Ein neues Kapitel im sdw-Netzwerk beginnt

Abschlussfeier des Studienförderwerks Klaus Murmann

Rund 110 Stipendiatinnen und Stipendiaten kamen in Berlin zur diesjährigen Abschlussfeier des Studienförderwerks Klaus Murmann zusammen. Vom Sektempfang bis zum Abendessen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheiten für persönliche Gespräche und zum Netzwerken. Glückwünsche zum Abschluss des Stipendiums und zum Start in einen neuen Lebensabschnitt erhielten die Absolventinnen und Absolventen von Dr. Sven Murmann, Vorstandsvorsitzender der sdw, und Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung. Durch die Feier wurde klar, dass das Stipendium zwar formal endet, die Verbindung zur sdw und zu den Menschen im Netzwerk jedoch bestehen bleibt.

Absolventinnen und Absolventen beim Networking
Foto: Amin Akhtar/sdw
Dr. Sven Murmann, Vorstandsvorsitzender der sdw, beglückwünscht die Absolventinnen und Absolventen
Foto: Amin Akhtar/sdw
Dr. Alexandra Gerstner, Vorsitzende der Geschäftsführung, beglückwünscht die Absolventinnen und Absolventen
Foto: Amin Akhtar/sdw

Rückblick und Aufbruch

Ein Höhepunkt des Abends war das Podium „Retro der Förderzeit“. Absolventinnen und Absolventen blickten mit Dr. Nicole Saverschek, Leitung Studienförderwerk Klaus Murmann, auf prägende Momente zurück und teilten persönliche Erfahrungen. Das Podium machte deutlich: Das Stipendium bedeutet mehr als finanzielle Unterstützung, es schafft Raum für persönliche Entwicklung und die Entstehung und Umsetzung von Ideen – vom ehrenamtlichen Projekt bis hin zur Gründung eines Start-ups.

Alumna motiviert das Publikum, sich im sdw-Netzwerk einzubringen
Foto: Amin Akhtar/sdw
sdw-Musiknetzwerk sorgt für die Musik auf der Abschlussfeier
Foto: Amin Akhtar/sdw
Absolventinnen und Absolventen beim Networking
Foto: Amin Akhtar/sdw
Absolventinnen und Absolventen beim Networking
Foto: Amin Akhtar/sdw
Ein Absolvent des Studienförderwerks teilt seine Erfahrung mit dem Netzwerk
Foto: Amin Akhtar/sdw
Ein Absolvent des Studienförderwerks teilt seine Erfahrung mit dem Netzwerk
Foto: Amin Akhtar/sdw

Das sdw-Netzwerk aktiv mitgestalten

Diese lebendige Rückschau wurde mit dem Blick nach vorn verbunden. Carolin Büchting, Vorstandsmitglied des sdw Alumni e. V., zeigte Möglichkeiten auf, wie sich die frischgebackenen Alumnae und Alumni künftig engagieren und aktiv ins Netzwerk einbringen können. Denn lebenslanges Lernen, Erfahrungsaustausch und Engagement enden nicht mit der Förderung.

Mit der Abschlussfeier wurde sichtbar, was in der Förderzeit entstanden ist: Aus ambitionierten Studierenden sind unternehmerisch denkende Alumni in einem starken Netzwerk und mit Ideen sowie Tatendrang geworden, die künftig Wirtschaft und Gesellschaft prägen werden.

Gruppenfoto der Abschlussfeier des Studienförderwerks 2026
Foto: Amin Akhtar/sdw

Bei der gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Kuratorium der sdw am 4. September 2026 wurde Dr. Carsten Rahlfs als neues Mitglied im Kuratorium begrüßt. Im Juni wurde er zum neuen Vorstandsvorsitzenden des sdw Alumni e. V. gewählt. Satzungsgemäß ist er damit auch Mitglied im Kuratorium der sdw. Er folgt auf Dr. Heiner Feldhaus, der das Vorstandsamt zuvor viele Jahre innehatte.

