Wenn aus Ideen Zukunft wird!

Bis zum 27. September 2026 können sich gründungsinteressierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus Sachsen, Stuttgart, Rhein-Main und Heilbronn für die Entrepreneurship Talent Academy (ETA) der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und der Karl Schlecht Stiftung bewerben.

Die ETA lädt Jugendliche dazu ein, Unternehmertum als mögliche Zukunftsperspektive aktiv zu entdecken. In interaktiven Workshops und praxisnahen Online-Trainings tauchen die Teilnehmenden in die Start-up-Welt ein: Sie entwickeln eigene Gründungsideen, lernen unternehmerisches Denken und Handeln kennen und sprechen mit jungen Gründerinnen und Gründern über Wege, Herausforderungen und Erfolge aus der Praxis. Gleichzeitig stärkt das Programm zentrale Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Teamfähigkeit und Verantwortungsübernahme.

Die sechsmonatige Förderung startet im November 2026 mit regionalen Kick-off-Workshops und mündet in das überregionale Abschlussevent „futureCon“ in Stuttgart.

Die Bewerbung erfolgt online über das Bewerbungsportal der sdw. Erwartet werden ein kurzes Motivationsschreiben sowie Angaben zur eigenen Person. Die Teilnahme am Programm ist kostenfrei.

Weitere Informationen zum Programm und zur Bewerbung gibt es hier

Die Entrepreneurship Talent Academy (ETA) ist ein Spin-off des Schülerprogramms Studienkompass und wird von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung durchgeführt.

Zwei junge Menschen lächeln während eines Workshops. Sie stehen vor zwei Plakaten.
Foto: Daniel Bauer/sdw
Eine Gruppe junger Menschen lächeln und schauen auf den Laptop.
Foto: Daniel Bauer/sdw

Warum gute Führung im Körper beginnt

Unsere Hans Weisser Stipendiatin Carolin Federolf im Interview.

Carolin absolviert gerade mit dem Hans Weisser Stipendium eine Embodied Leadership Coaching Ausbildung am Strozzi Institute in Rom. Ein inhaltlicher Fokus liegt dabei auf der Frage, was menschliche Führung kann, was Algorithmen nicht können – und warum die Antwort hierzu im Körper beginnt.

Carolin Federolf lächelt in die Kamera.
Foto: privat

Hi Carolin, wie bist du zu dem Thema Körperbewusstsein in Leadership gekommen?

„Der Wunsch, organisationale und gesellschaftliche Veränderung nachhaltig mitzugestalten, zieht sich durch mein Berufsleben. So sehr die gängigen Ansätze ihre Berechtigung haben, reichen sie in Zeiten zunehmender Komplexität und abnehmender Stabilität ‚im Außen‘ aber oft nicht aus. Wir brauchen mehr Kompetenzen ‚im Innen‘. In unserer westlichen Kultur treffen wir Entscheidungen meist so, als würde unser Körper beim Hals aufhören. Gleichzeitig zeigt die Neurowissenschaft, dass unser Körper ständig Signale verarbeitet, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Wenn wir lernen, mit unseren Körperempfindungen in Kontakt zu kommen, erweitert sich unser Handlungsrepertoire – neue Impulse entstehen, die vorher nicht möglich waren.

Algorithmen übernehmen mittlerweile immer mehr Entscheidungen, die ‚objektiv‘ wirken, aber gelernt sind aus Daten, die die heutige Realität und Entscheidungslogiken abbilden. KI-Kompetenz ist wichtig, keine Frage. Aber die Fähigkeit, Systeme kritisch zu lesen, Muster zu hinterfragen und unter Unsicherheit verkörpertes Urteilsvermögen einzubringen, wo Algorithmen es nicht können, das ist für mich die eigentliche Führungsaufgabe, die uns bevorsteht.“

Welche Rolle spielen Lissabon und Rom dabei?

„Im Herbst habe ich zwei Monate in Lissabon verbracht und am Web Summit teilgenommen. Parallel vertiefe ich aktuell meine Ausbildung als Embodied Leadership Coach am Strozzi Institute in Rom, es ist eine der weltweit renommiertesten Ausbildungen in diesem Feld. Die Methodik wurde u. a. in der Ausbildung von US-Marine-Offizieren erprobt.“

Kannst du uns drei Punkte nennen, die du bisher aus deiner Ausbildung mitnehmen konntest?

„Erstens: Wir wissen oft genau, was wir anders machen wollen und tun es trotzdem nicht: Embodied Leadership setzt dort an, wo klassisches Coaching oft aufhört: im Körper, in den eingeübten Mustern, die wir unter Druck automatisch abrufen.

Zweitens: Nachhaltige Veränderung braucht Wiederholung und Praxis, nicht nur Reflexion. Neue Verhaltensweisen müssen buchstäblich ins Nervensystem eingeübt werden.

