Stipendiatin Helen über ihren Weg ins Lehramtsstudium in den Fächern Mathe und Informatik

Unsere Stipendiatin Helen Deubler steckt mitten im letzten Förderjahr von Lehramt Mintoring und im zweiten Semester ihres Lehramtsstudiums in den Fächern Mathe und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Ihre Begeisterung für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wurde schon früh geweckt: „Mathe hat mir schon seit meiner Schulzeit an der Realschule viel Spaß gemacht, vor allem weil ich es mochte, Aufgaben nach klaren Prinzipien zu lösen. Während meiner Abiturzeit habe ich großes Interesse an Informatik entwickelt, insbesondere das Programmieren habe ich für mich entdeckt.“

Für Helen war deswegen schnell klar, dass sie sich auch nach ihrer Schulzeit mit genau diesen Fächern beschäftigen möchte. „Ich halte MINT für sehr wichtig, da MINT-Kompetenzen eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielen und unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen. Für mein Studium habe ich mich entschieden, weil mich die Inhalte interessieren und ich zeigen möchte, dass Frauen in diesen Bereichen genauso erfolgreich sein können. Gerade im Lehramt sehe ich die Möglichkeit, andere dafür zu begeistern und zu motivieren. Und ich hatte schon immer große Freude daran, Wissen weiterzugeben.“ Diese Kombination aus MINT und Lehramt brachte sie zum Schülerstipendium Lehramt Mintoring, welches ihr verschiedene Studienmöglichkeiten aufzeigte und sie bis heute bei ihrer Zukunftsplanung unterstützt

Helen lächelt in die Kamera
Foto: Privat

„Durch Lehramt Mintoring habe ich einen realistischen Einblick in das Studium und den späteren Beruf als Lehrerin erhalten. Besonders die Gespräche mit anderen Teilnehmenden sowie mit den Mentorinnen und Mentoren haben mir geholfen, meine Entscheidung zu festigen.“

Diese Gelegenheit konnte Helen vor allem bei der Herbstakademie in Heidelberg 2024 nutzen: „Dort hatte ich die Möglichkeit, mich intensiv mit vielen Gleichgesinnten auszutauschen. Da die Mentorinnen und Mentoren selbst Lehramt studieren, habe ich viele hilfreiche Einblicke in den Bewerbungsprozess an Hochschulen und Universitäten bekommen und konnte gleichzeitig allgemeine Informationen über verschiedene Studienorte sammeln.“

Noch bis zum 5. Juli 2026 können sich Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg für Lehramt Mintoring bewerben. Für Helen steht fest: Es lohnt sich! „Durch Lehramt Mintoring bin ich sicher und bestärkt ins Lehramtsstudium gestartet. Aus dem Programm konnte ich sowohl fachlich als auch persönlich sehr viel mitnehmen.“

Was macht guten MINT-Unterricht aus? Wie wecken wir das Interesse für MINT? Lehramt-Mintoring-Alumnus und Lehrer Felix Reichert teilt seine Erfahrungen

Um MINT-Kompetenzen zu fördern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), braucht es gute MINT-Lehrkräfte. Denn sie sind diejenigen, die Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen, sondern mit Empathie die Begeisterung für diese Fächer vermitteln. Unser Alumnus Felix Reichert macht genau das als Lehrer für Informatik, Chemie, Mathe am Hans-Baldung-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd. Die sdw hat ihn von Anfang an auf seinem Weg begleitet und unterstützt: Als Schüler startete er 2012 mit Lehramt Mintoring, während seines Studiums erhielt er ein Stipendium des Studienförderwerks Klaus Murmann und engagierte sich ehrenamtlich als Mentor im Studienkompass.

