Studium? Ausbildung? Oder beides? Wusstest du, was du nach dem Abitur machen wolltest? Der Studienkompass unterstützt Schülerinnen und Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl.

Die Teilnehmenden werden drei Jahre begleitet – von der Schule bis ins Studium oder in die Ausbildung. Während dieser Zeit gewinnen die Jugendlichen Orientierung, Sicherheit und Mut für ihren nächsten Schritt. Ob Selbstreflexion, Studienwahl, Ausbildungs- oder Zukunftsplanung – die Workshops greifen Themen auf, die wirklich relevant sind. Digitale Bildung, MINT, kulturelle Bildung und Entrepreneurship ergänzen das Programm und eröffnen neue Blickwinkel. Der Studienkompass fördert Kreativität, Eigeninitiative und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Schülerinnen und Schüler können sich für den Studienkompass bewerben, wenn sie 2028 ihr (Fach-)Abitur machen und ihre Eltern nicht studiert oder keinen Studienabschluss in Deutschland erworben haben.

Eine Bewerbung ist bis zum 19. April 2026 an folgenden Standorten möglich: Augsburg, Berlin, Dresden, Duisburg/ Düsseldorf, Frankfurt am Main, Friesland und Wilhelmshaven, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Oberbergischer Kreis, Paderborn, Rostock, Ruhrgebiet und Stuttgart.

Informieren und weitersagen: www.studienkompass.de/bewerbung

Zudem bieten wir zwei Online-Infotermine an: am 24. Februar und 16. April 2026 – jeweils von 19:00 bis 19:45 Uhr. Mehr Informationen

Eine Studienkompass-Teilnehmerin gestaltet ein Plakat.
Foto: Michael Steinert/sdw

Studium mit Kindern – Zukunft gestalten

Wie ein Stipendium Freiräume schafft, Potenziale stärkt und Wege eröffnet.

Wenn Familienleben und Masterstudium aufeinandertreffen, braucht es mehr als gutes Zeitmanagement: Es braucht Rückhalt, Flexibilität und Menschen, die an einen glauben. Genau das hat Nils Felber durch sein Stipendium bei der sdw erfahren. Sein Weg zeigt eindrücklich, wie wertvoll eine Studienförderung sein kann – gerade für Studierende mit Kindern.

Nils ist seit Oktober 2024 Stipendiat unserer Nachwuchsinitiative chancengerechte Kitas (NicK). Er studiert im Master Empirische Bildungsforschung an der Uni Kassel, lebt aber in Weimar. Zu Beginn von Studium und Förderung war er noch Teil einer Patchworkfamilie mit seiner Frau und sechs Kindern. Seit dem zweiten Semester sind die beiden getrennt. Die Verantwortung für ihre drei gemeinsamen Kinder – zehn Jahre alte Zwillinge und eine fünfjährige Tochter – teilen sie sich weiterhin. Die ersten zwei Semester waren für Nils besonders herausfordernd: Viele Veranstaltungen fanden in Präsenz statt, sodass er regelmäßig zwischen Weimar und Kassel pendeln musste. Heute läuft vieles digital, was den Alltag erleichtert. Trotzdem jongliert er mit Studienanforderungen, Leistungsdruck und dem Familienmanagement.

Stipendiat Nils
Foto: privat

Rückhalt und Rückenwind durch die sdw

Im ersten Semester übernahm während seiner Abwesenheit Nils‘ Frau die Kinderbetreuung. Seit der Trennung teilen sie sich die Betreuung – das heißt eine Woche mit Kindern, eine Woche ohne. In der Kinderzeit bleibt neben Familie, Haushalt und Alltagsaufgaben oft nur wenig Raum fürs Studium. Die kinderfreie Woche nutzt er dafür umso intensiver. Neben Unterstützungsangeboten seiner Uni – wie Fristverlängerungen, „Leih-Nannys“ und psychosozialer Beratung – ist für Nils die Förderung durch die sdw entscheidend. „Die sdw gibt mir die Chance, meine Potenziale zu entfalten“, erzählt er. Das Stipendium gebe ihm Rückhalt und Sicherheit – gerade auch in der Zeit der Trennung. Seine Regionalbetreuerin reagierte sofort auf seine private Situation und bot flexible Lösungen an. Auch individuelles Coaching im Rahmen der NicK-Förderung habe ihm sehr geholfen. Besonders wichtig ist für Nils aber auch das Netzwerk der sdw: „Hier fühle ich mich aufgefangen, wertgeschätzt und inspiriert.“ Die parteipolitische Unabhängigkeit der sdw sei dabei ein Geschenk. Denn so kommen die vielfältigsten Menschen zusammen und alle eint der Wille, Verantwortung zu übernehmen und etwas in der Welt zu verändern.

