Leistungsstarke Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler können sich ab heute für ein Promotionsstipendium in unserem Studienförderwerk Klaus Murmann bewerben. Gesucht werden engagierte Promovierende aller Fachrichtungen, die Verantwortung übernehmen und die Gesellschaft aktiv mitgestalten möchten.

Mit unserem Promotionsstipendium unterstützen wir junge Forschende sowohl finanziell als auch ideell: Die Geförderten erhalten eine monatliche Unterstützung von bis zu 1.650 € sowie eine Forschungskostenpauschale und ggf. weitere Zusatzleistungen. Außerdem profitieren sie von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm mit Foren, Schreibwochen, Workshops und Webtalks speziell für Promovierende.

Auch darüber hinaus bietet das Studienförderwerk zahlreiche Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung: Das allgemeine Bildungsprogramm mit den Schwerpunkten Gründung und Unternehmertum, Nachhaltigkeit, Transformation und Bildung steht unseren Promovierenden ebenso offen wie die Aktivitäten der über 40 Regionalgruppen, die zur aktiven Vernetzung mit anderen Promovierenden, Studierenden, Alumnae, Alumni und Vertrauenspersonen einladen.

Angesprochen sind Absolventinnen und Absolventen mit guten bis sehr guten Studienleistungen, die am Beginn ihres Promotionsvorhabens stehen und sich gesellschaftlich engagieren möchten. Interessierte können ihre Unterlagen über unser Online-Bewerbungsportal einreichen. Alle Informationen zu Voraussetzungen, Bewerbungsunterlagen und Fristen finden sich auf unserer Website.

Jetzt informieren und noch bis zum 6. Mai bewerben:

www.sdw.org/promotion

Geförderte im Gespräch
Foto: Sebastian Weindel/sdw

Neuer Jahrgang des Hans Weisser Stipendiums

Am vergangenen Wochenende konnten wir in Berlin zehn neue Stipendiatinnen und Stipendiaten feierlich in das Hans Weisser Stipendium aufnehmen!

Unser gemeinsames Programm mit der Hans Weisser Stiftung ermöglicht den vier Männern und sechs Frauen eine individuelle Weiterqualifizierung im Ausland. Im Schnitt sind sie acht Monate mit ihrem Stipendium unterwegs – Ziele sind u. a. Kanada, Kolumbien, Australien, Schweden, Estland, die Niederlande, Großbritannien und die USA. Und auch thematisch wird wieder ein weites Spektrum abgedeckt: Die Projekte befassen sich z. B. mit geschlechtsspezifischer Gewalt, psychischer Gesundheit, nachhaltiger Stadtentwicklung, Bluttests zur Krebsrisiko-Einschätzung sowie mit Künstlicher Intelligenz und Klimaschutz.

Besonders wichtig: Alle Vorhaben zielen darauf ab, nachhaltig einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen!

Dr. Markus Baumanns (Vorstand) und Verena Lenzen (Geschäftsführung) von der Hans Weisser Stiftung waren beim Auftaktworkshop mit dabei, um die Stipendiatinnen und Stipendiaten persönlich im Programm zu begrüßen.

Mehr zum Hans Weisser Stipendium

Der neue Jahrgang des Hans Weisser Stipendiums.
Foto: Rolf Schulten/sdw
Der Auftaktworkshop des Hans Weisser Stipendiums in Berlin.
Foto: Rolf Schulten/sdw

Die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, hat die Schirmherrschaft für unser Schülerstipendienprogramm Studienkompass übernommen und schließt sich unserem Einsatz für mehr Chancengerechtigkeit an. „Es ist mir ein großes Anliegen, junge Menschen – insbesondere auch aus nichtakademischen Elternhäusern – dabei zu unterstützen, ihren Bildungsweg selbständig zu gestalten und diesen erfolgreich abzuschließen. Der Studienkompass leistet hier einen wichtigen Beitrag“, so die Bundesministerin.

