Ein intensives Workshop-Wochenende für die Ehrenamtlichen des Studienkompass

Der diesjährige Mentoring-Workshop brachte 80 der 150 engagierten Mentorinnen und Mentoren des Studienkompassin Berlin zusammen. Unter dem Motto Mentoring mit Herz und Haltung – Jugendliche stärken, Perspektiven öffnen“ bot der Workshop Raum für Vernetzung, fachliche Vertiefungen und persönliche Begegnungen. Denn eine gute Haltung lernt und baut man im Miteinander aus. In der Praxis bedeutet das: „Ich bin da, ich nehme mein Gegenüber ernst, ich höre zu, ohne sofort zu bewerten oder zu wissen, was ‚richtig‘ ist.“

Der Workshop-Auftakt am Freitagabend im Festsaal der Berliner Stadtmission bot Raum für Wiedersehen, Kennenlernen und Austausch. Beim Abendessen und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm teilten Ehrenamtliche ihre persönlichen Geschichten aus dem Mentoring – eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Vertrauen und Begleitung Wirkung entfalten. Die Fotoecke sorgte nicht nur für den besonderen Spaß, sondern auch für handfeste Erinnerungsstücke.

Am Samstag folgten Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Studienkompass-Programms sowie die Gelegenheit, Fragen direkt mit dem Team zu klären. Anschließend wählten die Mentorinnen und Mentoren aus verschiedenen Themenforen aus: Aktives Zuhören, diversitätssensible Beziehungsarbeit, Studien- und Berufsorientierung oder Motivation und Bindung im Mentoring.

In den Barcamps am Nachmittag setzten die Ehrenamtliche hingegen ihre eigenen Schwerpunkte. Diskutiert wurden unter anderem Motivation der Teilnehmenden, Community Building, Forcierung von Glücksfaktoren, Organisation im Mentoring-Team sowie der Umgang im Mentoring mit der möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht. In den Barcamps kamen die Generations- und Migrationsvielfalt der Mentorinnen und Mentoren zum Tragen. Sie konnten ihre Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und miteinander Lösungen erarbeiten. 

Am Sonntag fanden für angemeldete Mentorinnen und Mentoren zwei Weiterbildungen zu diskriminierungskritischer Beziehungsarbeit sowie Ängsten und Depression bei Kindern und Jugendlichen statt.

Das Workshop-Wochenende zeigte erneut, wie wichtig engagierte Mentorinnen und Mentoren für eine starke Zivilgesellschaft sind. Beim Studienkompass tragen sie dazu bei, Chancengerechtigkeit zu fördern, demokratische Werte zu stärken und jungen Menschen Orientierung zu geben. Als Bildungsprogramm legt der Studienkompass Wert darauf, Wissen und Erfahrungen kontinuierlich weiterzugeben – nicht nur bei den eigenen Ehrenamtlichen, sondern der Studienkompass setzt ebenso auf Wissenstransfer bei Fachveranstaltungen im bildungspolitischen Netzwerk. Auch hier spielen die Mentorinnen und Mentoren eine zentrale Rolle wie zum Beispiel bei der Fishbowl-Diskussion „Mut entfalten – wie Mentor/innen den Zusammenhalt stärken“ auf dem Deutschen Stiftungstag 2025.

Wir bedanken uns für die starke Unterstützung unserer Ehrenamtlichen!

Zwei Teilnehmerinnen und eine Kollegin lächeln in die Kamera.
Foto: sdw
Teilnehmende sitzen im Stuhlkreis und eine Teilnehmerin steht in der Mitte.
Foto: sdw
Zwei Teilnehmende unterhalten sich
Foto: sdw

Unternehmen ist das Gegenteil von Unterlassen. Dieses Motto prägt nicht nur die School of Transformation, unser jüngstes Zusatzprogramm im Studienförderwerk Klaus Murmann, sondern auch das Denken und Handeln unserer Stipendiatin Julia Zeidler, die mit ihrem Projekt WIRksam zeigt, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt.

Im Gespräch erzählt sie, wie sie durch die sdw den Mut fand, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen – und warum „wirksam sein“ für sie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen zu schaffen und einfach anzufangen.

Wie bist du auf die sdw aufmerksam geworden und was hat dich an der School of Transformation besonders fasziniert?

„Das erste Mal bin ich 2016 auf einer Stipendienmesse in Gießen auf das Studienförderwerk Klaus Murmann aufmerksam geworden. Ich habe mich tatsächlich aber erst Jahre später, 2021, beworben – nachdem mein Partner in die Förderung aufgenommen wurde und ich durch erste Veranstaltungen und Gespräche mit Stipendiatinnen und Stipendiaten gespürt habe, wie viel Energie und Gestaltungswille in diesem Netzwerk steckt.