Zwei Herzensprojekte

Nils hat eine klare Vision: Er möchte sogenannte „Entwicklungsgemeinschaften“ erforschen und fördern – Orte, an denen Menschen gemeinsam wachsen und wirken können. Auf Veranstaltungen der sdw erhält er dafür wertvolle Impulse. So inspirierten ihn die letzten Wissenschaftstage so sehr, dass er direkt ins Orgateam für die kommenden eingestiegen ist. Hierbei soll der Fokus folgerichtig auf starken Bildungsbiographien mit Impact auf die Gesellschaft liegen, also der Frage, wo man insbesondere auch aus der Forschung heraus aktiv mehr bewegen kann.

Für Nils sind in seiner aktuellen Lebensphase zwei Dinge besonders wichtig: Privat möchte er seine Kinder dabei begleiten, zu selbstbewussten Menschen heranzuwachsen. Beruflich möchte er einen Weg gehen, auf dem er die Gesellschaft mitgestalten und etwas zurückgeben kann. Die sdw sei dafür, so Nils, ein guter Wegbereiter und -begleiter.

Studierende aller Fachrichtungen können sich bis zum 3. März 2026 für unser Stipendium im Studienförderwerk Klaus Murmann  bewerben.

Stipendiat Nils schreibt am Laptop, während Kinder am Tisch spielen.
Foto: privat
Ein Kind am Computer.
Foto: privat

Dr. Sven Murmann folgt als Vorstandsvorsitzender auf Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger, der den Vorsitz des Kuratoriums übernimmt.

Zum Jahreswechsel hat die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ihre Gremien neu aufgestellt und mit einer zeitgemäßen Struktur ihre Effizienz und Zielgerichtetheit als Bildungsakteurin weiter gestärkt. Neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist Dr. Sven Murmann. Dr. Rainer Dulger wechselt vom Vorstandsvorsitz an die Spitze des Kuratoriums.

Dr. Sven Murmann ist bereits seit dem Jahr 2010 Mitglied des Vorstands. Der Hamburger Verleger und Geschäftsführende Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH führt den Einsatz für engagierte und talentierte Jugendliche in zweiter Generation fort. Auf Initiative seines Vaters, des damaligen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Prof. Dr. Klaus Murmann, wurde die sdw 1994 gegründet.

Der Vorstand wird ergänzt durch zwei stellvertretende Vorsitzende: Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg sowie von Unternehmer Baden-Württemberg hat diese Position bereits seit 2023 inne. Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ist seit 2020 Mitglied des Vorstands und übernimmt jetzt den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden. Als geschäftsführende Vorstände komplettieren Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung der sdw gGmbH, sowie Lars Krösche, Kaufmännischer Geschäftsführer der sdw gGmbH, den Vorstand.

Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger wechselt an die Spitze des Kuratoriums und unterstreicht damit die weiterhin enge Verbundenheit der Stiftung mit den Arbeitgeberverbänden. In den letzten beiden Jahren hat er die gemeinsamen Aktivitäten von Stiftung und Verbänden ausgebaut, die Neustrukturierung der sdw mit vorangetrieben und ist als Kuratoriumsvorsitzender nun für die Aufsicht der Holding zuständig. „Nur mit gut ausgebildetem Nachwuchs können wir den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zukünftig sichern. Als Arbeitgeberverbände arbeiten wir mit der sdw seit über 30 Jahren in diesem Bereich eng zusammen. Ich freue mich, diese Zusammenarbeit auch zukünftig als Kuratoriumsvorsitzender aktiv mitzugestalten“, so Dr. Rainer Dulger anlässlich der Gremienveränderungen.

Die erfolgreiche Arbeit der sdw als Gemeinschaftsinitiative fortzuführen und für die Zukunft aufzustellen, ist auch für Dr. Sven Murmann ein zentrales Anliegen als neuer Vorstandsvorsitzender: „Mehr denn je brauchen Wirtschaft und Gesellschaft junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten. Mit unseren Angeboten unterstützen wir genau diese Talente dabei, ihren Weg zu gehen. Die Förderung strategisch weiterzuentwickeln und zukunftsfähig auszugestalten, ist eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre. Als Vorstandsvorsitzender möchte ich die vielen Kräfte in der sdw bündeln und unsere Vorstellungen eines wertorientierten und innovativen Unternehmertums weitertragen.“

Über die Mitglieder des Vorstands der sdw

Dr. Sven Murmann, geboren 1967, ist Verleger und Geschäftsführender Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH. Er studierte Philosophie, Politische Wissenschaften und Psychologie in München, Cambridge (USA) und Zürich. Es folgten die Promotion im Fachgebiet Politische Philosophie, Forschungs- und Lehrtätigkeiten sowie die mehrjährige Geschäftsführung des Familienunternehmens Sauer Holding GmbH bis zur Gründung des Murmann Verlags 2004.