Prien hob insbesondere den nachhaltigen und umfassenden Förderansatz des Studienkompass hervor, den auch die Alumnae und Alumni des Programms bestätigen. 93 Prozent der Absolventinnen und Absolventen sagen, dass der Studienkompass ihnen dabei geholfen hat, selbstbewusst ihren eigenen Bildungs- und Berufsweg zu finden.

Seit bald 20 Jahren unterstützen wir im Studienkompass gemeinsam mit unseren Partnern bundesweit junge Menschen dabei, die Möglichkeiten nach dem Abitur zu entdecken und ihre Zukunft selbst aktiv zu planen – bestimmt von ihren Interessen und Talenten, nicht von ihrer Herkunft! Aktuell fördern wir mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler, rund 4.900 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen.

Porträt-Foto von Karin Prien
Foto: Dominik Butzmann/Photothek

Studium? Ausbildung? Oder beides? Wusstest du, was du nach dem Abitur machen wolltest? Der Studienkompass unterstützt Schülerinnen und Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl.

Die Teilnehmenden werden drei Jahre begleitet – von der Schule bis ins Studium oder in die Ausbildung. Während dieser Zeit gewinnen die Jugendlichen Orientierung, Sicherheit und Mut für ihren nächsten Schritt. Ob Selbstreflexion, Studienwahl, Ausbildungs- oder Zukunftsplanung – die Workshops greifen Themen auf, die wirklich relevant sind. Digitale Bildung, MINT, kulturelle Bildung und Entrepreneurship ergänzen das Programm und eröffnen neue Blickwinkel. Der Studienkompass fördert Kreativität, Eigeninitiative und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Schülerinnen und Schüler können sich für den Studienkompass bewerben, wenn sie 2028 ihr (Fach-)Abitur machen und ihre Eltern nicht studiert oder keinen Studienabschluss in Deutschland erworben haben.

Eine Bewerbung ist bis zum 19. April 2026 an folgenden Standorten möglich: Augsburg, Berlin, Dresden, Duisburg/ Düsseldorf, Frankfurt am Main, Friesland und Wilhelmshaven, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Oberbergischer Kreis, Paderborn, Rostock, Ruhrgebiet und Stuttgart.

Informieren und weitersagen: www.studienkompass.de/bewerbung

Zudem bieten wir zwei Online-Infotermine an: am 24. Februar und 16. April 2026 – jeweils von 19:00 bis 19:45 Uhr. Mehr Informationen

Eine Studienkompass-Teilnehmerin gestaltet ein Plakat.
Foto: Michael Steinert/sdw

Studium mit Kindern – Zukunft gestalten

Wie ein Stipendium Freiräume schafft, Potenziale stärkt und Wege eröffnet.

Wenn Familienleben und Masterstudium aufeinandertreffen, braucht es mehr als gutes Zeitmanagement: Es braucht Rückhalt, Flexibilität und Menschen, die an einen glauben. Genau das hat Nils Felber durch sein Stipendium bei der sdw erfahren. Sein Weg zeigt eindrücklich, wie wertvoll eine Studienförderung sein kann – gerade für Studierende mit Kindern.

Nils ist seit Oktober 2024 Stipendiat unserer Nachwuchsinitiative chancengerechte Kitas (NicK). Er studiert im Master Empirische Bildungsforschung an der Uni Kassel, lebt aber in Weimar. Zu Beginn von Studium und Förderung war er noch Teil einer Patchworkfamilie mit seiner Frau und sechs Kindern. Seit dem zweiten Semester sind die beiden getrennt. Die Verantwortung für ihre drei gemeinsamen Kinder – zehn Jahre alte Zwillinge und eine fünfjährige Tochter – teilen sie sich weiterhin. Die ersten zwei Semester waren für Nils besonders herausfordernd: Viele Veranstaltungen fanden in Präsenz statt, sodass er regelmäßig zwischen Weimar und Kassel pendeln musste. Heute läuft vieles digital, was den Alltag erleichtert. Trotzdem jongliert er mit Studienanforderungen, Leistungsdruck und dem Familienmanagement.