Dr. Carsten Rahlfs kennt die Stiftung seit ihrer Anfangszeit. Als Stipendiat des dritten Jahrgangs des Studienförderwerks Klaus Murmann profitierte er sowohl von der Studien- als auch von der Promotionsförderung. Später arbeitete er viele Jahre im Bereich Private Equity und gründete vor zwei Jahren ein eigenes Family Office. Der sdw und dem Alumniverein war er all die Jahre weiterhin verbunden, u. a. als Mitglied der Auswahlkommission des Studienförderwerks.

Porträt von Dr. Carsten Ralfs
Foto: Privat

Der Startschuss im Studienkompass ist gefallen

Mit zwei Aufnahmefeiern an einem Tag in Frankfurt und Friesland/Wilhelmshaven läutet der Studienkompass seine bundesweite Veranstaltungsreihe ein und begrüßt die ersten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2026 im Förderprogramm

Auftakt an zwei Standorten gleichzeitig

Frankfurt und Friesland/Wilhelmshaven – zwei Regionen, ein Signal: Der Studienkompass hat seine Aufnahmefeiern für den Jahrgang 2026 gestartet. Mit insgesamt 40 neu aufgenommenen Stipendiatinnen und Stipendiaten feiert das Programm den Startschuss für die gezielte und individuelle Berufs- und Studienorientierung der Jugendlichen.

In Frankfurt begrüßte Christof von Dryander, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank Stiftung, 20 Schülerinnen und Schüler offiziell in der Förderung. Zur gleichen Zeit öffnete in Varel die „Börse der Ideen“ ihre Türen: Till Krägeloh, Geschäftsführer der Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, und Lars Krösche, kaufmännischer Geschäftsführer der sdw, hießen 20 junge Talente aus der Region herzlich willkommen.

Foto: sdw

Deutschlandweit 14 Aufnahmefeiern

Der Doppelauftakt markiert den Beginn einer umfangreichen Veranstaltungsreihe: Insgesamt 14 Aufnahmefeiern finden in den nächsten Wochen an Standorten in ganz Deutschland statt – von Kiel bis Augsburg, von Berlin bis Düsseldorf/Duisburg. Damit unterstreicht der Studienkompass sein Ziel für mehr Chancengerechtigkeit.

Die Aufnahmefeiern sind der Beginn einer mehrjährigen Förderung. Im Kreis von Eltern, Lehrkräften und regionalen Partnern des Studienkompass wurden die Jugendlichen feierlich aufgenommen. Gleichzeitig fand das erste Regionaltreffen mit ihren ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren statt.

Foto: sdw

Drei Jahre Förderung – ein lebenslanges Netzwerk

Der Studienkompass begleitet die Jugendlichen über drei entscheidende Jahre: die letzten beiden Schuljahre vor dem Abitur sowie das erste Jahr im Studium oder in der Ausbildung. Ziel ist es, den Übergang in den nächsten Lebensabschnitt mit Klarheit, Motivation und Sicherheit zu gestalten.

Unser Stipendiat Patrick Menner zeigt, was möglich wird, wenn Förderung, Eigeninitiative und Chancen zusammenkommen

Patrick studiert Wirtschaftswissenschaften an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und ist seit Herbst 2025 Teil des sdw-Netzwerks. Direkt mit der Aufnahme ins Studienförderwerk Klaus Murmann hatte er das Gefühl, am richtigen Ort zu sein: „Ich hatte mir lange ein Umfeld gewünscht, in dem ich auf Menschen mit ähnlichem Mindset und ähnlichen Ambitionen treffe. Über einen Freund, der selbst Stipendiat ist, bin ich auf das Studienförderwerk der sdw gestoßen. Wie viel das Stipendium wirklich zu bieten hat und wie wertvoll diese Möglichkeit ist, wurde mir aber erst nach Förderbeginn richtig klar.“