Drittens: Unter Unsicherheit und Druck greifen wir auf das zurück, was wir am tiefsten eingeübt haben, nicht zwingend auf die sinnvollste Entscheidung im Moment. Deshalb ist verkörperte Handlungsfähigkeit für mich die entscheidende Führungskompetenz in einer Welt, in der Algorithmen das Schnelle übernehmen.“

Vielen Dank für diesen Einblick!

Ein Bild von dem web-summit Event.
Foto: privat
Carolin Federolf und weitere Frauen beim Sport.
Foto: privat

Joachim (18), Studienkompass-Teilnehmer

Joachim weiß noch nicht genau, wie es für ihn nach der Schule weitergeht. Auf den Studienkompass wurde er über seine Schule aufmerksam, die Stadtteilschule Stellingen. Er entschied sich, Teil des Programms werden zu wollen und seine Bewerbung war erfolgreich. Joachim schätzt dabei besonders die Möglichkeit, den Weg in die Zukunft gemeinsam mit anderen zu gehen — und dabei trotzdem den eigenen Weg zu finden.

Der Studienkompass unterstützt ihn dabei, sich beruflich zu orientieren, persönliche Stärken zu erkennen und passende Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Durch das Stipendium lernt Joachim nicht nur neue Menschen kennen, sondern vor allem auch sich selbst. „Unterschiedliche Perspektiven, Lebensentwürfe und Zukunftsvisionen inspirieren mich“, sagt er. Der Austausch mit anderen hilft ihm herauszufinden, was er möchte – und auch, was nicht. Die Begegnungen geben ihm neue Impulse, regen ihn zur Selbstreflexion an und motivieren ihn, sich intensiver mit seiner eigenen Zukunft auseinanderzusetzen.

Besonders wichtig ist ihm, dass im Studienkompass Raum für Individualität bleibt: „Hier kann man sein, wer man ist. Niemand wird ausgeschlossen oder in eine bestimmte Richtung gedrängt. Am Ende geht es darum, sich selbst zu finden.“

Auch die Vielfalt innerhalb des Programms erlebt Joachim als Bereicherung: „Beim Studienkompass lernt man mehr über sich selbst und die Welt. Unterschiedliche Perspektiven eröffnen neue Blickwinkel, auf die man allein vielleicht nicht kommt. Sie helfen dabei, sich in der Welt zu orientieren und den eigenen Weg darin zu finden.“

Joachim Schmidt lächelt in die Kamera.
Foto: privat

„Engagiert. Aufgeschlossen. Zielstrebig.“

So beschreibt sich unsere Alumna des Studienförderwerks Vivian Osuoha in drei Worten selbst – und genau diese Eigenschaften haben sie dorthin gebracht, wo sie heute steht. Vor sieben Jahren begann ihre Reise mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Heute arbeitet sie als Apothekerin und blickt auf eine Zeit zurück, die sie fachlich, aber vor allem auch persönlich geprägt hat.

Hallo Vivian, was waren deine Highlights während des Stipendiums?

„Für mich waren die vielfältigen Seminare und Workshops sehr hilfreich. Besonders spannend fand ich die Werksführung bei Bayer, bei der wir als MINT-Stipendiaten an einem Projekt gearbeitet haben. Die interdisziplinären Ansätze haben uns alle begeistert.“

Wer oder was inspiriert dich in deinem Denken und Handeln und gibt es ein Motto, das dich antreibt?

„Das Motto „Change your thoughts and you change the world“ von Norman Peale begleitet mich im Alltag. Oft wirkt ein Problem aus einem anderen Blickwinkel schon deutlich leichter lösbar. Außerdem erinnert mich das Zitat daran, wie sehr man mit Empathie sein berufliches und privates Umfeld beeinflussen kann.“

Was liebst du an deinem Job als Apothekerin und welche Ziele verfolgst du für die Zukunft?

„Pharmazie ist eine vielfältige Wissenschaft, für die ich mich auch nach dem Staatsexamen weiter begeistere. Ich werde als wissenschaftliche Autorin in einem Magazin, gerichtet an Studierende, weiter aktiv sein und die Freude an der Wissenschaft noch in andere Gebiete meiner Arbeit tragen. Mir gefällt außerdem die Arbeit mit Menschen. In dem Bereich entwickelt sich besonders die Krankenhauspharmazie und Industrie in eine spannende Richtung. “

Was verbindest du ganz persönlich mit dem Begriff Diversität?

„Diversität macht für mich eine Vielfalt an Menschen aus, die mithören, mitreden und mitentscheiden. Diese gesellschaftliche Teilhabe ist ein Recht und gerade geht sie an vielen Orten weltweit zurück. Die Stimmen von Minderheiten einzubeziehen, hilft mir, kreativer, offener und fairer zu handeln. Ich wünsche anderen Menschen, diese Erfahrung auch machen zu dürfen.“

Vivian Osuoha lächelt in die Kamera.
Foto: privat

Mehr Zeit für die eigene Zukunft

Der Studienkompass verlängert die Bewerbungsphase bis zum 3. Mai 2026

Mit Workshops, Coachings, Gruppentreffen und digitalen Formaten unterstützt der Studienkompass Schülerinnen und Schüler drei Jahre bei der Berufs- und Studienwahl. An den Standorten Duisburg/Düsseldorf, Heilbronn, Ruhrgebiet und Stuttgart geht es in die Verlängerung der Bewerbungsphase. Bis zum 3. Mai 2026 können sich Schülerinnen und Schüler bewerben, wenn sie 2028 (Fach-)Abitur machen und die Eltern nicht studiert oder keinen Studienabschluss in Deutschland erworben haben.