Porträt Alumnus Felix
Foto: Privat

„Durch die vielen verschiedenen Angebote, den Austausch mit anderen angehenden Lehrkräften und Gleichgesinnten bei Lehramt Mintoring habe ich damals für mich erkannt, dass dieser Beruf genau das Richtige für mich ist.“

Ein entscheidender Moment für seine Berufswahl war für Felix während eines Rhetorik- und Kommunikationsseminars von Lehramt Mintoring: „Auf einmal wurde mir klar, dass es zusätzlich zu dem Fachlichen noch so viel mehr gibt, das es zu entdecken und zu erlernen lohnt: Zwischenmenschliche Beziehungen, Sprache und Konflikte sind Teil des Lehreralltags und lassen sich mit dem richtigen Handwerkzeug professionell meistern.“

Für Felix zählt das Gesamtkonstrukt Schule: „In meinem Berufsalltag sehe ich besonders in AGs, die teils von den Schülerinnen und Schüler mitgeleitet werden, großes Potential. Die AGs sind wie ein gutes Sprungbrett, sich aktiv mit Themen wie Lehren und MINT auseinanderzusetzen. Die Erfahrung, dass Wissen weitergeben, Spaß machen und man im Kleinen viel bewegen kann, ist besonders wirksam. Die Jugendlichen werden sich den eigenen Fähigkeiten bewusst und sind mit Begeisterung bei der Sache. Später im Studium der Naturwissenschaften bieten Lehr-Lern-Labore die Möglichkeit, sich früh zu professionalisieren. Ich würde mir wünschen, dass solche Angebote ausgebaut und stärker beworben werden, um angehende Lehrkräfte vor einem Praxisschock in der Schule zu schützen beziehungsweise diesen aufzufangen.“

Das Schülerstipendium Lehramt Mintoring setzt früh an, sodass sich die Schülerinnen und Schüler vor der Studienwahl mit dem Lehramt auseinandersetzen und gleichzeitig ihre MINT-Kompetenzen ausbauen können. „Ich kann das Stipendium nur empfehlen, da man viel über sich und das Lehramt lernt sowie die Sicherheit erhält, ob der Beruf wirklich zu einem passt.“

Aktuell läuft die Bewerbungsphase für das Schülerstipendium in Baden-Württemberg, um mehr junge Menschen für das MINT-Lehramtsstudium zu begeistern. Hier für Lehramt Mintoring bewerben!

Aufbau eines Chemieversuchs vor einer Klasse
Foto: Ela Comann/sdw

Stipendium für Auszubildende

Bewerbungsstart für TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung

Bis zum 4. September 2026 können sich Auszubildende aus Berlin und Düsseldorf für TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung bewerben! Neben einer finanziellen Förderung bietet das Stipendium ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, Betreuung durch Ehrenamtliche und ein starkes Netzwerk.

Für Fragen zu Bewerbung und Förderung gibt es öffentliche Online-Infotermine:
13. April 2026 von 17:00 bis 18:00 Uhr
3. Juli 2026 von 17:00 bis 18:00 Uhr
1. September 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr

Den Zugangslink und alle weiteren Infos zum Stipendium gibt es hier.

TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung führt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) in Kooperation mit der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durch.

Azubi in der Werkstatt bereitet die Schleifmaschine vor
Foto: Amin Akhtar/sdw
Azubi im Labor testet Flüssigkeit
Foto: Amin Akhtar/sdw

KI zur Transformation nutzen

Von der Idee zum Start-up – Stipendiaten und Alumni aus dem Studienförderwerk berichten

Sascha, Robin und Jan lernten sich über die School of Transformation kennen und verfolgten mit dem Aufbruchstipendium im letzten Jahr die Frage, wie sich eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig gestalten lassen. Ihre Antwort war die gleiche: Die gezielte Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Diese Vision führte alle drei ins Unternehmertum – ihre Start-ups brixl und better bites sind so unterschiedlich wie innovativ.