Patrick erhält bei der Aufnahmefeier seine Urkunde vom Vorstand
Foto: Amin Akhtar/sdw

Das Stipendium des Studienförderwerks gibt mir den Freiraum, mich voll auf meinen beruflichen Werdegang zu konzentrieren und an den Themen zu arbeiten, die mir wirklich am Herzen liegen, wie meinen verschiedenen Ehrenämtern.“

Das sdw-Netzwerk: Ein Ort der Vielfalt und Möglichkeiten

Vor allem das breite Netzwerk der sdw hat ihn beeindruckt: „Ich habe bereits auf der ersten Veranstaltung tolle und einzigartige Menschen kennengelernt, die alle etwas zu erzählen haben, ambitioniert sind und wirklich einen Unterschied machen wollen. Besonders begeistert hat mich die Vielfalt: Obwohl wir eine wirtschaftsnahe Stiftung sind, treffen hier ganz unterschiedliche Studiengänge und Charaktere aufeinander. Und genau das ist so wichtig, um aus der eigenen Bubble herauszukommen. Ich nehme aus diesen Begegnungen Freundschaften mit, die schon in dieser kurzen Zeit entstanden sind, und den Anspruch, ein Leben lang engagiert zu bleiben.“

Patrick in der USA beim wandern
Foto: Privat
Patrick in Indien
Foto: Privat

Neue Perspektiven durch Auslandserfahrungen

Schon im ersten Jahr seiner Förderung hat Patrick die Initiative ergriffen, um seine Ziele und Träume zu verfolgen. Vor allem seine Auslandsaufenthalte in den USA und in Indien haben ihn geprägt: „Das Stipendium hat mir ermöglicht, ins Ausland zu gehen. Ein Weg, der für meine persönliche Entwicklung enorm wertvoll ist. Ich habe als Kind jeden Sommer in Texas verbracht, und seither war es mein Traum, eines Tages an der University of Texas at Austin zu studieren. Ein Großteil meiner Familie war auf dieser Uni – mein Kleiderschrank war voll mit ihren T-Shirts und Pullis. Ich hätte nie gedacht, dass ich das wirklich schaffen würde. Als es dann tatsächlich passiert ist, hat es mir gezeigt: Wenn ich mich wirklich reinhänge, kann ich es schaffen und noch mehr. Seitdem gilt für mich: The sky is the limit! Über das Center for Global Business an der Texas McCombs School of Business, die zur University of Texas at Austin gehört, bot sich mir die Möglichkeit, als Berater für die NGO Pravah in Neu-Delhi zu arbeiten. Ich bin bewusst möglichst unvoreingenommen nach Indien gereist. Am Ende war ich von dem Land sehr beeindruckt, besonders von der Herzlichkeit der Menschen, dem tollen Essen, der antiken Architektur und von der Arbeit von Pravah. Die NGO unterstützt seit 30 Jahren junge Menschen mit einem gezielten Ansatz: Anstatt Hilfsangebote unter die Leute zu bringen, arbeitet sie mit den Menschen, an ihrer Eigeninitiative, ihrer Führungsstärke und ihrer Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen – und vertraut darauf, dass sich daraus gesellschaftlicher Wandel ergibt. Konkret habe ich Pravahs Finanzierungsstruktur der letzten zehn Jahre analysiert und daraus eine Fundraising-Strategie abgeleitet: Wo kommt das Geld her, wo liegen die Abhängigkeiten, welche Förderungen laufen aus und welche Engpässe entstehen dadurch. Daneben habe ich eine Strategie entwickelt, wie Pravah seine rund 700.000 Alumni stärker in die Spendenstrukturen einbinden kann, und arbeite aktuell noch an einer KI-Implementierungsstrategie für die Organisation. Indien und die Arbeit bei Pravah haben mich geerdet und mich auf eine Weise geschärft, die ich nicht erwartet hatte. Es hat mir gezeigt, wie viel Wirkung entsteht, wenn man an den Ursachen ansetzt statt an den Symptomen. Genau diesen Anspruch nehme ich mit für meine zukünftige Arbeit an der Schnittstelle von Wirtschaft und Policy. Im Moment verfolge ich das im Bereich Energy & Infrastructure Finance.“