Die School of Transformation hat mich sofort begeistert, weil sie die zentralen Fragen und Sorgen unserer Generation ernst nimmt und zugleich den Anspruch hat, daraus gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ich mag das Motto „Unternehmen ist das Gegenteil von Unterlassen“, weil es genau diesen Geist trifft: nicht abwarten, sondern selbst handeln. Die School of Transformation ermutigt, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und mit einem eigenen Projekt die Welt ein Stück zu verändern. Mich aktiv einzumischen, gibt mir ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Zuversicht sowie das Vertrauen, dass man nicht allein ist und auch kleine Schritte Wirkung entfalten können. Und den Mut, weiterzumachen, selbst wenn man manchmal gegen Windmühlen kämpft.“
 

Du hast mit WIRksam bereits ein eigenes Projekt gegründet. Was war der Auslöser für diese Idee – und welche Vision verbirgt sich hinter dem, was ihr mit WIRksam erreichen möchtet?

„Die Idee zu WIRksam entstand, als ich auf Instagram die Geschichte eines kleinen Dorfes im Hunsrück sah: Weil sie vom Land Rheinland-Pfalz keine 500 Euro für Weihnachtsbeleuchtung bekamen, beschlossen sie, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Heute stehen dort Windräder, Kitaplätze sind kostenlos, und das Dorf hat Rücklagen in Millionenhöhe. Diese Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen, weil sie zeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen. Mit WIRksam wollen wir genau bei solchen Beispielen ansetzen: Wir möchten Strukturen schaffen, die gemeinsame Transformation dauerhaft ermöglichen. Als ersten Schritt schreiben wir eine Transformationschallenge aus, auf die sich Gruppen mit einer Projektidee bewerben können. Drei von ihnen bekommen die Möglichkeit, mit Finanzierung und unserer Unterstützung ihr Projekt innerhalb von vier bis acht Wochen umzusetzen. Unsere Vision ist, dass sich solche Gruppen zu lokalen WIRksam Clubs zusammenschließen und ein überregionales Netzwerk bilden. Wir stellen Materialien und relevante Ressourcen wie finanzielle Fördermöglichkeiten oder technische Infrastruktur bereit und die lokalen Gruppen setzen vor Ort selbstständig Projekte um. So entsteht eine WIRksam-Community, in der Menschen voneinander lernen, sich gegenseitig helfen und gemeinsam ihren Lebensraum und -alltag gestalten. Das ‚WIR‘ in WIRksam steht dabei für die Kraft der Gemeinschaft: dafür, dass man auch mit unterschiedlichen Meinungen viel erreichen kann, wenn man sich auf gemeinsame Ziele verständigt. Damit wirkt WIRksam nicht nur lokal, sondern auch gesellschaftlich und als Gegenpol zu spaltenden Narrativen, die heute viele Demokratien herausfordern. Mehr zu WIRksam und zur Transformationschallenge unter https://wirk-sam.org/ .

Ich habe die Überzeugung, dass wir die großen Fragen unserer Zeit nicht allein lösen können, aber gemeinsam viel mehr bewirken, als wir oft denken. Genau wie die sdw junge Menschen stärkt, möchten wir mit WIRksam zeigen, wie viel Gestaltungskraft in Gemeinschaft steckt, wenn Vertrauen, Verantwortung und Tatendrang zusammenfinden.“

Let’s bring it together: Inwiefern hilft dir das Stipendium in Bezug auf dein Projekt WIRKsam?Was aus deiner Förderzeit konntest du bereits auf dein Projekt anwenden? Oder andersrum gefragt: Inwiefern hat deine bisherige Erfahrung dir im Stipendium weitergeholfen?

„Es ist schwer, einzelne Punkte herauszugreifen, weil eigentlich meine gesamte Zeit in der sdw zu WIRksam beigetragen hat. Ohne die finanzielle Unterstützung wäre das Projekt in dieser Form gar nicht möglich: Sie gibt mir den Freiraum, Dinge einfach umzusetzen – eine Website zu hosten, Software zu nutzen, Prototypen zu entwickeln – ohne jedes Mal zu überlegen, ob ich mir das leisten kann. Das ist unglaublich befreiend und macht kreatives Arbeiten erst wirklich möglich.

Mindestens genauso prägend waren aber die Menschen und Veranstaltungen, die ich durch die sdw getroffen und besucht habe. In Seminaren wie der Entrepreneurship Academy oder der Start-up-Werkstatt habe ich gelernt, wie man Ideen strukturiert, Projekte agil weiterentwickelt und auch mal scheitert, um daraus zu lernen. Dieses Wissen fließt direkt in WIRksam ein, wenn wir Pilotphasen planen oder Feedback aus Gemeinden einholen, um unser Konzept weiterzuentwickeln.