Chancen nutzen: Hier geht es zur Bewerbung.

Eine Teilnehmerin lächelt.
Foto: Tim Goger/sdw

Für Lehramt Mintoring und Zukunft Lehramt ist es wieder so weit: Die Bewerbungsphase hat am 15. März begonnen und geht bis zum 05. Juli 2026.

Du überlegst, nach der Schule Lehramt zu studieren, möchtest aber vorher herausfinden, ob das Studium zu dir passt? Die Schülerstipendien Zukunft Lehramt und Lehramt Mintoring geben dir Einblicke ins Studium und unterstützen dich dabei, die richtige Wahl zu treffen. Dich erwarten lehrreiche Akademien, Online-Workshops sowie spannende Exkursionen, bei denen du selbst aktiv werden kannst. Dabei begleiten dich engagierte Mentorinnen und Mentoren, die bereits Lehramt studieren, und du erhältst eine finanzielle Unterstützung.

Beim Schülerstipendium Zukunft Lehramt entdeckst du alle Fächer und Schulformen, bei Lehramt Mintoring tauchst du insbesondere in die MINT-Welt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ein.

Komm gerne zu einem der Online-Infotermine am 26. März 2026, 20. Mai 2026 oder 23. Juni 2026, jeweils um 18:00 Uhr und erfahre alles rund um das Schülerstipendium.

Nutze deine Chance und bewirb dich zwischen dem 15. März und 05. Juli 2026 für eines der Schülerstipendien.

Lehramt Mintoring setz die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gemeinsam mit der Vector Stiftung und der Dieter Schwarz Stiftung um, Zukunft Lehramt gemeinsam mit der Dieter Schwarz Stiftung.

Zwei Jugendliche experimentieren.
Foto: Thomas Hellmann/sdw
Ein Jugendlicher lächelt in die Kamera.
Foto: Antonio Diaz/Shutterstock

Einfach mal machen. 

Meet Valentin Eckmann – Stipendiat des Studienförderwerks Klaus Murmann und des Aufbruchstipendiums der School of Transformation, der mit PowerPerspectives ein preisgekröntes Projekt aufgebaut und damit gezeigt hat, wie aus Eigeninitiative nachhaltige Wirkung entsteht. Im Interview spricht er über prägende Erfahrungen im Stipendium, Selbstwirksamkeit und den Weg von der Idee zur Auszeichnung.

Hi Valentin, wie bist du auf das Studienförderwerk Klaus Murmann aufmerksam geworden?

„Ich habe mich mit verschiedenen Begabtenförderungswerken beschäftigt und dabei gemerkt, dass die sdw inhaltlich und vom Selbstverständnis her am besten zu mir passen könnte. Dann habe ich mich einfach mal beworben und es hat geklappt!“

Welche Momente waren für dich während des Stipendiums besonders prägend?

„Über die Auslandsförderung konnte ich ein Semester auf Hawaiʻi verbringen. Dabei bin ich in die Welt der Marine Science eingetaucht. In Zusammenarbeit mit verschiedenen NGOs habe ich zum Thema Meeresplastik geforscht und begab mich auf mehrtägige Wanderungen in abgelegene Küstenregionen. Dabei habe ich viele neue Freunde kennengelernt und ein unvergessliches Abenteuer erlebt.

Ein weiteres Highlight war die Teilnahme an der National Model United Nations in New York mit der sdw-Delegation. Gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus der Stiftung sind wir sogar noch mehrere Wochen mit einem Camper durch den Nordosten der USA und Kanada gereist. Außerdem war ich auf zahlreichen Veranstaltungen europaweit und in vielen deutschen Städten. 

Das war zum einen beruflich prägend, da dieser Blick über den Tellerrand mich beispielsweise in den Vorstand des Bundesverbands Junge Energie geführt hat. Zum anderen sind auf der menschlichen Ebene teils sehr enge Freundschaften entstanden. Genau diese Kombination macht die Zeit für mich so besonders und hat mir gezeigt, wie sehr die Stiftung mich dazu ermutigt, Dinge einfach mal auszuprobieren und neue Chancen zu ergreifen.“

Wer oder was inspiriert dich in deinem Denken und Handeln und gibt es ein Motto, das dich antreibt?

Einfach mal machen. Natürlich nicht planlos in Aktionismus verfallen, aber das Momentum eines Neuanfangs, einer Idee nutzen. Ins Handeln kommen, statt alles ewig im Kopf zu drehen.“

Was ist eigentlich PowerPerspectives und wie kam es dazu?