Stipendiat Nils
Foto: privat

Rückhalt und Rückenwind durch die sdw

Im ersten Semester übernahm während seiner Abwesenheit Nils‘ Frau die Kinderbetreuung. Seit der Trennung teilen sie sich die Betreuung – das heißt eine Woche mit Kindern, eine Woche ohne. In der Kinderzeit bleibt neben Familie, Haushalt und Alltagsaufgaben oft nur wenig Raum fürs Studium. Die kinderfreie Woche nutzt er dafür umso intensiver. Neben Unterstützungsangeboten seiner Uni – wie Fristverlängerungen, „Leih-Nannys“ und psychosozialer Beratung – ist für Nils die Förderung durch die sdw entscheidend. „Die sdw gibt mir die Chance, meine Potenziale zu entfalten“, erzählt er. Das Stipendium gebe ihm Rückhalt und Sicherheit – gerade auch in der Zeit der Trennung. Seine Regionalbetreuerin reagierte sofort auf seine private Situation und bot flexible Lösungen an. Auch individuelles Coaching im Rahmen der NicK-Förderung habe ihm sehr geholfen. Besonders wichtig ist für Nils aber auch das Netzwerk der sdw: „Hier fühle ich mich aufgefangen, wertgeschätzt und inspiriert.“ Die parteipolitische Unabhängigkeit der sdw sei dabei ein Geschenk. Denn so kommen die vielfältigsten Menschen zusammen und alle eint der Wille, Verantwortung zu übernehmen und etwas in der Welt zu verändern.

Zwei Herzensprojekte

Nils hat eine klare Vision: Er möchte sogenannte „Entwicklungsgemeinschaften“ erforschen und fördern – Orte, an denen Menschen gemeinsam wachsen und wirken können. Auf Veranstaltungen der sdw erhält er dafür wertvolle Impulse. So inspirierten ihn die letzten Wissenschaftstage so sehr, dass er direkt ins Orgateam für die kommenden eingestiegen ist. Hierbei soll der Fokus folgerichtig auf starken Bildungsbiographien mit Impact auf die Gesellschaft liegen, also der Frage, wo man insbesondere auch aus der Forschung heraus aktiv mehr bewegen kann.

Für Nils sind in seiner aktuellen Lebensphase zwei Dinge besonders wichtig: Privat möchte er seine Kinder dabei begleiten, zu selbstbewussten Menschen heranzuwachsen. Beruflich möchte er einen Weg gehen, auf dem er die Gesellschaft mitgestalten und etwas zurückgeben kann. Die sdw sei dafür, so Nils, ein guter Wegbereiter und -begleiter.

Studierende aller Fachrichtungen können sich bis zum 3. März 2026 für unser Stipendium im Studienförderwerk Klaus Murmann  bewerben.

Stipendiat Nils schreibt am Laptop, während Kinder am Tisch spielen.
Foto: privat
Ein Kind am Computer.
Foto: privat

Dr. Sven Murmann folgt als Vorstandsvorsitzender auf Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger, der den Vorsitz des Kuratoriums übernimmt.

Zum Jahreswechsel hat die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ihre Gremien neu aufgestellt und mit einer zeitgemäßen Struktur ihre Effizienz und Zielgerichtetheit als Bildungsakteurin weiter gestärkt. Neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist Dr. Sven Murmann. Dr. Rainer Dulger wechselt vom Vorstandsvorsitz an die Spitze des Kuratoriums.

Dr. Sven Murmann ist bereits seit dem Jahr 2010 Mitglied des Vorstands. Der Hamburger Verleger und Geschäftsführende Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH führt den Einsatz für engagierte und talentierte Jugendliche in zweiter Generation fort. Auf Initiative seines Vaters, des damaligen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Prof. Dr. Klaus Murmann, wurde die sdw 1994 gegründet.