Patrick hat seine Ziele klar vor Augen. Nach dem Sommer beginnt er ein Praktikum im Bereich Mergers & Acquisitions mit Fokus auf Energy. Anschließend plant er ein weiteres Praktikum in diesem Feld, bevor er sich auf seine Bachelorarbeit konzentrieren will. Das Studienförderwerk gibt ihm Rückendeckung, wie er selbst betont:

Patrick beim Networken auf der Aufnahmefeier des Studienförderwerks Klaus Murmann
Foto: Amin Akhtar/sdw

„Ich bin so dankbar für dieses Stipendium und die Möglichkeiten, die ich dadurch erhalte. Ich habe wirklich das Gefühl bekommen, alles erreichen zu können, was ich mir vornehme.“

Abschluss mit Perspektive

Die Schülerstipendien Lehramt Mintoring und Zukunft Lehramt verabschieden ihre Geförderten ins Studium

„Sicherheit in der Studienwahl.“ – so lautete eine der Antworten, die Geförderte bei der Absolvierendenfeier als Feedback zu ihrer Stipendienzeit auf Papierfliegern in die Runde schickten. Eine schlichte Aussage – und doch einer der schönsten Belege dafür, was Förderung über das Fachliche hinaus bewirken kann.

Neue Freundschaften, mehr Gelassenheit und der Mut, Unsicherheiten anzunehmen, wurden ebenso als Feedback auf die Papierflieger geschrieben, als 68 Geförderte und 13 ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren letzten Freitag zur Absolvierendenfeier von Lehramt Mintoring und Zukunft Lehramt in Mannheim zusammenkamen. Das Besondere an diesem Abend: Zum ersten Mal wurden auch Stipendiatinnen und Stipendiaten des Programms Zukunft Lehramt feierlich verabschiedet.

Absolventinnen und Absolventen werfen Papierflieger mit ihrem Feedback zur Förderung in den Himmel
Foto: sdw
Geförderte hören eine Rede des sdw-Teams bei der Abschlussfeier
Foto: sdw
Geförderte schreiben auf Papierflieger ihr Feedback
Foto: sdw

Rückblick auf Jahre des Wachstums

Beide Schülerstipendienprogramme begleiten Jugendliche auf ihrem Weg ins Lehramt. Sie ermöglichen frühe Einblicke ins Studium sowie in den Lehrberuf und fördern Kompetenzen – bei Lehramt Mintoring insbesondere im MINT-Bereich. Außerdem vernetzen sie junge Menschen mit Mentorinnen und Mentoren, die selbst im Lehramtsstudium stecken. Was dabei entsteht, ist mehr als Orientierung, es ist ein lebendiges Netzwerk aus Gleichgesinnten.

Das zeigt sich auch, wenn man sich die Bilanz der ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren ansieht:
„Am schönsten fand ich an meinem Ehrenamt den Kontakt zu motivierten Gleichgesinnten.“
„Ich nehme mit, dass es sich immer lohnt, sich Zeit zu nehmen, auch wenn es erst nicht so scheint.“

Von Geförderten ins Mentoring-Team

Besonders bewegend: Einige der Absolvierenden sowohl von Lehramt Mintoring als auch von Zukunft Lehramt haben entschieden, den Programmen als Mentorinnen und Mentoren erhalten zu bleiben. Sie tragen ihre Erfahrungen, die sie selbst durch die Förderung gemacht haben, weiter und stärken damit das sdw-Netzwerk.