„PowerPerspectives ist ein studentisches Projekt der Universität Stuttgart, in dem wir komplexe Themen der Energiewende für junge Menschen verständlich und wissenschaftlich fundiert aufbereiten. Das Projekt war auch Teil meines Aufbruchstipendiums der School of Transformation. Wir erstellen kurze, faktenbasierte Social-Media-Videos, die technische Zusammenhänge anschaulich erklären. Dabei verfolgen wir das Ziel, mehr Orientierung in energiepolitischen Debatten zu schaffen und fundiertes Wissen dort zugänglich zu machen, wo es sonst oft fehlt.

Die Idee entstand tatsächlich während einer Zugfahrt von Stuttgart nach Hamburg. Ich habe mich gefragt, wie wir als Studierende auf den wachsenden Fachkräftemangel in der Energiewende reagieren und dabei gleichzeitig der Kritik an klimafreundlichen Technologien entgegentreten können. Außerdem hatte ich durch frühere Kurzfilmprojekte und meine Ambitionen aus Schulzeiten, Filmmusiker zu werden, bereits einen starken Bezug zu audiovisuellen Formaten. Durch PowerPerspectives wurde mir klar, dass wir dort anknüpfen müssen, wo die Diskussionen tatsächlich stattfinden.“

Was hat dich während deines Projekts besonders geprägt?

„Für mich steht dabei ganz eindeutig das Thema Selbstwirksamkeit im Zentrum. Ich habe mich gefragt, wie ich mein persönliches Interesse mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden kann. Daraus ist ein Projekt entstanden, das mir im Nachhinein mehr Türen geöffnet hat, als ich es mir je erträumt hätte.

Im Rahmen von PowerPerspectives war ich zwei Wochen auf Recherchereise in Norwegen. Dort durfte ich mein Projekt auf zwei großen Branchentreffen auf der Bühne vorstellen und habe dadurch nicht nur Kooperationsanfragen, sondern auch diverse Jobangebote erhalten. Außerdem bin ich durch die Menschen, die ich über das Projekt kennengelernt habe, auf das Energiereporter-Programm der Stiftung Energie und Klimaschutz aufmerksam geworden und habe in den vergangenen Jahren mehrere Beiträge dafür veröffentlicht. Heute betreue ich im Rahmen von PowerPerspectives sogar eine Lehrveranstaltung an meiner Universität.

All das wäre nicht passiert, wenn ich vor zwei Jahren nicht angefangen hätte, an dieser Idee zu arbeiten und selbst die Initiative zu ergreifen.“ 

Welche Learnings nimmst du mit oder was würdest du rückblickend anders machen?

„Meine größte Lernkurve lag klar in der Führungsrolle. Für mich war es neu, nicht nur für ein Projekt, sondern auch für Menschen und ihre Prozesse Verantwortung zu übernehmen – und gerade am Anfang war das durchaus herausfordernd. Besonders herausfordernd war es, mehrere Teilprojekte gleichzeitig zu koordinieren, obwohl ich nicht in allen Themen inhaltlich tief eingebunden war.

Rückblickend hätte ich früher mehr Struktur schaffen sollen. Das habe ich später bewusst nachgeholt, indem ich Abläufe klarer definiert und gezielt Werkzeuge eingesetzt habe.“

Für das Projekt PowerPerspektives wurdest du für den Nachhaltigkeitspreis der Universität Stuttgart nominiert. Wie war der Moment für dich, als du den Preis überreicht bekommen hast? 

„Ich dachte mir nur ‚wow‘. Auch wenn ich PowerPerspectives von Anfang an aus eigenem Antrieb vorangebracht habe, bedeutet diese Form der Wertschätzung wirklich viel.

Zu sehen, dass die viele Arbeit, die in dem Projekt steckt, von meiner Universität im Rahmen einer offiziellen Auszeichnung für nachhaltiges Engagement anerkannt wird, macht mich stolz und bestärkt mich, das Projekt weiter voranzutreiben.

Ich hatte schon vorher das Gefühl, dass PowerPerspectives auf offene Ohren stößt, aber die Auszeichnung hat das Projekt für potenzielle Kooperationspartner noch einmal deutlich attraktiver gemacht.“

Wie geht es für dich und dein Projekt nach dem Erhalt des Nachhaltigkeitspreises weiter?

„PowerPerspectives war für uns nie als Projekt auf Zeit gedacht. Umso mehr freut es uns, dass es ab dem kommenden Semester an unserer Universität als Modul belegt werden kann. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, denn wir hoffen, dass das Projekt langfristig im Lehrplan verankert bleibt und von neuen Studierendengenerationen weiterentwickelt wird.