Was mich aber am meisten geprägt hat, ist der Mut, Dinge einfach auszuprobieren. Die sdw ist ein Raum, in dem man experimentieren oder anecken darf und trotzdem Unterstützung bekommt. Diese Haltung hat mich befähigt, WIRksam überhaupt zu starten und dranzubleiben, auch wenn nicht alles von Anfang an durchdacht war. Und umgekehrt hat mir WIRksam geholfen, meine Rolle in der sdw noch aktiver zu gestalten: Ich bringe die Erfahrungen aus dem Projekt in Fachgruppen, Workshops und Diskussionen ein und merke immer wieder, wie viel Kraft entsteht, wenn man Wissen teilt und gemeinsam etwas aufbaut. Besonders schön ist es, meine Erfahrungen an jüngere Stipendiatinnen und Stipendiaten weiterzugeben oder sie bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen zu unterstützen. Denn genau darin zeigt sich für mich, was ‚wirksam sein‘ im eigentlichen Sinne bedeutet.“

Welcher Moment aus der Förderung war besonders prägend für dich und warum?

„Es gibt keinen einzelnen Moment, der für mich heraussticht. Vielmehr ist es dieses ganz besondere ‚sdwlerinnen- und sdwler-Phänomen‘, das mich immer wieder geprägt hat und bis heute verblüfft. Wenn man sich auf einer Veranstaltung begegnet, entsteht sofort ein Gefühl von Vertrauen und Vertrautheit, das ich so in keinem anderen Umfeld erlebt habe. Es ist, als würde man sich schon ewig kennen und gleichzeitig inspiriert jede Begegnung aufs Neue.

Man trifft Menschen, die alle auf ihre eigene Weise ‚krass‘ sind, viel erreicht haben, etwas bewegen wollen und sich gegenseitig in ihrer Begeisterung bestärken, anstatt sich zu vergleichen oder neidisch zu sein. Diese Mischung aus Leistungsbereitschaft, Offenheit und ehrlichem Interesse schafft eine Atmosphäre, in der man über Herausforderungen genauso offen sprechen kann, wie über Erfolge und dabei immer auf Augenhöhe bleibt. Mit sdwlerinnen und sdwlern kann ich leidenschaftlich diskutieren, völlig gegenteiliger Meinung sein und zehn Minuten später lacht man und trinkt gemeinsam ein Bier. Dieses Miteinander ist für mich wie eine zweite Familie. Ein Raum, in dem man sich sofort zugehörig fühlt, verstanden wird und nie das Gefühl hat, sich verstellen zu müssen.“
 

Warum sollten sich andere bei der sdw bewerben?

Weil die sdw weit mehr ist als eine finanzielle Unterstützung – auch wenn genau diese Freiheit unglaublich wertvoll ist. Aber das eigentlich Entscheidende ist die ideelle Förderung: die Begegnungen und Räume, die die sdw schafft. Die sdw stärkt dich darin, Verantwortung zu übernehmen, deinen Weg zu finden und mutig neue Wege zu gehen, auch wenn du noch nicht weißt, wo sie hinführen. Sie bringt Menschen zusammen, die etwas bewegen wollen, ohne sich gegenseitig zu übertrumpfen.

Wer bereit ist, sich zu hinterfragen und über sich hinauszuwachsen, ist hier genau richtig. Die sdw ist ein Ort für Menschen, die sich auf den Weg machen wollen, etwas zu bewegen und sich nicht nur auf die Geradlinigkeit ihres Lebenslaufs konzentrieren.“
 

Ein Tipp oder Rat von dir an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber oder auch an Gründerinnen und Gründer?

„Mein Tipp an Bewerberinnen und Bewerber:

1. Bewerbt euch! Ganz egal, ob ihr glaubt, eine Chance zu haben oder nicht. Geht rational ran und fragt euch: Was ist der Worst Case, wenn ich abgelehnt werde? Und die Antwort wird sein: Ihr habt vorher kein Stipendium und danach auch keines – ihr könnt also nur gewinnen. Daran erinnere ich mich immer, wenn ich vor einer Bewerbung stehe, und es hilft jedes Mal!