Kompetenzworkshop als krönender Abschluss

Am Wochenende folgte für 17 Absolvierende der Kompetenzworkshop „Souverän im Klassenzimmer“. Im Mittelpunkt standen der Umgang mit Herausforderungen im Klassenzimmer, die Erweiterung der eigenen Handlungskompetenz sowie neue Perspektiven auf Rolle und Haltung als Lehrkraft – praxisnah, reflektiert und zukunftsorientiert.

Ein Wochenende, das zeigte: Was hier wächst, wirkt weit über die Förderzeit hinaus.

Lehramt Mintoring setzen wir gemeinsam mit der Vector Stiftung und der Dieter Schwarz Stiftung um, Zukunft Lehramt gemeinsam mit der Dieter Schwarz Stiftung.

Geförderte tauschen sich in einer Kleingruppe aus
Foto: sdw
Geförderte bekommen Input im Seminarraum
Foto: sdw
In Gruppenarbeit sammeln Geförderte Ideen
Foto: sdw

TidA-Stipendiat Amaru berichtet über Chancen, Gemeinschaft und seinen Weg in die Orthopädietechnik

Amaru Largaespada Rienäcker ist in seinem ersten Lehrjahr zum Orthopädietechnik-Mechaniker bei dem Sanitätshaus Seeger und Stipendiat bei TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung. Er liebt die handwerkliche und soziale Vielfalt seiner Tätigkeit: „Ich habe mich für die Ausbildung entschieden, da ich mit diesem Beruf Menschen helfen kann, nach schweren Schicksalsschlägen wie beispielsweise Amputationen sich wieder in ihren Alltag zu integrieren. Besonders die Momente, wenn ich Patientinnen und Patienten fertige Prothesen oder andere Hilfsmittel übergeben darf, bleiben in Erinnerung. Die Freude in ihren Gesichtern, darüber dass sie sich wieder besser bewegen können, ist der Hauptgrund für meine Berufswahl. TidA bietet nicht nur eine super finanzielle Unterstützung, sondern echte Gestaltungsmöglichkeiten für uns Stipendiatinnen und Stipendiaten.“

Stipendiat lächelt in die Kamera
Foto: Privat

Ob der Aufbau eines Netzwerkes oder das Sammeln von Erfahrungen und Wissen – ich konnte schon viel für mich mitnehmen.“

Über sein Engagement in der Ausbildung hinaus ist Amaru sehr wissbegierig und nutzt die Weiterbildungsangebote von TidA. Von den abwechslungsreichen Inhalten des Stipendiums ist er begeistert: „Von Themen wie Zeit- und Selbstmanagement über Mental Health bis hin zu Unternehmertum habe ich schon einige Workshops und Veranstaltungen besucht. So konnte ich sowohl coole Methoden für eine bessere Strukturierung meiner Zeit, klarere Organisierung meiner Ziele, als auch Wissen zu verschiedensten Themen mitnehmen.“

Vier Auszubildende halten das TidA-Schild hoch und lächeln in die Kamera
Foto: Sebastian Woithe/sdw
Gruppenarbeit von Auszubildenden während eines Workshops
Foto: sdw
Freudiges Gruppenfoto nach einem Workshop neben dem TidA-Roll-up
Foto: sdw

Aus Amarus Sicht lohnt sich eine Bewerbung bei TidA auf jeden Fall: „Natürlich ist die finanzielle Förderung ein super Anreiz, aber ich habe schnell bemerkt, dass das Stipendium so viel mehr und langlebigere Dinge bietet – von den vielen neuen Kontakten bis hin zu wertvollem Wissen.“

Daher gilt: Nutze auch du deine Chance und bewirb dich in Berlin oder Düsseldorf bis zum 4. September für TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung!

TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung führen wir in Kooperation mit der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durch.