Der Vorstand wird ergänzt durch zwei stellvertretende Vorsitzende: Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg sowie von Unternehmer Baden-Württemberg hat diese Position bereits seit 2023 inne. Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ist seit 2020 Mitglied des Vorstands und übernimmt jetzt den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden. Als geschäftsführende Vorstände komplettieren Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung der sdw gGmbH, sowie Lars Krösche, Kaufmännischer Geschäftsführer der sdw gGmbH, den Vorstand.

Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger wechselt an die Spitze des Kuratoriums und unterstreicht damit die weiterhin enge Verbundenheit der Stiftung mit den Arbeitgeberverbänden. In den letzten beiden Jahren hat er die gemeinsamen Aktivitäten von Stiftung und Verbänden ausgebaut, die Neustrukturierung der sdw mit vorangetrieben und ist als Kuratoriumsvorsitzender nun für die Aufsicht der Holding zuständig. „Nur mit gut ausgebildetem Nachwuchs können wir den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zukünftig sichern. Als Arbeitgeberverbände arbeiten wir mit der sdw seit über 30 Jahren in diesem Bereich eng zusammen. Ich freue mich, diese Zusammenarbeit auch zukünftig als Kuratoriumsvorsitzender aktiv mitzugestalten“, so Dr. Rainer Dulger anlässlich der Gremienveränderungen.

Die erfolgreiche Arbeit der sdw als Gemeinschaftsinitiative fortzuführen und für die Zukunft aufzustellen, ist auch für Dr. Sven Murmann ein zentrales Anliegen als neuer Vorstandsvorsitzender: „Mehr denn je brauchen Wirtschaft und Gesellschaft junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten. Mit unseren Angeboten unterstützen wir genau diese Talente dabei, ihren Weg zu gehen. Die Förderung strategisch weiterzuentwickeln und zukunftsfähig auszugestalten, ist eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre. Als Vorstandsvorsitzender möchte ich die vielen Kräfte in der sdw bündeln und unsere Vorstellungen eines wertorientierten und innovativen Unternehmertums weitertragen.“

Über die Mitglieder des Vorstands der sdw

Dr. Sven Murmann, geboren 1967, ist Verleger und Geschäftsführender Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH. Er studierte Philosophie, Politische Wissenschaften und Psychologie in München, Cambridge (USA) und Zürich. Es folgten die Promotion im Fachgebiet Politische Philosophie, Forschungs- und Lehrtätigkeiten sowie die mehrjährige Geschäftsführung des Familienunternehmens Sauer Holding GmbH bis zur Gründung des Murmann Verlags 2004.

Oliver Barta, geboren 1967, ist seit 2023 Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall) sowie von Unternehmer Baden-Württemberg (UBW). Der studierte Jurist war zuvor in mehreren Anwaltskanzleien und in der Industrie, u. a. bei der Mannesmann Rexroth AG und der Bosch Thermotechnik GmbH tätig. Seit 2023 ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der sdw.

Christina Ramb, geboren 1973, ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Nach dem Jurastudium folgten Stationen im Bundestag, im Berliner Abgeordnetenhaus, bei der BDA und im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2020 wieder zur BDA zurückkehrte. Seitdem ist sie auch Mitglied des sdw-Vorstandes und jetzt stellvertretende Vorstandsvorsitzende der sdw.

Über die Mitglieder des Kuratoriums der sdw

Dr. Rainer Dulger, geboren 1964, ist geschäftsführender Gesellschafter der ProMinent GmbH in Heidelberg und seit 2020 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Er studierte Maschinenbau in Kaiserslautern und wurde anschließend zum Dr.-Ing. promoviert. 2023 übernahm er den Vorstandsvorsitz der sdw und wechselt jetzt als Vorsitzender in das Kuratorium.

Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Dr. Ulrike Murmann, Dr. Heiner Feldhaus, Frauke Plaß, Bertram Brossardt, Dr. Barbara Gerckens und Johannes Pöttering.