Oliver Barta, geboren 1967, ist seit 2023 Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall) sowie von Unternehmer Baden-Württemberg (UBW). Der studierte Jurist war zuvor in mehreren Anwaltskanzleien und in der Industrie, u. a. bei der Mannesmann Rexroth AG und der Bosch Thermotechnik GmbH tätig. Seit 2023 ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der sdw.

Christina Ramb, geboren 1973, ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Nach dem Jurastudium folgten Stationen im Bundestag, im Berliner Abgeordnetenhaus, bei der BDA und im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2020 wieder zur BDA zurückkehrte. Seitdem ist sie auch Mitglied des sdw-Vorstandes und jetzt stellvertretende Vorstandsvorsitzende der sdw.

Über die Mitglieder des Kuratoriums der sdw

Dr. Rainer Dulger, geboren 1964, ist geschäftsführender Gesellschafter der ProMinent GmbH in Heidelberg und seit 2020 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Er studierte Maschinenbau in Kaiserslautern und wurde anschließend zum Dr.-Ing. promoviert. 2023 übernahm er den Vorstandsvorsitz der sdw und wechselt jetzt als Vorsitzender in das Kuratorium.

Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Dr. Ulrike Murmann, Dr. Heiner Feldhaus, Frauke Plaß, Bertram Brossardt, Dr. Barbara Gerckens und Johannes Pöttering.

Über die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ist eine Gemeinschaftsinitiative für Bildung und fördert mit ihren Stipendienprogrammen bundesweit aktuell rund 4.400 junge Menschen. Seit über 30 Jahren setzen sich Arbeitgeberverbände, die Stifterfamilie Murmann, Ministerien, Unternehmen, Stiftungen und sdw-Alumni gemeinsam für erfolgreiche Bildungsbiographien und exzellenten Fach- und Führungskräftenachwuchs ein. Potenzialentfaltung, unternehmerisches Denken und Handeln und Chancengerechtigkeit stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten. 

Mehr Infos unter www.sdw.org

Dr. Sven Murmann folgt als Vorstandsvorsitzender auf Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger, der den Vorsitz des Kuratoriums übernimmt.

Zum Jahreswechsel hat die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ihre Gremien neu aufgestellt und mit einer zeitgemäßen Struktur ihre Effizienz und Zielgerichtetheit als Bildungsakteurin weiter gestärkt. Neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist Dr. Sven Murmann. Dr. Rainer Dulger wechselt vom Vorstandsvorsitz an die Spitze des Kuratoriums.

Dr. Sven Murmann ist bereits seit dem Jahr 2010 Mitglied des Vorstands. Der Hamburger Verleger und Geschäftsführende Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH führt den Einsatz für engagierte und talentierte Jugendliche in zweiter Generation fort. Auf Initiative seines Vaters, des damaligen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Prof. Dr. Klaus Murmann, wurde die sdw 1994 gegründet.

Der Vorstand wird ergänzt durch zwei stellvertretende Vorsitzende: Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg sowie von Unternehmer Baden-Württemberg hat diese Position bereits seit 2023 inne. Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ist seit 2020 Mitglied des Vorstands und übernimmt jetzt den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden. Als geschäftsführende Vorstände komplettieren Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung der sdw gGmbH, sowie Lars Krösche, Kaufmännischer Geschäftsführer der sdw gGmbH, den Vorstand.

Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger wechselt an die Spitze des Kuratoriums und unterstreicht damit die weiterhin enge Verbundenheit der Stiftung mit den Arbeitgeberverbänden. In den letzten beiden Jahren hat er die gemeinsamen Aktivitäten von Stiftung und Verbänden ausgebaut, die Neustrukturierung der sdw mit vorangetrieben und ist als Kuratoriumsvorsitzender nun für die Aufsicht der Holding zuständig. „Nur mit gut ausgebildetem Nachwuchs können wir den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zukünftig sichern. Als Arbeitgeberverbände arbeiten wir mit der sdw seit über 30 Jahren in diesem Bereich eng zusammen. Ich freue mich, diese Zusammenarbeit auch zukünftig als Kuratoriumsvorsitzender aktiv mitzugestalten“, so Dr. Rainer Dulger anlässlich der Gremienveränderungen.