Absolvierendenfeier des Studienkompass

Drei Jahre – viele Wege – ein gemeinsamer Aufbruch: In der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt feierten 330 Geförderte das Ende ihrer Förderung

Drei Jahre können vieles verändern. Aus ersten Fragen zur beruflichen Zukunft wurden klare Ziele, aus Unsicherheit Haltung, aus einzelnen Begegnungen entstand ein Netzwerk, das weit über die Förderzeit hinaus trägt. Bei der Absolvierendenfeier des Studienkompass Mitte Juni wurde genau diese Entwicklung sichtbar. Unter dem Motto „Drei Jahre – viele Wege – ein gemeinsamer Aufbruch“ kamen Geförderte, Mentorinnen und Mentoren sowie Partner des Programms zusammen, um den Förderabschluss zu feiern und auf die nächsten Schritte zu blicken.

Viele der Teilnehmenden haben inzwischen erfolgreich ein Studium oder in eine Ausbildung begonnen. Während der Förderung stärkten sie ihre Kompetenzen durch persönliches Coaching, zahlreiche Workshops sowie digitale Lernangebote. Gleichzeitig knüpften sie wertvolle Kontakte, die über die Programmzeit hinaus bestehen bleiben.

Gruppenfoto Abschlussfeier des Studienkompass 2026
Foto: Gerd Scheffler/sdw
Eine Sängerin mit Gitarre macht Stimmung auf der Bühne
Foto: Gerd Scheffler/sdw
Eine Urkunde wird überreicht zur erfolgreichen Teilnahme am Studienkompass
Foto: Gerd Scheffler/sdw

Neben den Urkundenübergaben bot die Feier Raum für Begegnungen, persönliche Gespräche und Erfahrungsaustausch. Auf dem Podium gratulierten Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der Deutsche Bank Stiftung, Christina Ramb, Vorständin der sdw, und Prof. Dr. Nikolaus Risch, Vorstand der Heinz Nixdorf Stiftung, den Absolvierenden. Dabei sprachen sie über Chancen, Umwege in Biografien und berufliche Orientierung. Im Publikumsdialog mit den Förderpartnern diskutierten Dr. Alexandra Gerstner, Geschäftsführerin der sdw, Till Krägeloh, Geschäftsführer der Barthel Stiftung, und Dr. Hellen Fitsch, Vorständin der Accenture-Stiftung, gemeinsam mit den Geförderten und Ehrenamtlichen über den Umgang mit Unsicherheiten, die Bedeutung von Unterstützung und den Mut , Verantwortung zu übernehmen.

Am folgenden Tag vertieften die Teilnehmenden ihre Zukunftskompetenzen in ihrem letzten Workshop „Horizonte ansteuern“. Im Fokus standen Themen wie Finanzmanagement, sicheres Auftreten sowie der konstruktive Umgang mit Stress und Veränderungen.

Die Absolventinnen und Absolventen verlassen den Studienkompass nicht nur mit wertvollen Erfahrungen und neuem Wissen, sie nehmen ein starkes Netzwerk mit und das Vertrauen, ihre berufliche und gesellschaftliche Zukunft aktiv zu gestalten.

Frau Ramb überreicht eine Urkunde an eine Stipendiatin im Rollstuhl
Foto: Gerd Scheffler/sdw
Vier Geförderte und Mentorinnen strahlen in die Kamera
Foto: Gerd Scheffler/sdw
Das Publikum klatscht und freut sich bei der Abschlussfeier des Studienkompass
Foto: Gerd Scheffler/sdw

TidA öffnet Türen

Über das Potenzial von Netzwerken und persönlicher Entwicklung während der Ausbildung

Unsere TidA-Stipendiatin Takoua Ayadi befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr zur Rechtsanwaltsfachangestellten in der Kanzlei Godefroid & Pielorz in Düsseldorf, die auf Bankrecht spezialisiert ist. Zusätzlich macht sie ihr Fachabitur und bringt sich bei TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung als Gruppensprecherin ein. Takoua hat schnell erkannt, dass nicht nur die finanzielle Unterstützung von TidA für sie einen großen Mehrwert bietet.