Über die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ist eine Gemeinschaftsinitiative für Bildung und fördert mit ihren Stipendienprogrammen bundesweit aktuell rund 4.400 junge Menschen. Seit über 30 Jahren setzen sich Arbeitgeberverbände, die Stifterfamilie Murmann, Ministerien, Unternehmen, Stiftungen und sdw-Alumni gemeinsam für erfolgreiche Bildungsbiographien und exzellenten Fach- und Führungskräftenachwuchs ein. Potenzialentfaltung, unternehmerisches Denken und Handeln und Chancengerechtigkeit stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten. 

Mehr Infos unter www.sdw.org

Dr. Sven Murmann folgt als Vorstandsvorsitzender auf Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger, der den Vorsitz des Kuratoriums übernimmt.

Zum Jahreswechsel hat die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ihre Gremien neu aufgestellt und mit einer zeitgemäßen Struktur ihre Effizienz und Zielgerichtetheit als Bildungsakteurin weiter gestärkt. Neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist Dr. Sven Murmann. Dr. Rainer Dulger wechselt vom Vorstandsvorsitz an die Spitze des Kuratoriums.

Dr. Sven Murmann ist bereits seit dem Jahr 2010 Mitglied des Vorstands. Der Hamburger Verleger und Geschäftsführende Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH führt den Einsatz für engagierte und talentierte Jugendliche in zweiter Generation fort. Auf Initiative seines Vaters, des damaligen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Prof. Dr. Klaus Murmann, wurde die sdw 1994 gegründet.

Der Vorstand wird ergänzt durch zwei stellvertretende Vorsitzende: Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg sowie von Unternehmer Baden-Württemberg hat diese Position bereits seit 2023 inne. Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ist seit 2020 Mitglied des Vorstands und übernimmt jetzt den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden. Als geschäftsführende Vorstände komplettieren Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung der sdw gGmbH, sowie Lars Krösche, Kaufmännischer Geschäftsführer der sdw gGmbH, den Vorstand.

Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger wechselt an die Spitze des Kuratoriums und unterstreicht damit die weiterhin enge Verbundenheit der Stiftung mit den Arbeitgeberverbänden. In den letzten beiden Jahren hat er die gemeinsamen Aktivitäten von Stiftung und Verbänden ausgebaut, die Neustrukturierung der sdw mit vorangetrieben und ist als Kuratoriumsvorsitzender nun für die Aufsicht der Holding zuständig. „Nur mit gut ausgebildetem Nachwuchs können wir den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zukünftig sichern. Als Arbeitgeberverbände arbeiten wir mit der sdw seit über 30 Jahren in diesem Bereich eng zusammen. Ich freue mich, diese Zusammenarbeit auch zukünftig als Kuratoriumsvorsitzender aktiv mitzugestalten“, so Dr. Rainer Dulger anlässlich der Gremienveränderungen.

Die erfolgreiche Arbeit der sdw als Gemeinschaftsinitiative fortzuführen und für die Zukunft aufzustellen, ist auch für Dr. Sven Murmann ein zentrales Anliegen als neuer Vorstandsvorsitzender: „Mehr denn je brauchen Wirtschaft und Gesellschaft junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten. Mit unseren Angeboten unterstützen wir genau diese Talente dabei, ihren Weg zu gehen. Die Förderung strategisch weiterzuentwickeln und zukunftsfähig auszugestalten, ist eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre. Als Vorstandsvorsitzender möchte ich die vielen Kräfte in der sdw bündeln und unsere Vorstellungen eines wertorientierten und innovativen Unternehmertums weitertragen.“

Über die Mitglieder des Vorstands der sdw

Dr. Sven Murmann, geboren 1967, ist Verleger und Geschäftsführender Gesellschafter der Murmann Publishers GmbH. Er studierte Philosophie, Politische Wissenschaften und Psychologie in München, Cambridge (USA) und Zürich. Es folgten die Promotion im Fachgebiet Politische Philosophie, Forschungs- und Lehrtätigkeiten sowie die mehrjährige Geschäftsführung des Familienunternehmens Sauer Holding GmbH bis zur Gründung des Murmann Verlags 2004.