Inhaltlich geht es aktuell mit vielen neuen Videoprojekten weiter. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit Pumpspeicherkraftwerken und Naturschutz, Offshore-Windenergie und vielen weiteren Themen. Außerdem betreue ich derzeit fünf Studierende in ihren individuellen Projekten und ich merke einfach, wie viel Dynamik darin steckt. Erst im Januar waren wir gemeinsam bei einem Pumpspeicherkraftwerk in Österreich.“

Hast du einen Tipp für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber, die am Anfang ihres Studiums stehen?

„Mein Tipp ist, sich einfach ins kalte Wasser zu trauen. Das heißt, bewusst die eigene Komfortzone zu verlassen und das eigene Glück herauszufordern. Sei es durch ein Auslandssemester, einen Bühnenauftritt oder einen Pitch, bei dem man zunächst zögert.

Das sind die Momente, in denen man sich traut, Neues auszuprobieren. Sie bieten meiner Meinung nach die größten Chancen, die eigenen Stärken zu entdecken und daran zu wachsen. Dabei spielt das Umfeld eine riesige Rolle. Gerade in der sdw habe ich an meinen Peers entdeckt, was alles möglich ist.“

Vielen Dank, lieber Valentin, für das motivierende und spannende Gespräch. Wir freuen uns solche Talente wie dich in der Förderung zu haben und wünschen dir für deine kommenden Projekte weiterhin viel Erfolg und alles Gute!

Valentin Eckmann hält einen Vortrag.
Foto: Marc Wiegelmann/Omexom
Valentin Eckmann lächelt in die Kamera.
Foto: privat

Ein intensives Workshop-Wochenende für die Ehrenamtlichen des Studienkompass

Der diesjährige Mentoring-Workshop brachte 80 der 150 engagierten Mentorinnen und Mentoren des Studienkompassin Berlin zusammen. Unter dem Motto Mentoring mit Herz und Haltung – Jugendliche stärken, Perspektiven öffnen“ bot der Workshop Raum für Vernetzung, fachliche Vertiefungen und persönliche Begegnungen. Denn eine gute Haltung lernt und baut man im Miteinander aus. In der Praxis bedeutet das: „Ich bin da, ich nehme mein Gegenüber ernst, ich höre zu, ohne sofort zu bewerten oder zu wissen, was ‚richtig‘ ist.“

Der Workshop-Auftakt am Freitagabend im Festsaal der Berliner Stadtmission bot Raum für Wiedersehen, Kennenlernen und Austausch. Beim Abendessen und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm teilten Ehrenamtliche ihre persönlichen Geschichten aus dem Mentoring – eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Vertrauen und Begleitung Wirkung entfalten. Die Fotoecke sorgte nicht nur für den besonderen Spaß, sondern auch für handfeste Erinnerungsstücke.

Am Samstag folgten Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Studienkompass-Programms sowie die Gelegenheit, Fragen direkt mit dem Team zu klären. Anschließend wählten die Mentorinnen und Mentoren aus verschiedenen Themenforen aus: Aktives Zuhören, diversitätssensible Beziehungsarbeit, Studien- und Berufsorientierung oder Motivation und Bindung im Mentoring.

In den Barcamps am Nachmittag setzten die Ehrenamtliche hingegen ihre eigenen Schwerpunkte. Diskutiert wurden unter anderem Motivation der Teilnehmenden, Community Building, Forcierung von Glücksfaktoren, Organisation im Mentoring-Team sowie der Umgang im Mentoring mit der möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht. In den Barcamps kamen die Generations- und Migrationsvielfalt der Mentorinnen und Mentoren zum Tragen. Sie konnten ihre Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und miteinander Lösungen erarbeiten. 

Am Sonntag fanden für angemeldete Mentorinnen und Mentoren zwei Weiterbildungen zu diskriminierungskritischer Beziehungsarbeit sowie Ängsten und Depression bei Kindern und Jugendlichen statt.

Das Workshop-Wochenende zeigte erneut, wie wichtig engagierte Mentorinnen und Mentoren für eine starke Zivilgesellschaft sind. Beim Studienkompass tragen sie dazu bei, Chancengerechtigkeit zu fördern, demokratische Werte zu stärken und jungen Menschen Orientierung zu geben. Als Bildungsprogramm legt der Studienkompass Wert darauf, Wissen und Erfahrungen kontinuierlich weiterzugeben – nicht nur bei den eigenen Ehrenamtlichen, sondern der Studienkompass setzt ebenso auf Wissenstransfer bei Fachveranstaltungen im bildungspolitischen Netzwerk. Auch hier spielen die Mentorinnen und Mentoren eine zentrale Rolle wie zum Beispiel bei der Fishbowl-Diskussion „Mut entfalten – wie Mentor/innen den Zusammenhalt stärken“ auf dem Deutschen Stiftungstag 2025.

Wir bedanken uns für die starke Unterstützung unserer Ehrenamtlichen!

