhalb der EU-Grenzen leider falsch. Campstrukturen haben immer in erster Linie den Freiheitsentzug des inhaftierten Menschen vor Augen. Ein Mensch ohne Rechte. Ein staatenloser Mensch. Wer sich weiter für das Thema „Macht und Raum“ interessiert, dem seien Giorgio Agambens „Homo Sacer“ und Achille Mbembes „Necropolitics“ empfohlen. Im Gedenkstättenshop habe ich Hannah Arendts Essay „We Refugees“ erworben und am Abend Viktor Frankls „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ zu lesen begonnen – beides sehr empfehlenswert. Ich danke der sdw für diese lehrreiche Veranstaltung und die inspirierenden Gespräche mit den anderen Teilnehmenden. Dieser Bericht soll die Lesenden dazu ermutigen, selbst ein Buch zur Aufarbeitung der NS-Zeit in die Hand zu nehmen oder bald wieder eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen.“

 

Wir danken der Regionalgruppe München für die Organisation des Besuchs und dir, liebe Caroline, für diesen bewegenden Einblick in ein so wichtiges Thema!

Zeichnung der KZ-Gedenkstätte Dachau
Zeichnung: Caroline Birkner

Sheikh ist seit 2022 Teilnehmer unseres Programms Zeig, was du kannst! am Standort Leipzig. Im Rahmen der dreijährigen Förderung hatten er und die anderen Jugendlichen aus seiner Gruppe die Möglichkeit, bei verschiedenen Unternehmen zu einer Betriebserkundung vorbeizuschauen. Darunter war auch der Besuch in einem Globus-Markt – für Sheikh rückblickend ein entscheidender Tag! Heute sagt er: „Da hat es bei mir gleich Klick gemacht!“ Er schickte eine Bewerbung hin und konnte auch dank Zeig, was du kannst! den Ausbildungsplatz bekommen. Im Interview erzählt er, wie das Bewerbungsgespräch lief, was er bei Globus genau macht und wie ihn unser Programm auf seinem Weg unterstützen konnte.

Hallo Sheikh, erst mal danke, dass du bei diesem Interview mitmachst! Erzähl mal: Wie bist du zu Zeig, was du kannst! gekommen?

„Eine Lehrerin hat mich auf das Programm angesprochen und gesagt, dass ich mich dort melden kann, wenn ich Hilfe bei der Suche nach einer Ausbildung möchte. Das habe ich dann gemacht und schon nach dem ersten Treffen wusste ich, dass es das Richtige für mich ist.“

Was hast du bei den Future Camps und im Coaching gelernt?

„Wir haben viele Übungen gemacht und dabei zum Beispiel unsere Stärken aufgeschrieben. Da habe ich halt viel bei mir entdeckt, worüber ich vorher nie nachgedacht hatte. Das hat mir dann sehr beim Bewerbungsgespräch geholfen. Auch generell haben wir vorher viele Bewerbungsgespräche geübt – das war natürlich auch eine große Hilfe. Es ging auch viel um die erste Kontaktaufnahme und darum, einen guten ersten Eindruck zu vermitteln.“

Welche besonderen Erlebnisse gab es bei Zeig, was du kannst!, an die du gerne zurückdenkst?

„Auf jeden Fall die Gruppenarbeiten! Manchmal haben wir dabei etwas gebaut oder Wettbewerbe veranstaltet. Das waren die tollsten Erlebnisse bei Zeig, was du kannst!, daran denke ich gerne zurück. Gerade diese Zusammenarbeit und die Erfolgserlebnisse im Team waren schön.“

Bei einem Future Camp habt ihr eine Betriebserkundung in einem Globus-Markt gemacht. Wie war das für dich? Was habt ihr euch dort angeschaut?

„Wir sind mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinter die Theken gegangen. Dort wurde uns viel erklärt und gezeigt, unter anderem beim Fleischer und beim Bäcker. Es ging dabei auch um die Zubereitung – zum Beispiel von Teig – und wie danach alles wieder gereinigt wird. Dann sind wir auch durch den Markt gelaufen. Da hat es bei mir gleich Klick gemacht! Ich wollte immer schon in einen großen Betrieb mit mehreren Bereichen. Das ist das Schöne an Globus: Man hat nicht nur eine Sache in der Ausbildung, sondern man ist überall mal.“

Das freut uns wirklich sehr, dass die Betriebserkundung so einen Effekt auf dich hatte! Vor einem halben Jahr hast du eine Ausbildung bei Globus begonnen. Was machst du dort genau?