Oliver Barta, geboren 1967, ist seit 2023 Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall) sowie von Unternehmer Baden-Württemberg (UBW). Der studierte Jurist war zuvor in mehreren Anwaltskanzleien und in der Industrie, u. a. bei der Mannesmann Rexroth AG und der Bosch Thermotechnik GmbH tätig. Seit 2023 ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der sdw.

Christina Ramb, geboren 1973, ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Nach dem Jurastudium folgten Stationen im Bundestag, im Berliner Abgeordnetenhaus, bei der BDA und im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2020 wieder zur BDA zurückkehrte. Seitdem ist sie auch Mitglied des sdw-Vorstandes und jetzt stellvertretende Vorstandsvorsitzende der sdw.

Über die Mitglieder des Kuratoriums der sdw

Dr. Rainer Dulger, geboren 1964, ist geschäftsführender Gesellschafter der ProMinent GmbH in Heidelberg und seit 2020 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Er studierte Maschinenbau in Kaiserslautern und wurde anschließend zum Dr.-Ing. promoviert. 2023 übernahm er den Vorstandsvorsitz der sdw und wechselt jetzt als Vorsitzender in das Kuratorium.

Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Dr. Ulrike Murmann, Dr. Heiner Feldhaus, Frauke Plaß, Bertram Brossardt, Dr. Barbara Gerckens und Johannes Pöttering.

Drei Fragen an Dr. Sven Murmann

Zu seinem Amtsantritt haben wir Sven Murmann drei Fragen zu seinem Engagement und den Zukunftsplänen für die sdw gestellt:

Sie haben die Gründung der sdw von Anfang an begleitet. Was hat Sie angetrieben, Ihr Engagement noch weiter auszubauen?

Die Bedeutung individueller Talentförderung habe ich als Alumnus eines anderen deutschen Begabtenförderwerks selbst erfahren dürfen. Durch die Begegnungen im Rahmen meiner Förderzeit habe ich erlebt, welche immense Bedeutung ein Stipendium in Verbindung mit der ideellen Förderung für Bildungsbiographien haben kann. Und gelungene Bildungsbiographien sind Grundlage für gelingende und erfolgreiche Berufsbiographien. Die sdw engagiert sich in diesem Feld seit nunmehr drei Jahrzehnten vorbildlich und überaus wirkungsvoll. Mit meinem Engagement möchte ich gerade in diesen Zeiten, in denen wir in Wirtschaft und Gesellschaft vor großen Herausforderungen stehen, durch das Fördern junger talentierter Menschen meinen Beitrag leisten. 

Deutschland und Europa stehen aktuell vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Wie können Stiftungen wie die sdw dazu beitragen, die Zukunft zu gestalten?

Stiftungen können Anstifter und Impulsgeber für zukunftsfähige gesellschaftliche Transformationen sein. Gerade im Bildungsbereich können Stiftungen meines Erachtens diese Aufgabe besonders wirksam wahrnehmen, wenn wir in Netzwerken und Partnerschaften denken. Neben den privaten und gemeinnützigen Partnern, den Unternehmen und Förderstiftungen spielen in unserem Fall der Bund und die Länder eine ganz besonders wichtige Rolle. Als etablierte Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wirtschaft ist die sdw prädestiniert dazu, ihre Programme und Projekte transferfähig anzulegen, umso einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Bildungsqualität zu leisten. Auch das gelingt uns aber nur, wenn wir mit anderen privaten Initiativen sowie mit den staatlichen Bildungsinstitutionen kooperieren. 

Wie sehen Ihre Ziele als Vorstandsvorsitzender aus? Welche Schwerpunkte möchten Sie setzen?

Den Kurs meiner Vorgänger möchte ich fortsetzen: Wir stiften Chancen mit besonderem Fokus auf Bildungsübergänge. Wir realisieren unsere Ziele durch Programme und Projekte für heranwachsende Talente in Schule und Hochschule. Als Stiftung der Deutschen Wirtschaft legen wir dabei besonderen Wert auf unternehmerisches Denken und Handeln sowie ein damit verbundenes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. 