Die erfolgreiche Arbeit der sdw als Gemeinschaftsinitiative fortzuführen und für die Zukunft aufzustellen, ist auch für Dr. Sven Murmann ein zentrales Anliegen als neuer Vorstandsvorsitzender: „Mehr denn je brauchen Wirtschaft und Gesellschaft junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten. Mit unseren Angeboten unterstützen wir genau diese Talente dabei, ihren Weg zu gehen. Die Förderung strategisch weiterzuentwickeln und zukunftsfähig auszugestalten, ist eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre. Als Vorstandsvorsitzender möchte ich die vielen Kräfte in der sdw bündeln und unsere Vorstellungen eines wertorientierten und innovativen Unternehmertums weitertragen.“

Über die Mitglieder des Vorstands der sdw

Dr. Sven Murmann, geboren 1967, ist Verleger und Geschäftsführender Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH. Er studierte Philosophie, Politische Wissenschaften und Psychologie in München, Cambridge (USA) und Zürich. Es folgten die Promotion im Fachgebiet Politische Philosophie, Forschungs- und Lehrtätigkeiten sowie die mehrjährige Geschäftsführung des Familienunternehmens Sauer Holding GmbH bis zur Gründung des Murmann Verlags 2004.

Oliver Barta, geboren 1967, ist seit 2023 Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall) sowie von Unternehmer Baden-Württemberg (UBW). Der studierte Jurist war zuvor in mehreren Anwaltskanzleien und in der Industrie, u. a. bei der Mannesmann Rexroth AG und der Bosch Thermotechnik GmbH tätig. Seit 2023 ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der sdw.

Christina Ramb, geboren 1973, ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Nach dem Jurastudium folgten Stationen im Bundestag, im Berliner Abgeordnetenhaus, bei der BDA und im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2020 wieder zur BDA zurückkehrte. Seitdem ist sie auch Mitglied des sdw-Vorstandes und jetzt stellvertretende Vorstandsvorsitzende der sdw.

Über die Mitglieder des Kuratoriums der sdw

Dr. Rainer Dulger, geboren 1964, ist geschäftsführender Gesellschafter der ProMinent GmbH in Heidelberg und seit 2020 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Er studierte Maschinenbau in Kaiserslautern und wurde anschließend zum Dr.-Ing. promoviert. 2023 übernahm er den Vorstandsvorsitz der sdw und wechselt jetzt als Vorsitzender in das Kuratorium.

Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Dr. Ulrike Murmann, Dr. Heiner Feldhaus, Frauke Plaß, Bertram Brossardt, Dr. Barbara Gerckens und Johannes Pöttering.

Drei Fragen an Dr. Sven Murmann

Zu seinem Amtsantritt haben wir Sven Murmann drei Fragen zu seinem Engagement und den Zukunftsplänen für die sdw gestellt:

Sie haben die Gründung der sdw von Anfang an begleitet. Was hat Sie angetrieben, Ihr Engagement noch weiter auszubauen?

Die Bedeutung individueller Talentförderung habe ich als Alumnus eines anderen deutschen Begabtenförderwerks selbst erfahren dürfen. Durch die Begegnungen im Rahmen meiner Förderzeit habe ich erlebt, welche immense Bedeutung ein Stipendium in Verbindung mit der ideellen Förderung für Bildungsbiographien haben kann. Und gelungene Bildungsbiographien sind Grundlage für gelingende und erfolgreiche Berufsbiographien. Die sdw engagiert sich in diesem Feld seit nunmehr drei Jahrzehnten vorbildlich und überaus wirkungsvoll. Mit meinem Engagement möchte ich gerade in diesen Zeiten, in denen wir in Wirtschaft und Gesellschaft vor großen Herausforderungen stehen, durch das Fördern junger talentierter Menschen meinen Beitrag leisten. 

Deutschland und Europa stehen aktuell vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Wie können Stiftungen wie die sdw dazu beitragen, die Zukunft zu gestalten?

Stiftungen können Anstifter und Impulsgeber für zukunftsfähige gesellschaftliche Transformationen sein. Gerade im Bildungsbereich können Stiftungen meines Erachtens diese Aufgabe besonders wirksam wahrnehmen, wenn wir in Netzwerken und Partnerschaften denken. Neben den privaten und gemeinnützigen Partnern, den Unternehmen und Förderstiftungen spielen in unserem Fall der Bund und die Länder eine ganz besonders wichtige Rolle. Als etablierte Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wirtschaft ist die sdw prädestiniert dazu, ihre Programme und Projekte transferfähig anzulegen, umso einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Bildungsqualität zu leisten. Auch das gelingt uns aber nur, wenn wir mit anderen privaten Initiativen sowie mit den staatlichen Bildungsinstitutionen kooperieren. 

Wie sehen Ihre Ziele als Vorstandsvorsitzender aus? Welche Schwerpunkte möchten Sie setzen?