„Gerade bin ich in der Abteilung für Schreib- und Spielwaren und in der Auto- und Fahrradabteilung. Ich räume die Ware ein, sortiere die Regale, arbeite aber auch im Lager mit. Vor ein paar Wochen war ich in der Abteilung für Haushalt und Porzellan, da habe ich natürlich auch viel Neues gelernt. Die Kolleginnen und Kollegen sind sehr nett zu mir, sie zeigen mir alles. Bald gehe ich dann in die Warenannahme und danach zur Kasse und zur Käsetheke.“

Wie lief die Bewerbung ab – hast du dort erwähnt, dass du mit Zeig, was du kannst! schon mal einen Globus-Markt angeschaut hast?

„Ja klar, ich habe erzählt, dass ich mit Zeig, was du kannst! im Globus war und hinter die Theken schauen durfte. Das hatte ich auch direkt in die Bewerbung reingeschrieben und auch im Gespräch erzählt, dass ich schon damals Interesse an Globus hatte. Das hat meinen Chef direkt gefreut, das fanden alle super. Da haben sie dann auch nachgehakt.“

Wie konnte dich Zeig, was du kannst! rückblickend bei der Suche nach deinem Ausbildungsplatz unterstützen?

„Die haben mich überall unterstützt. Am meisten haben sie uns geholfen, indem sie uns Betriebe gezeigt haben. Es wurde auch immer betont, wie wichtig eine Ausbildung für die eigene Zukunft ist. Und wenn ich daran denke, wie oft wir Bewerbungsgespräche geübt haben – wie man reingeht, die Begrüßung, die Körpersprache, die Motivation. Vorher hatte ich echt Angst vor Bewerbungsgesprächen! Aber als wir das trainiert haben, ist das mit der Zeit immer besser geworden und das echte Bewerbungsgespräch im Globus war dann für mich ein lockeres Spiel. Ich wusste genau, welche Stärken und Schwächen ich habe und wie ich das fokussiert erzähle. Ich wollte was erreichen und habe viel bei Zeig, was du kannst! mitgenommen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Ich möchte mich auch noch bei der sdw bedanken, dass sie so ein Programm anbieten. Mir hat es sehr geholfen, ich kann es nur weiterempfehlen!“

Vielen Dank für das Interview!

Porträt-Foto von Teilnehmer Sheikh
Foto: sdw

Zeig, was du kannst! setzen wir am Standort Leipzig in Kooperation mit der Globus-Stiftung um.

Am 14. März, dem Internationalen Tag der Mathematik, soll auf die zentrale Bedeutung dieser Wissenschaft hingewiesen werden. Wir haben unsere Geförderte Madeleine gefragt, was sie mit Mathematik verbindet, denn Madeleine ist eine Frau, nach der das Bildungssystem dringend sucht: eine angehende Lehrerin für MINT-Fächer.

Schon in ihrer Schulzeit hatte Madeleine viel Spaß am Lernen, besonders im Fach Mathematik. Diese Begeisterung für das Fach möchte sie gerne weitergeben. Dafür studiert sie aktuell Mathematik und Sachunterricht (Schwerpunkt Biologie) für das Grundschullehramt an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Sie ist seit 2021 Teilnehmerin in unserem Programm Lehramt Mintoring in Baden-Württemberg und seit einigen Monaten auch Stipendiatin im Studienkolleg, einem Zusatzangebot des Studienförderwerks Klaus Murmann.