Porträt-Foto von Sven Murmann
Dr. Sven Murmann, Foto: Michel Kreuz
Porträt-Foto von Oliver Barta
Oliver Barta, Foto: Südwestmetall
Porträt-Foto von Christina Ramb
Christina Ramb, Foto: BDA / Laurence Chaperon

Studieren mit Stipendium

Das Studienförderwerk Klaus Murmann öffnet sein Bewerbungsportal

Nutze deine Chance und bewirb dich bis zum 3. März 2026 (13:00 Uhr) für ein Stipendium im Studienförderwerk Klaus Murmann. Neben der finanziellen Unterstützung eröffnet das Stipendium neue Möglichkeiten, Wissen und Fähigkeiten über das Studienfach hinaus auszubauen und Teil eines großen Netzwerkes aus Geförderten, Alumni, Ehrenamtlichen und Partnern zu werden. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm bietet Schwerpunkte wie Gründung und Unternehmertum, Nachhaltigkeit und Transformation, Bildung und Wirtschaftsjournalismus.

Gefördert werden leistungsstarke, engagierte Studierende unabhängig von Studienfach und Hochschulart. Wir unterstützen sie dabei, sich zu wertorientierten und unternehmerisch denkenden Führungskräften in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zu entwickeln.

Für Fragen zur Bewerbung und Förderung gibt es kostenlose Online-Infotermine am 20. Januar und 19. Februar 2026 jeweils um 18:00 Uhr – einfach einloggen und losfragen!

Zwei Stipendiatinnen und zwei Stipendiaten unterhalten sich auf der Straße in Berlin.
Foto: Amin Akhtar/sdw

Unsere Studienförderwerks-Stipendiatin Kati Unger hat von 2018 bis 2024 Primare und elementare Bildung mit Nebenfach Anglistik für das Schulfach Englisch an der Universität Erfurt studiert. Zwischen Bachelor und Master hat sie 2021 ihre Tochter bekommen – ein bewusster Schritt, der ihr Leben veränderte. Ein Jahr Elternzeit folgte, danach stieg sie wieder schrittweise ins Studium ein. Heute arbeitet sie an ihrer Promotion zum Thema Kinderschutz als Anforderung und Ressource von Lehrkräften. Im Interview erzählt Kati, wie sie Prüfungsstress, Promotionsprojekt und Familienalltag unter einen Hut bringt.


Zwischen Kita-Schließzeit und Promotionskapitel

Die größte Herausforderung sei die Alltagsorganisation, erzählt sie: „Nicht nur organisatorisch, sondern auch mental.“ Ohne familiäres Netzwerk vor Ort müssen sie und ihr Partner alle Verpflichtungen präzise abstimmen. Krankheiten, spontane Schließzeiten oder einfach die Doppelbelastung von Studium und Muttersein erfordern Flexibilität – und mentale Stärke. Sie habe gelernt, in den kurzen, konzentrierten Arbeitsphasen sehr effizient zu sein und auch Perfektionismus loszulassen.

Familiengründung mitten im Studium

Die Entscheidung für ein Kind fiel bewusst zwischen Bachelor und Master. „Für mich war es der richtige Zeitpunkt“, sagt Kati. „Ich konnte den Master ein Semester später und Schritt für Schritt beginnen und nach einem Jahr Elternzeit wieder voll einsteigen.“ Auch für ihre berufliche Zukunft erscheint ihr dieser Weg vorteilhaft: Wenn sie nach der Promotion in den Beruf einsteigt, ist ihre Tochter bereits in einem Alter, in dem sich Abläufe leichter gestalten lassen.

Sorgenfreiheit durch das sdw-Stipendium

Das Stipendium im Studienförderwerk beschreibt Kati als „Sicherheitsnetz“. Es nimmt finanziellen Druck, da sie keinen Nebenjob braucht und die Kindergartenzeit ihrer Tochter komplett für ihre Promotion nutzen kann. Dazu kommt das starke Netzwerk der sdw – fachlich wie persönlich. Besonders wertvoll für ihr Forschungsprojekt seien die Kontakte aus den unterschiedlichen Bereichen, da Kinderschutz interdisziplinär gedacht werden muss.