Den Kurs meiner Vorgänger möchte ich fortsetzen: Wir stiften Chancen mit besonderem Fokus auf Bildungsübergänge. Wir realisieren unsere Ziele durch Programme und Projekte für heranwachsende Talente in Schule und Hochschule. Als Stiftung der Deutschen Wirtschaft legen wir dabei besonderen Wert auf unternehmerisches Denken und Handeln sowie ein damit verbundenes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. 

Porträt-Foto von Sven Murmann
Dr. Sven Murmann, Foto: Michel Kreuz
Porträt-Foto von Oliver Barta
Oliver Barta, Foto: Südwestmetall
Porträt-Foto von Christina Ramb
Christina Ramb, Foto: BDA / Laurence Chaperon

Studieren mit Stipendium

Das Studienförderwerk Klaus Murmann öffnet sein Bewerbungsportal

Nutze deine Chance und bewirb dich bis zum 3. März 2026 (13:00 Uhr) für ein Stipendium im Studienförderwerk Klaus Murmann. Neben der finanziellen Unterstützung eröffnet das Stipendium neue Möglichkeiten, Wissen und Fähigkeiten über das Studienfach hinaus auszubauen und Teil eines großen Netzwerkes aus Geförderten, Alumni, Ehrenamtlichen und Partnern zu werden. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm bietet Schwerpunkte wie Gründung und Unternehmertum, Nachhaltigkeit und Transformation, Bildung und Wirtschaftsjournalismus.

Gefördert werden leistungsstarke, engagierte Studierende unabhängig von Studienfach und Hochschulart. Wir unterstützen sie dabei, sich zu wertorientierten und unternehmerisch denkenden Führungskräften in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zu entwickeln.

Für Fragen zur Bewerbung und Förderung gibt es kostenlose Online-Infotermine am 20. Januar und 19. Februar 2026 jeweils um 18:00 Uhr – einfach einloggen und losfragen!

Zwei Stipendiatinnen und zwei Stipendiaten unterhalten sich auf der Straße in Berlin.
Foto: Amin Akhtar/sdw

Unsere Studienförderwerks-Stipendiatin Kati Unger hat von 2018 bis 2024 Primare und elementare Bildung mit Nebenfach Anglistik für das Schulfach Englisch an der Universität Erfurt studiert. Zwischen Bachelor und Master hat sie 2021 ihre Tochter bekommen – ein bewusster Schritt, der ihr Leben veränderte. Ein Jahr Elternzeit folgte, danach stieg sie wieder schrittweise ins Studium ein. Heute arbeitet sie an ihrer Promotion zum Thema Kinderschutz als Anforderung und Ressource von Lehrkräften. Im Interview erzählt Kati, wie sie Prüfungsstress, Promotionsprojekt und Familienalltag unter einen Hut bringt.


Zwischen Kita-Schließzeit und Promotionskapitel

Die größte Herausforderung sei die Alltagsorganisation, erzählt sie: „Nicht nur organisatorisch, sondern auch mental.“ Ohne familiäres Netzwerk vor Ort müssen sie und ihr Partner alle Verpflichtungen präzise abstimmen. Krankheiten, spontane Schließzeiten oder einfach die Doppelbelastung von Studium und Muttersein erfordern Flexibilität – und mentale Stärke. Sie habe gelernt, in den kurzen, konzentrierten Arbeitsphasen sehr effizient zu sein und auch Perfektionismus loszulassen.

Familiengründung mitten im Studium

Die Entscheidung für ein Kind fiel bewusst zwischen Bachelor und Master. „Für mich war es der richtige Zeitpunkt“, sagt Kati. „Ich konnte den Master ein Semester später und Schritt für Schritt beginnen und nach einem Jahr Elternzeit wieder voll einsteigen.“ Auch für ihre berufliche Zukunft erscheint ihr dieser Weg vorteilhaft: Wenn sie nach der Promotion in den Beruf einsteigt, ist ihre Tochter bereits in einem Alter, in dem sich Abläufe leichter gestalten lassen.

Sorgenfreiheit durch das sdw-Stipendium

Das Stipendium im Studienförderwerk beschreibt Kati als „Sicherheitsnetz“. Es nimmt finanziellen Druck, da sie keinen Nebenjob braucht und die Kindergartenzeit ihrer Tochter komplett für ihre Promotion nutzen kann. Dazu kommt das starke Netzwerk der sdw – fachlich wie persönlich. Besonders wertvoll für ihr Forschungsprojekt seien die Kontakte aus den unterschiedlichen Bereichen, da Kinderschutz interdisziplinär gedacht werden muss.

