Gezielte Unterstützung, unternehmerischer Schwung und die richtigen Kontakte haben Noah Campana während seines Stipendiums im Studienförderwerks geholfen, seinen Traum von der eigenen Gründung umzusetzen.
„Das Stipendium hat mich in unglaublich vielen Bereichen meines Lebens bestärkt, allen voran bei meiner inneren Haltung. Es hat mir den Mut gegeben, wirklich groß zu denken.“
Noch während seines Masterstudiums in Data Science and Advanced Analytics gründet Noah zusammen mit seinem Co-Founder Florian Koller das Start-up nemox. „Mir war schon früh klar, dass ich im Tech-Bereich gründen möchte. Als ich mit meiner Bachelor-Thesis fertig war, hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit ChatGPT. Damals konnte die KI gerade mal gut übersetzen. Trotzdem war mir klar, dass das die Technologie der Zukunft ist. Deshalb entschied ich, mich in meinem Master tiefer mit Data Science und Statistik zu beschäftigen, da das die grundlegenden Prinzipien der heutigen KI-Modelle sind.“
Mit seiner klaren Vision und der Unterstützung des Studienförderwerks Klaus Murmann ging Noah nach Lissabon an die NOVA IMS. „Meinen Studienort habe ich bewusst gewählt, weil ich vorher während eines Auslandssemesters in Australien zum ersten Mal erlebt habe, wie gute Bildung funktioniert: teambasiert, in kleinen Gruppen und mit vielen unterschiedlichen Projekten, anstelle von Frontalunterricht und einer Klausur am Ende des Semesters. Deshalb habe ich nach Unis gesucht, die renommiert sind und gleichzeitig diesen Bildungsansatz verfolgen. Die sdw hat zu diesem Entschlussmaßgeblich beigetragen, da ich mir ohne die Förderung mein Auslandssemester niemals hätte leisten können. Dabei war genau das der Knackpunkt, warum ich mich letztlich für den Master in Lissabon entschieden habe.“


Mit einem KI-Assistenten die Luftfrachtspedition neu denken
Mittlerweile hat Noah zusammen mit seinem Co-Founder Florian Koller, Isabel Bertram, Founders Associate, und seinem Team aus Software-Entwicklern einen KI-Assistenten für mittelständische Luftfrachtspediteure auf den Markt gebracht. Über Monate arbeiteten sie mit Speditionen zusammen, haben sich Prozesse bei Angeboten, Exporten, Importen und der Buchhaltung angeschaut und analysiert, Prototypen gebaut und wieder verworfen. Was daraus entstanden ist: ein KI-Assistent, der bestehende Systeme wie Transportmanagement, Ratenportale, Buchungsplattformen, Tracking und Kundenportale verbindet. Er bucht Transporte, prüft Rechnungen, unterstützt bei der Zollabwicklung und verfasst Antwortentwürfe. All dies geschieht direkt im Outlook-Postfach, sodass die Sachbearbeitenden aus ihrem E-Mail-Postfach die Arbeit zentral prüfen und abwickeln können – effektiv und übersichtlich. „Das Konstruktionsprinzip von nemox ist einfach: Der KI-Assistent legt vor, der Mensch entscheidet“, erklärt Noah. „Meine Vision für nemox ist, dass jedes physikalische Gut, das transportiert wird, über unsere Software abgewickelt wird. Im Moment konzentrieren wir uns dafür vor allem auf zwei Meilensteine: Skalierung und autonomere Entscheidungen.“
Gut vernetzt für den Reality Check
Noah schreitet nicht nur mit seinem Unternehmen zielstrebig voran, sondern sucht aktiv den konstruktiven Austausch im sdw-Netzwerk. „Durch mein Stipendium habe ich Zugang zu sehr vielen enorm motivierten und intelligenten Menschen bekommen. Die sdw und ihr Netzwerk war und ist für mein Gründungsvorhaben eine enorme Unterstützung. Einerseits ist das Liebenberg Syndicate bei uns als Investor eingestiegen. Andererseits ist mein persönliches Umfeld durch die sdw gewachsen. Mein enger Freundeskreis, der im gesamten Entrepreneurship-Ökosystem enorm gut vernetzt ist, steht mir jederzeit mit Mentorship und Intros zu Unternehmen zur Seite. Auch ist über die sdw Kontakt zu einem Cambridge-Professor entstanden, der als Vertrauensdozent die Londoner Regionalgruppe betreut und mir weitergeholfen hat, mich tiefer in die KI-Technologie einzuarbeiten.“
Auch beim Gründer- und Unternehmer:innenforum 2026 (GUF) des sdw Alumni e. V. hat Noah seine Chance genutzt, um sich auszutauschen und Input für seine nächsten Schritte mit nemox zu holen: „Es ist wirklich krass, wie familiär sich das GUF anfühlt und gleichzeitig hochkarätige Persönlichkeiten in so einem kleinen Raum zusammenkommen. Ich habe realitätsnahe Einblicke aus Sicht von Investorinnen und Investoren sowie Gründerinnen und Gründern erhalten. Es ist verrückt und bereichernd, dass man einfach mal 15 Minuten mit Persönlichkeiten wie Stefan Oswald, Gründer vom Unicorn Parloa, ins Gespräch kommen kann.“