Dank des Stipendiums blickt Kati entspannt und hoffnungsvoll auf ihre Zukunft, auch weil sie durch die Förderung Zugang zu Kontakten und Möglichkeiten bekommen hat, die sie ohne die sdw sicherlich nicht gehabt hätte: „Das gibt mir nicht nur Rückenwind für meine Promotion, sondern auch das Gefühl, dass sich für meine berufliche und persönliche Entwicklung Türen öffnen können, an die ich so vielleicht gar nicht denke.“

Lernen fürs Leben

Aus der Kombination von Studium und Muttersein habe sie vor allem eines gelernt: Prioritäten zu setzen und sich selbst dabei nicht zu vergessen. Kommunikation sei dabei der Schlüssel – insbesondere im Austausch mit ihrem Mann. Ein großes Vorbild war ihre Masterarbeitsbetreuerin, die mit Kindern promoviert hat. Das hat ihr Mut gemacht, diesen Weg zu gehen. Auch ihr Promotionsbetreuer habe von Beginn an Vertrauen in ihre Forschungsidee gesetzt und ihr den Weg erleichtert.

Was Hochschulen ändern sollten

Damit Eltern besser studieren können, wünscht Kati sich mehr Flexibilität: priorisierte Seminarplatzvergabe, familienfreundliche Abläufe und Verständnis bei Terminverschiebungen. Ihr Studium fiel in die Pandemiezeit. Positiv für sie als Jongleurin von Studium/Promotion und Familienmanagement war, dass hier viele digitale Angebote entstanden sind: „Präsenzseminare sind wertvoll, aber die Online-Lehre hat meinen Studienalltag als Mutter auf jeden Fall erleichtert.“

Katis Erfahrungen zeigen eindrücklich, dass Studium, Kind und Promotion kein Widerspruch sein müssen – sondern mit guter Organisation, starker Kommunikation, einem gesunden Mindset und der Unterstützung durch ein Stipendium zu einem Weg voller Chancen werden.

Porträt-Aufnahme von Stipendiatin Kati
Foto: privat
Stipendiatin Kati mit Kind
Foto: privat
Abschluss-Bild von Stipendiatin Kati
Foto: privat

Miteinander MINT entdecken

Fünfzig Geförderte starten mit Lehramt Mintoring bei der ersten Akademie in ihre MINT-Zukunft

Die Akademie des Schülerstipendiums Lehramt Mintoring brachte die Teilnehmenden mit einer gemeinsamen Vision zusammen: die Zukunft des MINT-Unterrichts aktiv mitzugestalten. In Tübingen setzten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten ein ganzes Wochenende lang mit Fragen rund um Studium, Unterricht und persönliche Berufswege auseinander. Die Neugier für MINT und das Lehramtsstudium war dabei jederzeit spürbar.

Begleitet von einem engagierten Trainerteam sowie ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren erhielten die Schülerinnen und Schüler unmittelbare Einblicke in den Studienalltag, berufliche Perspektiven und pädagogische Grundlagen. In Workshops, Austauschformaten und praktischen Übungen entstanden erste Unterrichtsideen und persönliche Zukunftspläne.

Besonders prägend war die Atmosphäre des Miteinanders: Die Akademie bildete eine Gemeinschaft, die stärkt, inspiriert und neue Wege eröffnet. Sie zeigt, wie junge Menschen motiviert und gut vorbereitet in ein Lehramtsstudium starten können – und wie wichtig Plattformen für Orientierung, Austausch und Ermutigung sind.

Lehramt Mintoring in Baden-Württemberg führen wir in Kooperation mit der Vector Stiftung und der Dieter Schwarz Stiftung durch.

Gruppen-Bild mit Teilnehmenden
Foto: sdw
Warm-up mit lachenden Jugendlichen
Foto: sdw
Jugendliche sitzen an einem Tisch und gestalten Plakate
Foto: sdw