Dank des Stipendiums blickt Kati entspannt und hoffnungsvoll auf ihre Zukunft, auch weil sie durch die Förderung Zugang zu Kontakten und Möglichkeiten bekommen hat, die sie ohne die sdw sicherlich nicht gehabt hätte: „Das gibt mir nicht nur Rückenwind für meine Promotion, sondern auch das Gefühl, dass sich für meine berufliche und persönliche Entwicklung Türen öffnen können, an die ich so vielleicht gar nicht denke.“

Lernen fürs Leben

Aus der Kombination von Studium und Muttersein habe sie vor allem eines gelernt: Prioritäten zu setzen und sich selbst dabei nicht zu vergessen. Kommunikation sei dabei der Schlüssel – insbesondere im Austausch mit ihrem Mann. Ein großes Vorbild war ihre Masterarbeitsbetreuerin, die mit Kindern promoviert hat. Das hat ihr Mut gemacht, diesen Weg zu gehen. Auch ihr Promotionsbetreuer habe von Beginn an Vertrauen in ihre Forschungsidee gesetzt und ihr den Weg erleichtert.

Was Hochschulen ändern sollten

Damit Eltern besser studieren können, wünscht Kati sich mehr Flexibilität: priorisierte Seminarplatzvergabe, familienfreundliche Abläufe und Verständnis bei Terminverschiebungen. Ihr Studium fiel in die Pandemiezeit. Positiv für sie als Jongleurin von Studium/Promotion und Familienmanagement war, dass hier viele digitale Angebote entstanden sind: „Präsenzseminare sind wertvoll, aber die Online-Lehre hat meinen Studienalltag als Mutter auf jeden Fall erleichtert.“

Katis Erfahrungen zeigen eindrücklich, dass Studium, Kind und Promotion kein Widerspruch sein müssen – sondern mit guter Organisation, starker Kommunikation, einem gesunden Mindset und der Unterstützung durch ein Stipendium zu einem Weg voller Chancen werden.

Porträt-Aufnahme von Stipendiatin Kati
Foto: privat
Stipendiatin Kati mit Kind
Foto: privat
Abschluss-Bild von Stipendiatin Kati
Foto: privat

Miteinander MINT entdecken

Fünfzig Geförderte starten mit Lehramt Mintoring bei der ersten Akademie in ihre MINT-Zukunft

Die Akademie des Schülerstipendiums Lehramt Mintoring brachte die Teilnehmenden mit einer gemeinsamen Vision zusammen: die Zukunft des MINT-Unterrichts aktiv mitzugestalten. In Tübingen setzten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten ein ganzes Wochenende lang mit Fragen rund um Studium, Unterricht und persönliche Berufswege auseinander. Die Neugier für MINT und das Lehramtsstudium war dabei jederzeit spürbar.

Begleitet von einem engagierten Trainerteam sowie ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren erhielten die Schülerinnen und Schüler unmittelbare Einblicke in den Studienalltag, berufliche Perspektiven und pädagogische Grundlagen. In Workshops, Austauschformaten und praktischen Übungen entstanden erste Unterrichtsideen und persönliche Zukunftspläne.

Besonders prägend war die Atmosphäre des Miteinanders: Die Akademie bildete eine Gemeinschaft, die stärkt, inspiriert und neue Wege eröffnet. Sie zeigt, wie junge Menschen motiviert und gut vorbereitet in ein Lehramtsstudium starten können – und wie wichtig Plattformen für Orientierung, Austausch und Ermutigung sind.

Lehramt Mintoring in Baden-Württemberg führen wir in Kooperation mit der Vector Stiftung und der Dieter Schwarz Stiftung durch.

Gruppen-Bild mit Teilnehmenden
Foto: sdw
Warm-up mit lachenden Jugendlichen
Foto: sdw
Jugendliche sitzen an einem Tisch und gestalten Plakate
Foto: sdw

Offenheit, Gemeinschaft und Engagement – das sind die Werte, die unsere Stipendiatin Eva mit der sdw verbindet. Seit Beginn ihres Studiums hat sie durch die Förderung nicht nur neue Perspektiven gewonnen, sondern auch gelernt, über sich selbst hinauszuwachsen. In Seminaren und Begegnungen mit anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten hat sie Hemmungen abgelegt, geht heute viel offener auf Menschen zu und spricht mit Leichtigkeit vor Gruppen – eine Stärke, die ihr auch als Fußballtrainerin zugutekommt.

Was sie anderen mitgeben möchte? Sich einfach trauen, den ersten Schritt zu gehen. Denn die sdw sucht keine perfekten Lebensläufe, sondern Menschen mit Haltung, Engagement und Neugier.

Wie bist du auf das Studienförderwerk Klaus Murmann aufmerksam geworden?