Stipendiat Sascha
Foto: Beniamin Motyka

 „Neben dem Studium zu gründen, halte ich für einen optimalen Zeitpunkt, da man noch sehr wenige Verpflichtungen hat, geringe monatliche Ausgaben und die perfekte Opportunität, um unterschiedliche Ideen zu validieren und Erfahrungen zu sammeln.“
Sascha Nievelstein, Alumnus und Gründer von brixl

Sascha Nievelstein und Robin Karutz vereinten ihre Kräfte sowie Fähigkeiten und gründeten brixl, um durch den Einsatz von KI mehr Effizienz im Bausektor zu schaffen. „Das Baugewerbe bietet angesichts des immensen Ressourcenverbrauchs und Emissionsausstoßes einen wahnsinnigen Nachhaltigkeitshebel. Mit brixl wollen wir die Branche digitaler und nachhaltiger machen“, erklärt Robin. In über hundert Interviews mit Bauunternehmen, Planungsbüros, Vergabestellen und Branchenverbänden fanden sie heraus, dass Unternehmen viel Zeit bei der Sichtung von Ausschreibungen und der Suche nach Informationen verlieren. Daher bündelten sie ihr Know-how in einem Start-up: Robin als Wirtschaftsingenieur und Sascha als Informatiker. Sie entwickelten eine KI-gestützte Software, die Ausschreibungen automatisiert findet, strukturiert und analysiert. Mittlerweile sind die beiden Alumni des Studienförderwerks und fokussieren sich auf brixl. Seit Beginn dieses Jahres wird ihr Start-up durch das EXIST Gründungsstipendium gefördert. „Dadurch konnte ich direkt vom Studium in die Selbstständigkeit in Vollzeit starten“, berichtet Sascha, „seit dem Beginn des Studiums verfolge ich den Traum, nach dem Abschluss einen fließenden Übergang vom Studium in die Selbstständigkeit zu finden. Nun kann ich diesen Traum leben.“

Gruppenfoto der Geförderten des Aufstiegsstipendiums in 2025
Foto: sdw

Jan Thier studiert hingegen noch im Master Data Science and Advanced Analytics an der NOVA IMS Information Management School und widmet sich der Thematik der Überproduktion von Lebensmittelresten in Großküchen. Denn zwei seiner Freunde, Mattis Sippel und Nico Nonnen, entschieden sich, in die Unternehmenswelt einzusteigen. Mattis – mittlerweile Alumnus des Studienförderwerks – nutzte sein letztes Jahr im Stipendium, um die Gründung von better bites voranzutreiben. Er nahm 2025 an der Start-up-Werkstatt des Studienförderwerks Teil und pitchte auf dem Gründer- und Unternehmer:innenforum des sdw Alumni e. V. „Mattis  und Nico haben better bites nach unserem gemeinsamen Bachelorstudium aufgebaut, während ich im Praktikum vor dem Start meines Masters war. Als ich das Praktikum abgeschlossen hatte, habe ich mich eingebracht. Insbesondere die School of Transformation hat mich durch den regelmäßigen Austausch und konstruktives Feedback dabei unterstützt, unsere Vision weiterzuentwickeln und konsequent zu verfolgen.“ better bites bietet eine KI-gestützte Softwarelösung, die eine präzise Prognose der Gästezahlen und des daraus resultierenden Lebensmittel- sowie Personalbedarfs in Mensen und Kantinen ermöglicht. Durch die datenbasierten Prognosen werden die Essensplanung, der Lebensmitteleinkauf sowie die Schichtplanung optimiert und folglich Kosten sowie Lebensmittelverschwendung reduziert. Das Ziel von better bites passt für Jan perfekt mit seinem Studium und seiner Überzeugung zusammen: „Nach meinem Bachelor in Wirtschaftsinformatik in Münster habe ich mich für den Master in Data Science entschieden, weil ich fest daran glaube, dass datengetriebene Lösungen und Künstliche Intelligenz ein riesiges Potenzial haben, unser Leben effizienter und nachhaltiger zu gestalten.“

Sascha, Robin und Jan wollen mit ihren KI-Start-ups einen Impact generieren und beim Thema gesellschaftliche Transformation vorangehen. Einig sind sich die drei aber auch darin, dass ihnen das Stipendium im Studienförderwerk einen Raum gegeben hat, um an ihren Gründungen zu feilen und zu wachsen.