Porträt Takoua
Foto: Privat

„Ich habe gemerkt, dass sich das Stipendium für mich gelohnt hat, als ich angefangen habe, neue Dinge zu lernen und mich mit Menschen zu vernetzen, die zuvor nicht Teil meines Umfelds waren.“

„Wenn man als Kind mit Migrationshintergrund und wenig Geld aufwächst, lernt man oft nicht, wie man investiert, was gutes Zeitmanagement ist oder was positive und negative Schulden sind. Solches Wissen von zu Hause vermittelt zu bekommen, ist ein Privileg, das nicht viele haben. TidA hat mir persönlich die Möglichkeit gegeben, Zugang zu genau dieser Art von Bildung zu erhalten.“

Das Stipendium bietet seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Bandbreite an unterschiedlichen Veranstaltungen, die Takoua direkt für sich entdeckt hat. Sie besuchte Seminare wie „Sich gekonnt präsentieren“, „Was macht gute Führung aus?“ oder einen Workshop zum Thema Zeitmanagement. Besonders begeistert hat sie die Begegnungsveranstaltung mit dem Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB), bei der Studierende aus dem Studienförderwerk Klaus Murmann der sdw sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) mit Geförderten von TidA zusammentreffen, um über die Werte der Demokratie zu diskutieren. „Ich habe bereits zweimal an einer solchen Begegnungsveranstaltung teilgenommen, da ich dort wertvolle Kontakte knüpfen konnte und mich die Gesprächsthemen wie soziale Medien, Journalismus und Demokratie interessieren. Die große Besonderheit ist aber, dass ich dort mit Menschen aus Politik und Wissenschaft auf Augenhöhe diskutieren durfte.“

TidA-Workshop: Zwei Stipendiatinnen stehen in der Mitte eines Kreises berichten und lächeln
Foto: SBB/Marc Bieschinski
TidA-Stipendiatin stellt während einer Veranstaltung eine Frage
Foto: SBB/Marc Bieschinski
Vier TidA-Stipendiatinnen und Stipendiaten bei der Gruppenarbeit
Foto: sdw

TidA unterstützt seine Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht nur dabei, Ziele zu setzen, sondern auch, diese zu verfolgen zum Beispiel über die individuelle Betreuung einer Mentorin oder eines Mentors. „Besonders hilfreich fand ich, dass das Mentoring flexibel und frei gestaltbar war. Es hat mir geholfen, meinen eigenen Stand besser einzuschätzen“, erzählt Takoua und hat bereits ihre nächsten Schritte fest im Blick, „Nach meiner Ausbildung möchte ich ein Studium beginnen. Ich würde gerne etwas im Bereich Wirtschaftskriminalität studieren und später auch in diesem Feld arbeiten.“

Für alle, die noch zögern, sich für das TidA-Stipendium zu bewerben, findet Takoua klare Worte: „Das Stipendium ist eine großartige Chance – auf Wissen, persönliche Entwicklung und viele offene Türen. Trau dich und bewirb dich, auch wenn du denkst, dass du vielleicht nicht hineinpasst oder nicht genug Wissen mitbringst. TidA ist sehr divers und bietet gerade auch Menschen ohne privilegierten Hintergrund viele Möglichkeiten.“

TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung führen wir in Kooperation mit der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durch.

Hier geht es zur Bewerbung!

Die Mentorinnen und Mentoren unseres Schülerstipendiums Lehramt Mintoring bestätigen Wirksamkeit

Seit 2012 begeistern wir mit Lehramt Mintoring Schülerinnen und Schüler für ein Lehramtsstudium in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Eine zentrale Stütze des Programms bilden die ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren. Die Lehramtsstudierenden begleiten die Teilnehmenden durch den gesamten Förderzeitraum, geben ihr Wissen weiter und sammeln selbst Praxiserfahrungen. Ihre Perspektive und ihren Kenntnisgewinn haben wir in einer anonymen Befragung ermittelt. Ihre Antworten sind ein Statement für die Wirksamkeit unseres Programms!  