Zwei Teilnehmerinnen und eine Kollegin lächeln in die Kamera.
Foto: sdw
Teilnehmende sitzen im Stuhlkreis und eine Teilnehmerin steht in der Mitte.
Foto: sdw
Zwei Teilnehmende unterhalten sich
Foto: sdw

Unternehmen ist das Gegenteil von Unterlassen. Dieses Motto prägt nicht nur die School of Transformation, unser jüngstes Zusatzprogramm im Studienförderwerk Klaus Murmann, sondern auch das Denken und Handeln unserer Stipendiatin Julia Zeidler, die mit ihrem Projekt WIRksam zeigt, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt.

Im Gespräch erzählt sie, wie sie durch die sdw den Mut fand, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen – und warum „wirksam sein“ für sie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen zu schaffen und einfach anzufangen.

Wie bist du auf die sdw aufmerksam geworden und was hat dich an der School of Transformation besonders fasziniert?

„Das erste Mal bin ich 2016 auf einer Stipendienmesse in Gießen auf das Studienförderwerk Klaus Murmann aufmerksam geworden. Ich habe mich tatsächlich aber erst Jahre später, 2021, beworben – nachdem mein Partner in die Förderung aufgenommen wurde und ich durch erste Veranstaltungen und Gespräche mit Stipendiatinnen und Stipendiaten gespürt habe, wie viel Energie und Gestaltungswille in diesem Netzwerk steckt.

Die School of Transformation hat mich sofort begeistert, weil sie die zentralen Fragen und Sorgen unserer Generation ernst nimmt und zugleich den Anspruch hat, daraus gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ich mag das Motto „Unternehmen ist das Gegenteil von Unterlassen“, weil es genau diesen Geist trifft: nicht abwarten, sondern selbst handeln. Die School of Transformation ermutigt, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und mit einem eigenen Projekt die Welt ein Stück zu verändern. Mich aktiv einzumischen, gibt mir ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Zuversicht sowie das Vertrauen, dass man nicht allein ist und auch kleine Schritte Wirkung entfalten können. Und den Mut, weiterzumachen, selbst wenn man manchmal gegen Windmühlen kämpft.“
 

Du hast mit WIRksam bereits ein eigenes Projekt gegründet. Was war der Auslöser für diese Idee – und welche Vision verbirgt sich hinter dem, was ihr mit WIRksam erreichen möchtet?

„Die Idee zu WIRksam entstand, als ich auf Instagram die Geschichte eines kleinen Dorfes im Hunsrück sah: Weil sie vom Land Rheinland-Pfalz keine 500 Euro für Weihnachtsbeleuchtung bekamen, beschlossen sie, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Heute stehen dort Windräder, Kitaplätze sind kostenlos, und das Dorf hat Rücklagen in Millionenhöhe. Diese Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen, weil sie zeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen. Mit WIRksam wollen wir genau bei solchen Beispielen ansetzen: Wir möchten Strukturen schaffen, die gemeinsame Transformation dauerhaft ermöglichen. Als ersten Schritt schreiben wir eine Transformationschallenge aus, auf die sich Gruppen mit einer Projektidee bewerben können. Drei von ihnen bekommen die Möglichkeit, mit Finanzierung und unserer Unterstützung ihr Projekt innerhalb von vier bis acht Wochen umzusetzen. Unsere Vision ist, dass sich solche Gruppen zu lokalen WIRksam Clubs zusammenschließen und ein überregionales Netzwerk bilden. Wir stellen Materialien und relevante Ressourcen wie finanzielle Fördermöglichkeiten oder technische Infrastruktur bereit und die lokalen Gruppen setzen vor Ort selbstständig Projekte um. So entsteht eine WIRksam-Community, in der Menschen voneinander lernen, sich gegenseitig helfen und gemeinsam ihren Lebensraum und -alltag gestalten. Das ‚WIR‘ in WIRksam steht dabei für die Kraft der Gemeinschaft: dafür, dass man auch mit unterschiedlichen Meinungen viel erreichen kann, wenn man sich auf gemeinsame Ziele verständigt. Damit wirkt WIRksam nicht nur lokal, sondern auch gesellschaftlich und als Gegenpol zu spaltenden Narrativen, die heute viele Demokratien herausfordern. Mehr zu WIRksam und zur Transformationschallenge unter https://wirk-sam.org/ .

Ich habe die Überzeugung, dass wir die großen Fragen unserer Zeit nicht allein lösen können, aber gemeinsam viel mehr bewirken, als wir oft denken. Genau wie die sdw junge Menschen stärkt, möchten wir mit WIRksam zeigen, wie viel Gestaltungskraft in Gemeinschaft steckt, wenn Vertrauen, Verantwortung und Tatendrang zusammenfinden.“

Let’s bring it together: Inwiefern hilft dir das Stipendium in Bezug auf dein Projekt WIRKsam?Was aus deiner Förderzeit konntest du bereits auf dein Projekt anwenden? Oder andersrum gefragt: Inwiefern hat deine bisherige Erfahrung dir im Stipendium weitergeholfen?