„Ich hatte lange überlegt, Lehrerin zu werden. Durch Lehramt Mintoring konnte ich meinen Berufswunsch festigen. Ohne das Programm wäre ich nicht so sicher ins Studium gestartet. Ich konnte schon vor dem Abi erste Einblicke ins Studium und in den Beruf bekommen. Man hatte immer die Möglichkeit, den Mentorinnen und Mentoren Fragen zu stellen und zum Beispiel erste Vorlesungen zu besuchen sowie auf Campusführungen zu gehen. Ich hatte immer erfahrene Studierende an meiner Seite, die mir Fragen rund um Studium und Beruf beantworten konnten.“

Gerade im MINT-Bereich sind nicht nur engagierte Lehrkräfte gesucht, sondern auch Fachkräfte, die mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten die großen Herausforderungen wie Digitalisierung oder Klimawandel meistern. Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schüler für diese Aufgaben zu begeistern und Talente zu wecken. Madeleine hat sich schon einige Gedanken gemacht, wie sie Kinder für Mathe begeistern kann: „Gerade in der Grundschule möchte ich den Kindern die Mathematik gerne spielerisch und alltagsnah vermitteln, um sie von Anfang an dafür zu begeistern und die Relevanz in allen Lebensbereichen aufzuzeigen. Besonders im Grundschulbereich gibt es viele kreative Methoden, wie man Spiele einbauen kann, um das Fach lebendiger zu gestalten.“

Durch ihr Stipendium im Studienkolleg hat Madeleine jetzt noch weitere Möglichkeiten, ihren Weg zur Lehrerin aktiv zu gestalten: „Durch das Studienförderwerk kann ich mich persönlich weiterentwickeln und habe Zugang zu vielen verschiedenen Workshops und Seminaren. Dadurch kann ich mich auch in Bereichen außerhalb meines Studienfachs weiterbilden, austauschen und vernetzen. Durch das Studienkolleg habe ich die Möglichkeit, mich mit gleichgesinnten Lehramtsstudierenden auszutauschen und weiterzubilden. Durch die finanzielle Entlastung brauche ich neben Studium und multiplen Ehrenämtern nicht zusätzlich einen Nebenjob. Das gibt mir den Freiraum, mich besser aufs Studium zu fokussieren.“

Wir sind uns sicher, dass Madeleine ganz bald viele Schülerinnen und Schüler mit ihrer Begeisterung ansteckt und feiern heute nicht nur die Mathematik, sondern auch alle (angehenden) MINT-Lehrkräfte für ihr Engagement!

Porträt-Foto von Madeleine vor einem Bergpanorama
Foto: privat

Kindheitspädagogik – jetzt bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) bewerben!

Das Studienförderwerk Klaus Murmann der sdw vergibt attraktive Stipendien speziell für Lehramtsstudierende und für Studierende kindheitspädagogischer Fächer:

  • Das Studienkolleg fördert engagierte Lehramtsstudierende, die Schule aktiv gestalten und innovative Bildungskonzepte umsetzen möchten.
  • NicK – Nachwuchsinitiative chancengerechte Kitas unterstützt Studierende der frühen Bildung, die sich für Chancengerechtigkeit für alle Kinder von klein auf stark machen.

Die Bewerbungsfrist endet am 17. März 2025 um 13 Uhr.

Förderinhalte:

Neben einer monatlichen finanziellen Unterstützung und möglichen Zusatzleistungen, zum Beispiel für Auslandsaufenthalte oder individuelles Coaching, umfasst die Förderung vielfältige Veranstaltungen und praxisnahe Workshops zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung, den Austausch mit Expertinnen und Experten sowie ein starkes Netzwerk.

Auswahlkriterien:

Neben guten Studienleistungen zählen vor allem gesellschaftliches Engagement und Zielstrebigkeit.

Interessierte können ihre Fragen bei einer kostenfreien Online-Infoveranstaltung am 6. März 2025 um 16 Uhr stellen. Der Zugangslink und weitere Informationen stehen hier.

Über die Programme:

NicK – Nachwuchsinitiative chancengerechte Kitas wird getragen von der Förderstiftung Hannelore Murmann in der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Weiterer Förderer sind die aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken und die ZEIT Stiftung Bucerius. Mehr unter: www.sdw.org/nick

Das Studienkolleg wurde 2007 gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufen. Durchgeführt wird es aktuell in Kooperation mit der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken und der Heraeus Bildungsstiftung. Mehr unter: www.sdw.org/studienkolleg