„Ich kann mehr erreichen, als ich mir je zugetraut hätte!“

Unser Stipendiat Patrick Menner zeigt, was möglich wird, wenn Förderung, Eigeninitiative und Chancen zusammenkommen

Patrick studiert Wirtschaftswissenschaften an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und ist seit Herbst 2025 Teil des sdw-Netzwerks. Direkt mit der Aufnahme ins Studienförderwerk Klaus Murmann hatte er das Gefühl, am richtigen Ort zu sein: „Ich hatte mir lange ein Umfeld gewünscht, in dem ich auf Menschen mit ähnlichem Mindset und ähnlichen Ambitionen treffe. Über einen Freund, der selbst Stipendiat ist, bin ich auf das Studienförderwerk der sdw gestoßen. Wie viel das Stipendium wirklich zu bieten hat und wie wertvoll diese Möglichkeit ist, wurde mir aber erst nach Förderbeginn richtig klar.“

Patrick erhält bei der Aufnahmefeier seine Urkunde vom Vorstand
Foto: Amin Akhtar/sdw

Das Stipendium des Studienförderwerks gibt mir den Freiraum, mich voll auf meinen beruflichen Werdegang zu konzentrieren und an den Themen zu arbeiten, die mir wirklich am Herzen liegen, wie meinen verschiedenen Ehrenämtern.“

Das sdw-Netzwerk: Ein Ort der Vielfalt und Möglichkeiten

Vor allem das breite Netzwerk der sdw hat ihn beeindruckt: „Ich habe bereits auf der ersten Veranstaltung tolle und einzigartige Menschen kennengelernt, die alle etwas zu erzählen haben, ambitioniert sind und wirklich einen Unterschied machen wollen. Besonders begeistert hat mich die Vielfalt: Obwohl wir eine wirtschaftsnahe Stiftung sind, treffen hier ganz unterschiedliche Studiengänge und Charaktere aufeinander. Und genau das ist so wichtig, um aus der eigenen Bubble herauszukommen. Ich nehme aus diesen Begegnungen Freundschaften mit, die schon in dieser kurzen Zeit entstanden sind, und den Anspruch, ein Leben lang engagiert zu bleiben.“

Patrick in der USA beim wandern
Foto: Privat
Patrick in Indien
Foto: Privat

Neue Perspektiven durch Auslandserfahrungen

Schon im ersten Jahr seiner Förderung hat Patrick die Initiative ergriffen, um seine Ziele und Träume zu verfolgen. Vor allem seine Auslandsaufenthalte in den USA und in Indien haben ihn geprägt: „Das Stipendium hat mir ermöglicht, ins Ausland zu gehen. Ein Weg, der für meine persönliche Entwicklung enorm wertvoll ist. Ich habe als Kind jeden Sommer in Texas verbracht, und seither war es mein Traum, eines Tages an der University of Texas at Austin zu studieren. Ein Großteil meiner Familie war auf dieser Uni – mein Kleiderschrank war voll mit ihren T-Shirts und Pullis. Ich hätte nie gedacht, dass ich das wirklich schaffen würde. Als es dann tatsächlich passiert ist, hat es mir gezeigt: Wenn ich mich wirklich reinhänge, kann ich es schaffen und noch mehr. Seitdem gilt für mich: The sky is the limit! Über das Center for Global Business an der Texas McCombs School of Business, die zur University of Texas at Austin gehört, bot sich mir die Möglichkeit, als Berater für die NGO Pravah in Neu-Delhi zu arbeiten. Ich bin bewusst möglichst unvoreingenommen nach Indien gereist. Am Ende war ich von dem Land sehr beeindruckt, besonders von der Herzlichkeit der Menschen, dem tollen Essen, der antiken Architektur und von der Arbeit von Pravah. Die NGO unterstützt seit 30 Jahren junge Menschen mit einem gezielten Ansatz: Anstatt Hilfsangebote unter die Leute zu bringen, arbeitet sie mit den Menschen, an ihrer Eigeninitiative, ihrer Führungsstärke und ihrer Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen – und vertraut darauf, dass sich daraus gesellschaftlicher Wandel ergibt. Konkret habe ich Pravahs Finanzierungsstruktur der letzten zehn Jahre analysiert und daraus eine Fundraising-Strategie abgeleitet: Wo kommt das Geld her, wo liegen die Abhängigkeiten, welche Förderungen laufen aus und welche Engpässe entstehen dadurch. Daneben habe ich eine Strategie entwickelt, wie Pravah seine rund 700.000 Alumni stärker in die Spendenstrukturen einbinden kann, und arbeite aktuell noch an einer KI-Implementierungsstrategie für die Organisation. Indien und die Arbeit bei Pravah haben mich geerdet und mich auf eine Weise geschärft, die ich nicht erwartet hatte. Es hat mir gezeigt, wie viel Wirkung entsteht, wenn man an den Ursachen ansetzt statt an den Symptomen. Genau diesen Anspruch nehme ich mit für meine zukünftige Arbeit an der Schnittstelle von Wirtschaft und Policy. Im Moment verfolge ich das im Bereich Energy & Infrastructure Finance.“

Patrick hat seine Ziele klar vor Augen. Nach dem Sommer beginnt er ein Praktikum im Bereich Mergers & Acquisitions mit Fokus auf Energy. Anschließend plant er ein weiteres Praktikum in diesem Feld, bevor er sich auf seine Bachelorarbeit konzentrieren will. Das Studienförderwerk gibt ihm Rückendeckung, wie er selbst betont:

Patrick beim Networken auf der Aufnahmefeier des Studienförderwerks Klaus Murmann
Foto: Amin Akhtar/sdw

„Ich bin so dankbar für dieses Stipendium und die Möglichkeiten, die ich dadurch erhalte. Ich habe wirklich das Gefühl bekommen, alles erreichen zu können, was ich mir vornehme.“