„Es ist schwer, einzelne Punkte herauszugreifen, weil eigentlich meine gesamte Zeit in der sdw zu WIRksam beigetragen hat. Ohne die finanzielle Unterstützung wäre das Projekt in dieser Form gar nicht möglich: Sie gibt mir den Freiraum, Dinge einfach umzusetzen – eine Website zu hosten, Software zu nutzen, Prototypen zu entwickeln – ohne jedes Mal zu überlegen, ob ich mir das leisten kann. Das ist unglaublich befreiend und macht kreatives Arbeiten erst wirklich möglich.

Mindestens genauso prägend waren aber die Menschen und Veranstaltungen, die ich durch die sdw getroffen und besucht habe. In Seminaren wie der Entrepreneurship Academy oder der Start-up-Werkstatt habe ich gelernt, wie man Ideen strukturiert, Projekte agil weiterentwickelt und auch mal scheitert, um daraus zu lernen. Dieses Wissen fließt direkt in WIRksam ein, wenn wir Pilotphasen planen oder Feedback aus Gemeinden einholen, um unser Konzept weiterzuentwickeln.

Was mich aber am meisten geprägt hat, ist der Mut, Dinge einfach auszuprobieren. Die sdw ist ein Raum, in dem man experimentieren oder anecken darf und trotzdem Unterstützung bekommt. Diese Haltung hat mich befähigt, WIRksam überhaupt zu starten und dranzubleiben, auch wenn nicht alles von Anfang an durchdacht war. Und umgekehrt hat mir WIRksam geholfen, meine Rolle in der sdw noch aktiver zu gestalten: Ich bringe die Erfahrungen aus dem Projekt in Fachgruppen, Workshops und Diskussionen ein und merke immer wieder, wie viel Kraft entsteht, wenn man Wissen teilt und gemeinsam etwas aufbaut. Besonders schön ist es, meine Erfahrungen an jüngere Stipendiatinnen und Stipendiaten weiterzugeben oder sie bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen zu unterstützen. Denn genau darin zeigt sich für mich, was ‚wirksam sein‘ im eigentlichen Sinne bedeutet.“

Welcher Moment aus der Förderung war besonders prägend für dich und warum?

„Es gibt keinen einzelnen Moment, der für mich heraussticht. Vielmehr ist es dieses ganz besondere ‚sdwlerinnen- und sdwler-Phänomen‘, das mich immer wieder geprägt hat und bis heute verblüfft. Wenn man sich auf einer Veranstaltung begegnet, entsteht sofort ein Gefühl von Vertrauen und Vertrautheit, das ich so in keinem anderen Umfeld erlebt habe. Es ist, als würde man sich schon ewig kennen und gleichzeitig inspiriert jede Begegnung aufs Neue.

Man trifft Menschen, die alle auf ihre eigene Weise ‚krass‘ sind, viel erreicht haben, etwas bewegen wollen und sich gegenseitig in ihrer Begeisterung bestärken, anstatt sich zu vergleichen oder neidisch zu sein. Diese Mischung aus Leistungsbereitschaft, Offenheit und ehrlichem Interesse schafft eine Atmosphäre, in der man über Herausforderungen genauso offen sprechen kann, wie über Erfolge und dabei immer auf Augenhöhe bleibt. Mit sdwlerinnen und sdwlern kann ich leidenschaftlich diskutieren, völlig gegenteiliger Meinung sein und zehn Minuten später lacht man und trinkt gemeinsam ein Bier. Dieses Miteinander ist für mich wie eine zweite Familie. Ein Raum, in dem man sich sofort zugehörig fühlt, verstanden wird und nie das Gefühl hat, sich verstellen zu müssen.“
 

Warum sollten sich andere bei der sdw bewerben?

Weil die sdw weit mehr ist als eine finanzielle Unterstützung – auch wenn genau diese Freiheit unglaublich wertvoll ist. Aber das eigentlich Entscheidende ist die ideelle Förderung: die Begegnungen und Räume, die die sdw schafft. Die sdw stärkt dich darin, Verantwortung zu übernehmen, deinen Weg zu finden und mutig neue Wege zu gehen, auch wenn du noch nicht weißt, wo sie hinführen. Sie bringt Menschen zusammen, die etwas bewegen wollen, ohne sich gegenseitig zu übertrumpfen.

Wer bereit ist, sich zu hinterfragen und über sich hinauszuwachsen, ist hier genau richtig. Die sdw ist ein Ort für Menschen, die sich auf den Weg machen wollen, etwas zu bewegen und sich nicht nur auf die Geradlinigkeit ihres Lebenslaufs konzentrieren.“
 

Ein Tipp oder Rat von dir an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber oder auch an Gründerinnen und Gründer?

„Mein Tipp an Bewerberinnen und Bewerber:

1. Bewerbt euch! Ganz egal, ob ihr glaubt, eine Chance zu haben oder nicht. Geht rational ran und fragt euch: Was ist der Worst Case, wenn ich abgelehnt werde? Und die Antwort wird sein: Ihr habt vorher kein Stipendium und danach auch keines – ihr könnt also nur gewinnen. Daran erinnere ich mich immer, wenn ich vor einer Bewerbung stehe, und es hilft jedes Mal!