Ergebnisse Mentoring-Umfrage mit 100 % Zufriedenheit
Mentorinnen und Mentoren unterhalten sich und lachen
Foto: Laura Boysen Fotografie/sdw

Im Mentoring geben die Engagierten Einblicke in ihr eigenes Lehramtsstudium, knüpfen an die Lebenswelten der Jugendlichen an und wachsen dabei selbst: pädagogisch, methodisch und digital. So bestätigen 88 % der Befragten, durch das Ehrenamt die für ihre zukünftige Lehramtstätigkeit notwendigen Kompetenzen ausgebaut zu haben.

Zu den Ergebnissen der Befragung

Auch für den neuen Jahrgang von Lehramt Mintoring suchen wir wieder engagierte Lehramtsstudierende aus Baden-Württemberg, die ab Herbst 2026 Teil unseres starken Netzwerks werden wollen. Hier geht es zur Registrierung.

Stipendiatin Helen über ihren Weg ins Lehramtsstudium in den Fächern Mathe und Informatik

Unsere Stipendiatin Helen Deubler steckt mitten im letzten Förderjahr von Lehramt Mintoring und im zweiten Semester ihres Lehramtsstudiums in den Fächern Mathe und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Ihre Begeisterung für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wurde schon früh geweckt: „Mathe hat mir schon seit meiner Schulzeit an der Realschule viel Spaß gemacht, vor allem weil ich es mochte, Aufgaben nach klaren Prinzipien zu lösen. Während meiner Abiturzeit habe ich großes Interesse an Informatik entwickelt, insbesondere das Programmieren habe ich für mich entdeckt.“

Für Helen war deswegen schnell klar, dass sie sich auch nach ihrer Schulzeit mit genau diesen Fächern beschäftigen möchte. „Ich halte MINT für sehr wichtig, da MINT-Kompetenzen eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielen und unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen. Für mein Studium habe ich mich entschieden, weil mich die Inhalte interessieren und ich zeigen möchte, dass Frauen in diesen Bereichen genauso erfolgreich sein können. Gerade im Lehramt sehe ich die Möglichkeit, andere dafür zu begeistern und zu motivieren. Und ich hatte schon immer große Freude daran, Wissen weiterzugeben.“ Diese Kombination aus MINT und Lehramt brachte sie zum Schülerstipendium Lehramt Mintoring, welches ihr verschiedene Studienmöglichkeiten aufzeigte und sie bis heute bei ihrer Zukunftsplanung unterstützt

Helen lächelt in die Kamera
Foto: Privat

„Durch Lehramt Mintoring habe ich einen realistischen Einblick in das Studium und den späteren Beruf als Lehrerin erhalten. Besonders die Gespräche mit anderen Teilnehmenden sowie mit den Mentorinnen und Mentoren haben mir geholfen, meine Entscheidung zu festigen.“

Diese Gelegenheit konnte Helen vor allem bei der Herbstakademie in Heidelberg 2024 nutzen: „Dort hatte ich die Möglichkeit, mich intensiv mit vielen Gleichgesinnten auszutauschen. Da die Mentorinnen und Mentoren selbst Lehramt studieren, habe ich viele hilfreiche Einblicke in den Bewerbungsprozess an Hochschulen und Universitäten bekommen und konnte gleichzeitig allgemeine Informationen über verschiedene Studienorte sammeln.“

Noch bis zum 5. Juli 2026 können sich Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg für Lehramt Mintoring bewerben. Für Helen steht fest: Es lohnt sich! „Durch Lehramt Mintoring bin ich sicher und bestärkt ins Lehramtsstudium gestartet. Aus dem Programm konnte ich sowohl fachlich als auch persönlich sehr viel mitnehmen.“