Stipendiat Robin
Foto: Beniamin Motyka

„Über sechs Jahre hat die sdw mich definitiv auf meinem Werdegang gepusht. Neben der finanziellen Unterstützung wurde ich durch diesen sdw-Spirit «Du hast dein Leben selbst in der Hand» und die hohe Dichte an Gleichgesinnten immer wieder inspiriert und motiviert.“
Robin Karutz, Alumnus und Gründer von brixl

Stipendiat Jan
Foto: Privat

„Das Wertvollste am Stipendium ist für mich der Austausch mit anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Die Diskussionen und Feedbacks liefern nützlichen Input, den ich direkt in meine Arbeit einfließen lasse.“
Jan Thier, Stipendiat und Unternehmer bei better bites

Die School of Transformation ist ein Angebot für Stipendiatinnen und Stipendiaten des Studienförderwerks Klaus Murmann und wird in Kooperation mit der E.ON Foundation durchgeführt.

Die Schule der Zukunft gestalten

Die Frühjahrsakademien von Zukunft Lehramt begeistern Jugendliche fürs Lehramt

Rund 45 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg konnten sich bei den Akademien „Design Thinking“ und „Lehrkraft der Zukunft“ in Tübingen kreativ mit Schule auseinandersetzen. Die Jugendlichen entdeckten in den Workshops Zukunftskompetenzen und hinterfragten, was guten Unterricht eigentlich ausmacht. In Design-Challenges wurden Klassenzimmer der Zukunft entworfen. Außerdem modellierten die Teilnehmenden eine Lehrkraft aus Knete mit verschiedener Gewichtung der Zukunftskompetenzen. Intensiver Austausch und Reflexion gehörten natürlich auch zum Programm.

Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Knete
Foto: Yüksel Patir Fotografie/sdw
Schülerinnen und Schüler arbeiten mit der Flipchart
Foto: Yüksel Patir Fotografie/sdw
Schülerinnen diskutieren im Stuhlkreis
Foto: Yüksel Patir Fotografie/sdw

Begleitet und beraten wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren, die ihre Erfahrungen aus dem Lehramtsstudium teilten und für Nachfragen mit Vergnügen bereitstanden. Insgesamt war es ein ereignisreiches Wochenende voller Input, Kreativität, Diskussionen und Spaß!

Ab dem 15. März 2026 starten Zukunft Lehramt sowie Lehramt Mintoring in die nächste Bewerbungsphase. Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, die austesten möchten, ob ein Lehramtsstudium das Richtige für sie ist, können sich bewerben.

Zukunft Lehramt in Baden-Württemberg führen wir in Kooperation mit der Dieter Schwarz Stiftung durch.

Schülerinnen und Schüler bauen das Klassenzimmer der Zukunft im Design-Thinking-Workshop
Foto: Yüksel Patir Fotografie/sdw
Zwei Schülerinnen bauen das Klassenzimmer der Zukunft mit Lego
Foto: Yüksel Patir Fotografie/sdw
Schülerinnen und Schüler besprechen Ergebnisse des Workshops vor einer bunten Pinnwand
Foto: Yüksel Patir Fotografie/sdw

Unsere Stipendiatin Karolin Leiß teilt ihre Erfahrungen

Prüfungsdruck, Lernstress und drängende Zukunftsentscheidungen – die Zeit vor und nach dem Abitur kann chaotisch sein. Unsere Stipendiatin Karolin erzählt, wie der Studienkompass sie darin bestärkt hat, ihren Weg zu finden und zu gehen: „Das Programm ist eine Unterstützung, die man in dieser Form sonst nirgendwo bekommt. Mir hat der Studienkompass extrem bei meiner Studienentscheidung und -bewerbung geholfen, aber auch bei Themen wie Selbstorganisation.“ Karolin ist im dritten Förderjahr im Studienkompass, hat letztes Jahr ihr Abitur im Oberbergischen Kreis erfolgreich abgeschlossen und ihr BWL-Studium an der Fachhochschule Aachen begonnen. Für sie ist der Studienkompass mit seinen Workshops und ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren auch im ersten Jahr an der Hochschule eine nützliche Stütze. Doch vor allem während der stressigen Zeit des Abiturs hat sie von den Angeboten profitiert: „In der Zeit rund ums Abi und der Entscheidung für ein Studium konnte ich mich auf den Studienkompass und meine Mentorin verlassen. Sie halfen mir, dem Chaos Struktur zu geben. Im Online-Workshop zur Abi-Vorbereitung wurde mir bewusst, dass ich beim Lernen gut vorankomme. Gleichzeitig behielt ich durch die Unterstützung die nächsten Schritte im Blick: Wann muss ich mich für meinen Studiengang einschreiben, wie regle ich das lästige Thema BAföG. Das hat mir nicht nur die nötige Sicherheit gegeben, sondern mir auch einen Vorteil gegenüber anderen verschafft. Durch dieses Wissen konnte ich sogar Freunden bei Fragen weiterhelfen!“