2. Denkt daran: Ein Stipendium ist keine Belohnung für gute Noten oder vergangene Leistungen, sondern ein Vertrauensvorschuss in euch als Person und in das, was ihr einmal sein und bewirken werdet. Überlegt euch also: Wer möchte ich sein, was möchte ich tun und warum? Je ehrlicher und konkreter ihr darauf antwortet, desto überzeugender seid ihr. Verstellt euch nicht! Es geht nicht darum, eine vermeintlich perfekte Rolle zu spielen, sondern darum, authentisch eure wahre Persönlichkeit und eure Träume zu zeigen.

Mein Tipp an Gründerinnen und Gründer – oder eigentlich fürs Leben:
Scheitern ist das Normalste der Welt. Nur wer bereit ist, Fehler zu machen, kann wirklich lernen und wachsen. Das ist meine Erkenntnis als Bildungswissenschaftlerin und meine Erfahrung als Gründerin. Traut euch, Risiken einzugehen, Dinge auszuprobieren und zwischendurch neu zu justieren. Die meisten guten Ideen entstehen nicht, weil jemand alles richtig oder nach Plan gemacht hat, sondern weil jemand mutig genug war, einfach anzufangen.“

Ein Bild von Julia Zeidler.
Foto: privat

Mentoring ist keine Einbahnstraße

TidA-Stipendiatin Fiona und Mentor Marc sind sich einig: Durch ihren Austausch und die gemeinsame Reflektion entsteht ein Lernprozess, der beide Seiten stärkt.

„Meine beiden Mentees sind sehr reflektierte, smarte und engagierte Menschen – insofern ist jedes Gespräch auch immer für mich eine Bereicherung!“ Mentor Marc Oliver Nickel, Jurist und Alumnus des Studienförderwerks Klaus Murmann

„Wir profitieren beide: Ich lerne Schritt für Schritt, Verantwortung zu übernehmen und Marc bekommt spannende Einblicke in die Sichtweisen der jüngeren Generation.“ Mentee Fiona Wirtz, TidA-Stipendiatin und Werksfeuerwehrfrau in Ausbildung

Durch TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung haben Fiona und Marc zusammengefunden. Fiona ist aktuell Stipendiatin und steckt in der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau beim Flughafen Düsseldorf, während Marc in Jura promoviert und das Social-Start-up Invest it e.V. gegründet hat. Als Alumnus hat Marc durch sein eigenes Stipendium im Studienförderwerk erfahren, wie hilfreich gezielte Unterstützung auf dem Bildungsweg sein kann: „Es gibt vermutlich wenige Dinge in meinem Leben, die meinen beruflichen und persönlichen Weg so stark mitbestimmt haben wie mein Stipendium durch die sdw. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, etwas an das Netzwerk der sdw zurückzugeben – TidA ist eine tolle Gelegenheit hierfür. Der Austausch mit meinen Mentees bereitet mir große Freude.“ Denn Marc begleitete neben Fiona noch ein weiterer TidA-Stipendiat und bringt sich mit seiner Offenheit und Leidenschaft in die Gespräche ein. „Wenn man merkt, dass man einen guten Impuls geben konnte oder sich eine neue Perspektive eröffnet, ist das für beide Seiten großartig.“

In regelmäßigen Abständen treffen sich Fiona und Marc online, da sie nicht in der gleichen Stadt leben. Sie nutzen diese Gespräche, um über Fionas Wunschthema Finanzen zu sprechen und um gemeinsam nächste Schritte zu planen. „Momentan beschäftigen wir uns intensiv mit den Grundlagen der Aktienmärkte und den Strategien. Wir haben uns als gemeinsames Ziel vorgenommen, dass Fiona am Ende die Finanz- und Aktienwelt sicherer versteht, eigenständig Informationen bewerten und Entscheidungen treffen kann“, erzählt Marc über ihren regelmäßigen Austausch. Auch Fiona hat durch die ersten Monate bereits vieles mitgenommen: „Ich schätze besonders, dass ich jemanden an meiner Seite habe, der mir gezielt helfen kann und sich ausdrücklich um meine Fragen und Probleme kümmert. Marc nimmt sich Zeit, auf meine Fragen einzugehen, sein Wissen zu teilen und mich Schritt für Schritt zu begleiten. Das Mentoring hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Finanzen richtig und nachhaltig zu verwalten. Ich habe dadurch mehr Sicherheit im Umgang mit Geld gewonnen und einen klareren Blick auf meine Zukunft entwickelt.“

Willst du dich auch als Mentorin oder Mentor engagieren? Melde dich unter tida@sdw.org!

Ein Coverbild von TidA-Stipendiatin Fiona und Mentor Marc.
Fotos: privat, Sebastian Woithe/sdw, privat