2. Denkt daran: Ein Stipendium ist keine Belohnung für gute Noten oder vergangene Leistungen, sondern ein Vertrauensvorschuss in euch als Person und in das, was ihr einmal sein und bewirken werdet. Überlegt euch also: Wer möchte ich sein, was möchte ich tun und warum? Je ehrlicher und konkreter ihr darauf antwortet, desto überzeugender seid ihr. Verstellt euch nicht! Es geht nicht darum, eine vermeintlich perfekte Rolle zu spielen, sondern darum, authentisch eure wahre Persönlichkeit und eure Träume zu zeigen.

Mein Tipp an Gründerinnen und Gründer – oder eigentlich fürs Leben:
Scheitern ist das Normalste der Welt. Nur wer bereit ist, Fehler zu machen, kann wirklich lernen und wachsen. Das ist meine Erkenntnis als Bildungswissenschaftlerin und meine Erfahrung als Gründerin. Traut euch, Risiken einzugehen, Dinge auszuprobieren und zwischendurch neu zu justieren. Die meisten guten Ideen entstehen nicht, weil jemand alles richtig oder nach Plan gemacht hat, sondern weil jemand mutig genug war, einfach anzufangen.“

Ein Bild von Julia Zeidler.
Foto: privat

Mentoring ist keine Einbahnstraße

TidA-Stipendiatin Fiona und Mentor Marc sind sich einig: Durch ihren Austausch und die gemeinsame Reflektion entsteht ein Lernprozess, der beide Seiten stärkt.

„Meine beiden Mentees sind sehr reflektierte, smarte und engagierte Menschen – insofern ist jedes Gespräch auch immer für mich eine Bereicherung!“ Mentor Marc Oliver Nickel, Jurist und Alumnus des Studienförderwerks Klaus Murmann

„Wir profitieren beide: Ich lerne Schritt für Schritt, Verantwortung zu übernehmen und Marc bekommt spannende Einblicke in die Sichtweisen der jüngeren Generation.“ Mentee Fiona Wirtz, TidA-Stipendiatin und Werksfeuerwehrfrau in Ausbildung

Durch TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung haben Fiona und Marc zusammengefunden. Fiona ist aktuell Stipendiatin und steckt in der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau beim Flughafen Düsseldorf, während Marc in Jura promoviert und das Social-Start-up Invest it e.V. gegründet hat. Als Alumnus hat Marc durch sein eigenes Stipendium im Studienförderwerk erfahren, wie hilfreich gezielte Unterstützung auf dem Bildungsweg sein kann: „Es gibt vermutlich wenige Dinge in meinem Leben, die meinen beruflichen und persönlichen Weg so stark mitbestimmt haben wie mein Stipendium durch die sdw. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, etwas an das Netzwerk der sdw zurückzugeben – TidA ist eine tolle Gelegenheit hierfür. Der Austausch mit meinen Mentees bereitet mir große Freude.“ Denn Marc begleitete neben Fiona noch ein weiterer TidA-Stipendiat und bringt sich mit seiner Offenheit und Leidenschaft in die Gespräche ein. „Wenn man merkt, dass man einen guten Impuls geben konnte oder sich eine neue Perspektive eröffnet, ist das für beide Seiten großartig.“

In regelmäßigen Abständen treffen sich Fiona und Marc online, da sie nicht in der gleichen Stadt leben. Sie nutzen diese Gespräche, um über Fionas Wunschthema Finanzen zu sprechen und um gemeinsam nächste Schritte zu planen. „Momentan beschäftigen wir uns intensiv mit den Grundlagen der Aktienmärkte und den Strategien. Wir haben uns als gemeinsames Ziel vorgenommen, dass Fiona am Ende die Finanz- und Aktienwelt sicherer versteht, eigenständig Informationen bewerten und Entscheidungen treffen kann“, erzählt Marc über ihren regelmäßigen Austausch. Auch Fiona hat durch die ersten Monate bereits vieles mitgenommen: „Ich schätze besonders, dass ich jemanden an meiner Seite habe, der mir gezielt helfen kann und sich ausdrücklich um meine Fragen und Probleme kümmert. Marc nimmt sich Zeit, auf meine Fragen einzugehen, sein Wissen zu teilen und mich Schritt für Schritt zu begleiten. Das Mentoring hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Finanzen richtig und nachhaltig zu verwalten. Ich habe dadurch mehr Sicherheit im Umgang mit Geld gewonnen und einen klareren Blick auf meine Zukunft entwickelt.“

Willst du dich auch als Mentorin oder Mentor engagieren? Melde dich unter tida@sdw.org!