Stipendiatin lächelt in die Kamera
Foto: Privat

„Das, was ich am meisten am Studienkompass schätze, ist die Atmosphäre. Ab dem ersten Treffen mit meiner Regionalgruppe waren eine Dynamik der Gemeinschaft und Motivation zu spüren.“

Für Karolin ist das Programm vor allem wegen dem Miteinander so wertvoll:  „Nicht nur die Mentorinnen und Mentoren waren super aufgeschlossen und aufmerksam, sondern die gesamte Gruppe. Es war sofort ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt. Alle sind da, weil sie es wollen, nicht weil sie es müssen – und das merkt man. Egal mit welchem Problem man sich gerade herumschlägt, du findest immer jemanden, der dir mit Freude zuhört und dich unterstützt.“

Neben den Gruppentreffen und den Workshops zu Zukunftsplanung und Entscheidungen nutzte Karolin die Chance und nahm ergänzend am EntrepreneurshipKompass* in Stuttgart teil: „Diese Veranstaltung war mein bisheriges Highlight in der Förderung. Ich habe dort nicht nur andere Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Deutschland getroffen, sondern vor allem gelernt, was es bedeutet, sich etwas Eigenes aufzubauen. Das Beste daran war, dass wir uns mit Gründerinnen und Gründern aus unterschiedlichsten Branchen austauschen konnten. Das waren unheimlich inspirierende Gespräche.“

Gruppenfoto Studienkompass der Regionalgruppe Oberbergischer Kreis
Workshop, Teilnehmende schreibt Notizzettel
Workshop: Teilnehmende rennen

Für alle, die gerade überlegen, ob der Studienkompass etwas für sie ist, hat Karolin eine klare Botschaft: „Ich kann eine Bewerbung nur empfehlen, da der Studienkompass eine super Möglichkeit ist, über sich selbst hinauszuwachsen und herauszufinden, was man nach der Schule wirklich machen will. Ich habe durch die Teilnahme einen konkreten Plan entwickeln können. Außerdem hat mir der Studienkompass Sicherheit und Orientierung gegeben. Das Programm wirkt gezielt Nachteilen und Wissenslücken entgegen, wenn man aus einem nichtakademischen Haushalt stammt und sich für ein Studium entscheidet.“

Jetzt heißt es, Chancen nutzen und sich bis zum 19. April 2026 online für den Studienkompass bewerben! Schülerinnen und Schüler können sich – wie Karolin – im Oberbergischen Kreis oder an einem der anderen Standorte online bewerben: Augsburg, Berlin, Dresden, Duisburg/Düsseldorf, Frankfurt am Main, Friesland/Wilhelmshaven, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Paderborn, Rostock, Ruhrgebiet und Stuttgart.

 

*Der EntrepreneurshipKompass wurde zur Entrepreneurship Talent Academy weiterentwickelt und wird von der sdw in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung durchgeführt.

Über 330 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Förderung begrüßt

Nach der digitalen Aufnahme ins Studienförderwerk Klaus Murmann im Herbst 2025 folgen mit dem Jahresbeginn die Feierlichkeiten. Den Auftakt machte Berlin – bei der Veranstaltung kamen 120 Studierende zusammen. Im Februar folgt eine zweite Veranstaltung in Stuttgart.