„Ich habe mich zu Beginn meines Bachelor-Studiums mit einigen Stipendien beschäftigt, da eine Freundin von mir ein Stipendium von einem anderen Förderwerk erhalten hatte. Dann habe ich mich im Internet informiert und bin auf die sdw und das Studienförderwerk Klaus Murmann gestoßen.“

Wie hilft dir das Stipendium in Bezug auf deinen weiteren Lebensweg und welche Erkenntnis nimmst du daraus für dich mit?

„Das Stipendium hat mir in den vergangenen Jahren bereits sehr geholfen. Finanziell steht es mir aufgrund der Förderung frei, ob ich einen Job ausüben oder mich vollkommen auf mein Studium konzentrieren möchte. Die Seminare bringen einen immer wieder aus der eigenen Komfortzone, was mir natürlich privat wie beruflich sehr zugutekommt. Inzwischen war ich so oft auf Seminaren und Veranstaltungen, ohne jemanden dort zu kennen, dass ich es fast schon gewöhnt bin – das führt zwangsläufig dazu, dass man offener auf andere Menschen zugeht und tiefere Verbindungen aufbauen kann. Außerdem habe ich nun kaum noch Hemmungen, vor Gruppen zu sprechen. Das ist eine Fähigkeit, die mir in meinem Alltag als Fußball-Trainerin definitiv weiterhilft. Obwohl ich mich beruflich eher in Richtung Sport orientieren möchte, ist es mir enorm wichtig, ein diverses Netzwerk aufzubauen, welches sich über mehrere Branchen und Berufsfelder erstreckt. Die sdw ist dabei die perfekte Möglichkeit, Menschen aus allen Bereichen kennenzulernen!“

Welcher Moment aus der Förderung war besonders prägend für dich und warum?

„Ich durfte letztes Jahr mehrere Tage in Bonn auf einem Seminar zu Führung und Selbstführung verbringen. Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich eine Woche lang eine Führungskraft auf dem Filmset einer Streaming-Serie begleitet und konnte mir Einblicke in die Führungsmuster einer Produzentin verschaffen. Niemals wäre ich ohne die sdw in diese Situation kommen. Die Zeit am Set war eine der interessantesten Wochen, die ich während meines Studiums hatte – vor allem, weil ich absolut nichts mit Fernsehproduktionen am Hut habe.“

Warum sollten sich andere bei der sdw bewerben und welchen Tipp gibst du ihnen mit?

„Die sdw ist eine einzigartige Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und Menschen kennenzulernen, die auf einem ähnlichen Weg sind! Die Treffen mit der Regionalgruppe und die Präsenzseminare haben mir nicht nur persönlich sehr weitergeholfen, sondern ich habe dort auch einige sehr gute Freunde gewinnen können. Die meisten davon hätte ich wohl in meinem ‚normalen‘ Leben nie kennengelernt. Die sdw gibt einem außerdem die Möglichkeit, sich auf seine eigenen Leidenschaften und Interessen zu konzentrieren!

Der erste Schritt in der Bewerbung ist es, sich zu trauen! Viele junge Menschen denken, sie haben kein Stipendium verdient, weil sie keine perfekten Noten im Abitur hatten oder keinen ‚optimalen Weg‘ nach der Schule gegangen sind. Aber es geht um so viel mehr als nur um Noten – die Aufnahme in ein Studienförderwerk kann auch auf individuellen Kriterien beruhen, wie z. B. einem Ehrenamt oder Erfahrungen im Entrepreneurship. 

Der Bewerbungsprozess ist eine Möglichkeit für die Bewerbenden, zu zeigen, wofür sie sich wirklich interessieren und wofür sie in ihrer späteren Karriere einstehen wollen. Zeigt deswegen so viel von eurer Persönlichkeit, von euren Zielen und Werten, wie nur möglich. Außerdem solltet ihr euch vor euren Gesprächen gut über aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen und Strömungen informieren und bereit sein, Fragen dazu zu beantworten.“

Foto: privat

Gemeinsam stark in die Zukunft

Über 270 Schülerinnen und Schüler starten an 13 Standorten in den Studienkompass.

Von der Küste Frieslands bis nach Stuttgart, von Dresden bis ins Ruhrgebiet: An 13 Standorten haben in diesem Jahr erneut die Auftaktveranstaltungen des Studienkompass stattgefunden. Insgesamt wurden über 270 Jugendliche aus nichtakademischen Familien in die Förderung aufgenommen. Die Feiern bildeten den offiziellen Auftakt für die dreijährige Begleitung, mit der die Teilnehmenden Studienfächer und Ausbildungswege erkunden und ihre Potenziale entdecken.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand neben den Geförderten und ihren Familien das breite Bündnis an Partnern aus Stiftungen und Bildungsträgern. Deren Vertreterinnen und Vertreter begrüßten die Jugendlichen persönlich im Programm. Initiativpartner des Studienkompass sind die Deutsche Bank Stiftung, die Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Hauptförderer sind die Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Joachim Herz Stiftung. Zusammen mit zahlreichen regionalen Partnern bilden sie ein starkes Netzwerk und setzen sich für Chancengerechtigkeit in der Bildung ein.