Ein Coverbild von TidA-Stipendiatin Fiona und Mentor Marc.
Fotos: privat, Sebastian Woithe/sdw, privat

Auf Augenhöhe gemeinsam wachsen

Mentoring bei TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung

Eine Ausbildung bedeutet nicht nur Lernen im Betrieb und in der Berufsschule, sondern ist ein neuer Lebensabschnitt mit vielen unbekannten Herausforderungen. Deswegen stehen unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten bei TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren zur Seite. Eines dieser Tandems bilden Stipendiat Jan und Mentor Florian. Sie treffen sich regelmäßig online, um zu schauen, an welchen Punkten sich Jan Unterstützung wünscht.

 „Für mich ist Mentoring kein Belehren, sondern ein Dialog auf Augenhöhe! Wenn Jan nach dem Call weiß, womit er anfangen kann – und es sich für ihn stimmig anfühlt – war’s ein gutes Treffen.“ Mentor Florian Athens, Chief of Staff bei POMA AI

„Ich schätze Florians offene Art. Er hört zu, ohne zu beurteilen, auch bei sehr persönlichen Themen.“ Mentee Jan Rasmus Klasen, TidA-Stipendiat und Kaufmann für Tourismus und Freizeit in Ausbildung

Während Jan mitten in seiner Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit bei Visit Düsseldorf steckt, kommt Florian aus der beruflichen Bildung. Er bringt viele Jahre Erfahrung als Lehrkraft mit und arbeitet seit Kurzem bei einem Start-up, das sich auf KI-Anwendungen spezialisiert hat. Nebenbei engagiert er sich als Mentor bei TidA – aus Überzeugung: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hilfreich Begleitung in Übergangsphasen sein kann.“

Da Jan und Florian in verschiedenen Städten leben – Berlin und Düsseldorf – laufen ihre Treffen digital ab. Im Sommer, während Jans Urlaub in Berlin, konnten sie sich persönlich zum Frühstücken und Quatschen treffen. Der ehrliche Austausch und das Gespräch auf Augenhöhe stehen bei all ihren Treffen an oberster Stelle. Den Inhalt legt Jan fest: „Meist habe ich schon ein Thema im Kopf, das ich mit in die Gespräche nehme, wie zum Beispiel Zeitmanagement oder Finanzen. Beides wichtige Punkte, wenn man eine eigene Wohnung in Düsseldorf bezahlt und ein Ehrenamt ausübt, während man gleichzeitig 40 Stunden arbeitet und noch für die Schule lernen muss. Zurzeit geht es daher um das Aufbauen von gesunden Routinen neben dem Job und dem Ehrenamt.“

Florian unterstützt ihn mit seiner Erfahrung. Er weiß, dass es meist nicht auf die eine große Erneuerung ankommt, sondern auf viele kleine Veränderungen über eine längere Zeit. Genau das gibt er Jan bei den Treffen mit: „Wir nehmen den Druck raus, sortieren gemeinsam und landen bei einem kleinen, machbaren nächsten Schritt. Dabei behalten wir auch die langfristigen Ziele im Blick. Diese ruhigen, ehrlichen Gespräche machen für mich das Mentoring zu etwas Besonderen.“

Durch ihre regalmäßigen Treffen hat Jan schon viel mitgenommen: „Durch Florians Tipps zum Zeitmanagement kann ich meine Alltagsaufgaben vielmehr strukturieren und ich habe gelernt, Prioritäten besser zu setzen. Das hat dazu geführt, dass ich mir selbst deutlich weniger Druck mache und langfristig wieder entspannter geworden bin, auch zu mir selbst. Man muss nicht immer alles sofort können oder schaffen, Hauptsache man hat ein Ziel vor Augen und versucht, jeden Tag mit kleinen Schritten dieses Ziel zu erreichen.“

Von dem Austausch profitieren beide, wie Mentor Florian klar macht: „Jan bringt seine Themen ein, ich meine Erfahrung, und wir lernen beide. Es ist für mich eine gute Möglichkeit, etwas zurückzugeben und gleichzeitig neue Impulse mitzunehmen. Durch Jan bekomme ich Einblicke in interessante Themen. Seine Ideen und Fragen bringen mich selbst zum Nachdenken.“

Jans Fazit zum Mentoring zeigt, wie hilfreich es sein kann, eine Person mit Blick von außen an seiner Seite zu haben: „Am Ende schätze ich am meisten den Fakt, dass jemand da ist, mit dem ich jederzeit reden kann. Die Möglichkeit, Situationen aus der Arbeit oder der Berufsschule anzusprechen, die einen gestört haben, und eine zweite Meinung einzuholen, ist für mich eine große Unterstützung.“

Willst du dich auch als Mentorin oder Mentor engagieren? Melde dich unter tida@sdw.org!