Bei der Aufnahmefeier in der Hauptstadt ließen es sich unsere stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Christina Ramb, und unsere Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Alexandra Gerstner, nicht nehmen, die Studierenden persönlich zu begrüßen und mit ihnen in den Austausch zu gehen.

Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Christina Ramb überreicht Urkunde an Stipendiat
Foto: Amin Akhtar/sdw
sdw-Musiknetzwerk spielt Musik
Foto: Amin Akhtar/sdw
Neuaufgenommene Stipendiatinnen und Stipendiaten freuen sich
Foto: Amin Akhtar/sdw

Neben der feierlichen Zeremonie und einem Workshop zu Privilegien und Verantwortung stellte sich auch das Netzwerk vor: Von der Arbeit in den Regionalgruppen über das Engagement im Stipendiatischen Rat bis zu den Angeboten des sdw Alumni e. V. wurden viele Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Neuaufgenommenen in das Stipendium einbringen können.

Im Studienförderwerk fördern wir leistungsstarke, engagierte Studierende unabhängig von Studienfach und Hochschulart. Die aktuelle Bewerbungsphase läuft noch bis zum 3. März 2026 (13:00 Uhr): Weitere Informationen

Neuaufgenommene Stipendiatinnen stoßen an
Foto: Amin Akhtar/sdw
Neuaufgenommene Stipendiatinnen networken
Foto: Amin Akhtar/sdw
Geschäftsführerin Dr. Alexandra Gerstner überreicht Urkunde an Stipendiatin
Foto: Amin Akhtar/sdw

Mit Leidenschaft und Geduld für das Handwerk

Wer kann von sich behaupten, Selena Gomez eingekleidet zu haben?

Unser Stipendiat Jeff Mandres bringt Hollywood-Glamour zu TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung. Er hat die US-Schauspielerin und Sängerin Selena Gomez zwar nicht persönlich getroffen, aber er durfte ein Lookalike ihres Oscarkleids für ihre Wachsfigur im Madame Tussauds in Berlin anfertigen. Damit beweist Jeff in seiner Ausbildung, dass das Handwerk Kreativität und Können wunderbar vereint.

Stipendiat präsentiert das maßgeschneiderte Kleid
Foto: privat

Zurzeit macht Jeff eine Ausbildung zum Maßschneider im Atelier Pink Passion, welches öfters Aufträge für Madame Tussauds Berlin ausführt. So durfte er bereits beim Outfit von RuPaul mitwirken, hat Näharbeiten übernommen und den Stoff designed. Beim Kleid für Selena Gomez war er am gesamten Prozess beteiligt – vom Stoffdesign bis zum Verzieren – und konnte sich mit seinen Ideen und Können einbringen. „Das Kleid ist mit Liebe zum Detail entstanden und ich habe viel Zeit in die sorgfältige Ausarbeitung investiert. Besonders Spaß hatte ich beim Hotfixen, als ich etwa 10.000 Swarovski-Steinchen am Kleid ankleben durfte. Fünf Tage habe ich an diesem Schritt gearbeitet. Aber es ist eine sehr meditative Tätigkeit, bei der man schnell Resultate sieht“, erzählt Jeff über den Entstehungsprozess.

Jeff brennt für seinen Ausbildungsberuf und bringt sich mit der gleichen Begeisterung in das Stipendienprogramm ein. „TidA bietet mir die Möglichkeit, meine Leidenschaft für das Maßschneider-Handwerk und die Ausbildung sichtbar zu machen und gesellschaftlich mehr Wertschätzung dafür zu schaffen. Ich möchte TidA als Plattform nutzen, um Karrierewege alternativ zum Studium aufzuzeigen und die Bedeutung von Ausbildungsberufen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“

Wir gratulieren Jeff herzlich zu seiner ersten Maßanfertigung. Und wer sich selbst von diesem kunstvollen Handwerk überzeugen möchte, kann demnächst das Kleid bei Madame Tussauds in Berlin bestaunen!

TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung führen wir in Kooperation mit der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durch.