Unmittelbar nach den Aufnahmefeiern starteten in allen Regionen der erste Workshop. In diesem reflektierten die Jugendlichen ihre Wünsche, Vorstellungen und Talente, glichen sie mit ihren Möglichkeiten ab und überlegten sich erste Schritte für ihren Zukunftsplan. Erfahrene Trainerinnen und Trainer sowie ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren begleiten sie auf dieser Reise. Ziel ist eine fundierte, informierte Entscheidung über Ausbildung oder Studium zu treffen und zukunftsrelevante Kompetenzen zu erlernen.

EIne Studienkompass-Teilnehmerin bekommt eine Urkunde und eine Blume überreicht.
Foto: aim
Dr. Sven Murmann übergibt eine Urkunde an eine Studienkompass-Teilnehmerin
Foto: sdw
Heike Humpf von der RAG-Stiftung begrüßt die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Studienkompass
Foto: Juliane_Herrmann/sdw

Ehemalige Geförderte des Schülerstipendienprogramms Zeig, was du kannst! berichten, was ihnen auf ihrem Weg geholfen hat.

Fast eine halbe Million junger Menschen sind in den letzten Wochen neu in die Ausbildung gestartet. Immer weniger Ausbildungsplätze, aber auch weniger Bewerbungen und unterschiedliche Erwartungen auf beiden Seiten sorgen seit Jahren für eine angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Hinzu kommt die Herausforderung, Auszubildende und Betriebe passend zueinander zu bringen – ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Ausbildungswege. Verlierer sind oft junge Menschen, die mit Herausforderungen in der Schule und beim Übergang in den Beruf zu kämpfen haben. Für sie ist es besonders schwierig, einen Ausbildungsplatz zu finden, der zu ihren Talenten und Interessen passt.

Mit dem Programm Zeig, was du kannst! unterstützt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) mit ihren Partnern seit vielen Jahren genau diese Jugendlichen und begleitet sie während der letzten zwei Schuljahre und im ersten Jahr der Berufsausbildung. Die Teilnehmenden kommen regelmäßig zu zweitägigen Workshops, den Future Camps, zusammen, die auch immer Besuche von Unternehmen beinhalten. Begleitet werden sie auf ihrem Weg auch von Coaches, die sie einmal im Monat in ihren Schulen besuchen und bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz unterstützen. Viele digitale Angebote, wie z. B. eine eigene App, runden das Programm ab.

Insgesamt 3.000 junge Menschen stehen durch diese Unterstützung mittlerweile erfolgreich im Berufsleben. Eine von ihnen ist Layal aus Bremen, die ihre Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung abgeschlossen hat und in diesem Beruf weiterhin mit viel Begeisterung und Engagement arbeitet. An ihre Zeit bei Zeig, was du kannst! erinnert sie sich gerne zurück: „Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen und durch die Coachings und Schulungen sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen. Außerdem sind während der Zeit im Programm Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten. Ich muss sagen, dass ich für die Erinnerungen an die Future Camps und die Freundschaften am meisten dankbar bin. Das sind Dinge, die man kein zweites Mal so erleben wird.“

In den nächsten Wochen werden auf der Website und den Social Media Kanälen der sdw noch weitere junge Berufstätige zu Wort kommen, die ihren Weg mit Hilfe von Zeig, was du kannst! gefunden haben. Weitere Infos unter www.sdw.org.

Über Zeig, was du kannst!

Zeig, was du kannst! wurde 2007 von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ins Leben gerufen. In 2025 fördert das Programm über 450 Jugendliche an 10 Standorten. In den letzten Jahren haben bereits 3.000 junge Menschen von der Initiative profitiert. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden schaffen den direkten Übergang in die Berufsausbildung oder an eine weiterführende Schule. Die positive Wirkung belegt auch eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, die das Programm in seiner Modellphase evaluiert hat. 

Hauptförderer von Zeig, was du kannst! sind die Lipoid Stiftung und die Globus-Stiftung. Weitere Förderer sind die Nikolaus Koch Stiftung, die Peter und Luise Hager-Stiftung, J.P. Morgan, die Werhahn Stiftung, die randstad stiftung, die Hans Weisser Stiftung, die Gedächtnisstiftung Dr. Peter H. Werhahn jun. und die Schultz Gruppe.