Ein Coverbild von Stipendiat Jan und Mentor Florian.
Fotos: Düsseldorf Tourismus GmbH/Oliver Druse, Sebastian Woithe/sdw, privat

futureCon 2025 – Wo Ideen wachsen

Am letzten Septemberwochenende kamen in Stuttgart 75 Geförderte der Entrepreneurship Talent Academy (ETA) sowie 45 motivierte Teilnehmende des Studienkompass zur futureCon 2025 zusammen. Drei Tage lang stand die Konferenz ganz im Zeichen von Unternehmertum, Kreativität und gemeinsamer Zukunftsgestaltung, bei der die jungen Talente gemeinsam lernten, experimentierten und einander inspirierten.

In abwechslungsreichen Workshops, Impulsen und Teamarbeiten entwickelten die Jugendlichen innovative Ansätze, erprobten Methoden aus der Praxis und erhielten wertvolle Unterstützung von erfahrenen Gründerinnen und Gründern, unter denen sich auch einige Alumni und Alumnae der ETA befanden. Neben Wissen und Werkzeugen war es vor allem die motivierte Energie von Zusammenarbeit, Austausch und Inspiration, die die futureCon erneut prägte.

Das Highlight war der Abschluss-Pitch: In packenden Präsentationen stellten die Teams ihre Projekte vor und machten deutlich, wie viel in kurzer Zeit entstehen kann, wenn Ideen, Mut und Zusammenarbeit aufeinandertreffen.

Mit der futureCon endet die 4. ETA-Staffel – und beginnt eine neue: Vom 29. September bis 7. Dezember 2025 können sich Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe aus den Regionen Sachsen, Stuttgart und dem Raum Frankfurt a. M. wieder kostenlos für die Förderung bewerben.

Alle Infos zur Bewerbung

Die Entrepreneurship Talent Academy ist ein Spin-off unseres Schülerprogramms Studienkompass und wird in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung durchgeführt.

Teilnehmende und GF tauschen sich aus.
Foto: Daniel Bauer/sdw
Teilnehmende hält eine Rede.
Foto: Daniel Bauer/sdw
Eine Gruppe jubelt für ein Gruppenfoto.
Foto: Daniel Bauer/sdw
Teilnehmer stellt eine Frage oder hält eine Rede.
Foto: Daniel Bauer/sdw
Zwei junge Frauen unterhalten sich.
Foto: Daniel Bauer/sdw
Drei junge Frauen unterhalten sich.
Foto: Daniel Bauer/sdw

100 Talente fürs Lehramt

Die Schülerstipendienprogramme Lehramt Mintoring und Zukunft Lehramt fördern den Nachwuchs

Zum Beginn des neuen Schuljahres begrüßen die Schülerstipendienprogramme Lehramt Mintoring und Zukunft Lehramt ihre neuen Geförderten aus Baden-Württemberg. Insgesamt 100 motivierte Schülerinnen und Schüler, die sich vorstellen können, Lehramt zu studieren, wurden am Wochenende gemeinsam mit ihren Familien auf dem Bildungscampus in Heilbronn feierlich begrüßt. Beide Programme verfolgen das Ziel, Schülerinnen und Schüler für ein Lehramtsstudium zu begeistern: Lehramt Mintoring setzt den Fokus auf die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), während Zukunft Lehramt alle Schulfächer berücksichtigt.

Die Jugendlichen werden in den kommenden Jahren intensiv begleitet – von der Oberstufe bis ins erste Jahr an der Hochschule. Bei Akademien, Online-Workshops und Exkursionen zu Hochschulen tauchen sie ins Lehramtsstudium ein und erhalten bei ihrer Studienentscheidung individuelle Unterstützung. Zur Seite stehen ihnen dabei ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren, die ihre Erfahrungen aus dem Lehramtsstudium teilen und bei der Aufnahmeveranstaltung ebenfalls vor Ort waren.

Die Stimmung beim Auftakt lud zum Austausch und Vernetzen ein: Prof. Dr. Bärbel G. Renner, Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung, Dr. Kristine Bentz, Leiterin Forschungsförderung der Vector Stiftung, und Dr. Ulrich Hinz, Clusterleitung Schule und Übergänge der sdw, zeigten sich begeistert von den neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich bereits vor dem Schulabschluss aktiv mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Mit genau diesem Engagement und dieser Motivation werden sie auch zukünftig im Lehrberuf begeistern und überzeugen können!

Lehramt Mintoring setzen wir in Baden-Württemberg gemeinsam mit der Vector Stiftung und der Dieter Schwarz Stiftung um, Zukunft Lehramt gemeinsam mit der Dieter Schwarz Stiftung.

Ullrich Hinz und Andrea Freudenberg sitzen gemeinsam mit anderen Teilnehmenden und andere Teilnehmende tauschen sich aus.
Foto: Laura Boysen/sdw
Zwei junge Menschen unterhalten sich.
Foto: Laura Boysen/sdw
Das Publikum jubelt.
Foto: Laura Boysen/sdw

In Vorbereitung auf das „Gründer- und Unternehmer:innenforum (GUF)“ bot das Studienförderwerk Klaus Murmann in diesem Jahr wieder diverse Workshops, Pitches und neue Kontakte für die Geförderten an. Im Haus der Deutschen Wirtschaft kamen bereits zum zweiten Mal Stipendiatinnen und Stipendiaten der Zusatzangebote markt. medien. machen und der Start-up-Werkstatt zusammen, um im Vorfeld des GUF an ihren Fähigkeiten zu arbeiten, voneinander zu lernen und ihr unternehmerisches Denken weiterzuentwickeln. Neben den programmspezifischen Workshops nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen, Synergien zu entdecken und ihr Netzwerk zu erweitern.

Bei der Start-up-Werkstatt drehte sich alles um den DemoDay: Nach einem interaktiven Training zu Bühnenpräsenz und Auftrittssicherheit stellten die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Gründungsideen in den DemoSessions vor einer ehrenamtlichen Jury vor. Die überzeugendsten Teilnehmenden erhielten im Anschluss die besondere Chance, ihre Ideen auch beim GUF auf großer Bühne zu präsentieren und wertvolles Feedback aus der Community mitzunehmen.

Die Geförderten von markt. medien. machen lernten währenddessen, wie Social-Media-Kampagnen umgesetzt werden und welche Rolle Mobile Reporting dabei künftig spielt. Im Mobile-Reporting-Workshop mit Trainer Rainer Blank erfuhren sie, wie man gutes Mobile Reporting erstellt und was beim Dreh von Interviews oder Social-Media-Beiträgen zu beachten ist. Vor der Kamera durften sie selbst aktiv werden – und zeigten dabei großes Talent!

Ein gemeinsamer Höhepunkt war dann der Besuch des GUF, das in diesem Jahr unter dem Motto „NextGen Entrepreneurship: Zukunft gestalten, Impact schaffen“ stand. In Workshops, Keynotes, Podiumsdiskussionen und Barcamps diskutierten die Studierenden mit Gründerinnen und Gründern aus der sdw-Community, knüpften neue Kontakte und sammelten Inspirationen für ihre eigene Zukunft.

markt. medien. machen ist ein Zusatzangebot des Studienförderwerks Klaus Murmann. Kooperationspartner ist die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Die Start-up-Werkstatt ist ein Angebot für Stipendiatinnen und Stipendiaten des Studienförderwerks Klaus Murmann und wird in Kooperation mit der Heinz Nixdorf Stiftung durchgeführt.

Eine Gruppe jubelt für ein Gruppenfoto.
Foto: Amin Akhtar/sdw
Eine Teilnehmerin lächelt.
Foto: Amin Akhtar/sdw
Eine Gruppe posiert für ein Gruppenfoto.
Foto: Amin Akhtar/sdw
Drei junge Männer lächeln.
Foto: Amin Akhtar/sdw
Teilnehmer sitzt im Seminar und erklärt etwas.
Foto: Amin Akhtar/sdw

Gestärkt für das MINT-Lehramt

Das Schülerstipendium Lehramt Mintoring in Baden-Württemberg zeigt Wirkung

Mit Blick auf KI, Digitalisierung und Klimawandel werden junge Talente im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) verstärkt gebraucht – insbesondere motivierte und gut ausgebildete Lehrkräfte, die Jugendliche für diese Fächer begeistern. An diesem Punkt setzt Lehramt Mintoring erfolgreich an – wie die Abschlussbefragung der Geförderten zeigt.

Zielstrebig, gut vorbereitet und mit vielseitigen Erfahrungen schließen die Absolventinnen und Absolventen das Programm ab: 84 % der Teilnehmenden gaben an, im Laufe der dreijährigen Förderung lehramtsrelevante Kompetenzen erworben zu haben, z. B. in Didaktik und digitale Kenntnisse. Auch bei den Übergängen von Schule an die Universität wird deutlich, dass das Stipendium Schülerinnen und Schüler für MINT und das Lehramt begeistert: 52 % der Absolvierenden entschieden sich für ein MINT-Lehramtsstudium, 32 % für ein MINT-Studium und 4 % für ein anderes Lehramtsstudium. Die jungen Studierenden stehen auch später hinter ihrer Entscheidung. Denn 88 % der Befragten würden ihren aufgenommenen Studiengang wieder wählen.

Die Ergebnisse der Befragung stehen ab sofort online hier bereit.

Lehramt Mintoring wurde im Jahr 2012 von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gestartet und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Seit 2021 wird Lehramt Mintoring in Baden-Württemberg landesweit angeboten. Partner der sdw sind die Vector Stiftung und die Dieter Schwarz Stiftung.

Zwei Menschen experimentieren.
Foto: Elisa Berdica/sdw
LAM Grafik
Foto: sdw

Mit Elan und Engagement in die Ausbildung

TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung nimmt den zweiten Jahrgang auf

Anfang September wurden 49 engagierte Auszubildende aus Berlin und Düsseldorf in der Förderung begrüßt. An beiden Standorten feierten die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Aufnahme. In Düsseldorf waren sie zu Gast bei der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. und in Berlin beim Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. Dadurch konnten beide Regionalgruppen sich untereinander kennenlernen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der sdw und SBB trafen sie auch auf ihre ehrenamtlichen Gruppenkoordinatorinnen und -koordinatoren, die sie für die Zeit in der Förderung begleiten. Neben einer finanziellen Unterstützung dürfen sich die Azubis auf Regionaltreffen, spannende Weiterbildungsangebote sowie ein Mentoring freuen.

Nach dem offiziellen Part bot ein Walk’n’Talk durch Berlin Gelegenheit zum persönlichen Austausch – abgerundet von einem gemeinsamen Abendessen. Wir freuen uns über den zweiten TidA-Jahrgang, der jetzt in Berlin und Düsseldorf durchstarten kann.

TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung führen wir in Kooperation mit der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durch.

Drei fröhliche Stipendiatinnen halten ihre Urkunden in der Hand.
Foto: Sebastian Woithe/sdw
Teilnehmer jubeln für ein Gruppenfoto.
Foto: Sebastian Woithe/sdw
Stipendiatinnen zeigen Schild in der Hand und lächeln.
Foto: Sebastian Woithe/sdw

Der Startschuss für Jugendliche in ihre Studien- und Berufsorientierung

Die Sommerferien gehen nach und nach in den Bundesländern zu Ende. Damit beginnt nicht nur ein neues Schuljahr, sondern für die Schülerinnen und Schüler an unseren verschiedenen Standorten auch ihre Reise mit dem Studienkompass. Gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnern dürfen wir uns in den nächsten Wochen auf Aufnahmefeiern in ganz Deutschland freuen.

Die Geförderten stehen alle zwei Jahre vor dem Abitur und kommen aus Familien, in denen bislang niemand akademische Erfahrungen gesammelt hat. In Dresden sind bereits 20 Schülerinnen und Schüler in die Förderung gestartet. Gestern folgte die Aufnahmefeier im Oberbergischen Kreis. Im Hans Hermann Voss-Forum in Wipperfürth wurden die 20 neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten feierlich im Programm begrüßt. Die Hans Hermann Voss-Stiftung ermöglicht das Angebot vor Ort seit mehreren Jahren. Über 200 junge Menschen aus der Region haben bereits davon profitiert.

Bis Mitte Oktober folgen weitere elf Aufnahmefeiern an verschiedenen Standorten. Wir sagen herzlich willkommen im Netzwerk und wünschen viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Studien- oder Ausbildungsplatz! Denn in den nächsten drei Jahren beschäftigen sich die Jugendlichen mit Fragen rund um ihre berufliche Zukunft. Der Studienkompass begleitet sie mit Workshops, digitalen Angeboten und ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren.

Das Förderprogramm unterstützt bundesweit aktuell mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung beim Übergang von der Schule an die Hochschule oder in die Ausbildung. Rund 4.600 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen. Eine Absolvierendenbefragung des Studienkompass zeigt die große Wirksamkeit der Förderung bei Jugendlichen aus nichtakademischen Familien. Etwa 93 % der Ehemaligen geben an, durch den Studienkompass bestärkt worden zu sein, die eigene berufliche Orientierung selbstbewusst anzugehen. Rund 89 % bestätigen, dass die Förderung ihnen geholfen hat, die Herausforderung als Erstakademiker/innen zu meistern. Alumna Mija fasst ihre Zeit im Studienkompass folgendermaßen zusammen: „Der Studienkompass hat mir den Raum gegeben, größer zu denken, mich da zu sehen, wo ich mich sonst nie gesehen hätte.“

Die Stipendiaten halten ihre Urkunden in die Kamera und machen ein Gruppenfoto.
Foto: sdw
Stipendiaten machen ein Gruppenfoto vor einem Gebäude.
Foto: sdw