„MINT und Entrepreneurship gehören zusammen!“
Die Botschaft von Bundesbildungsministerin Karin Prien beim heutigen 14. Nationalen MINT Gipfel in Berlin war deutlich und unterstrich das diesjährige Thema, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten: „Gründergeist, Entrepreneurship und Innovationen: Wie entfesseln wir die Potenziale im MINT-Bereich?“
Das Nationale MINT Forum, zu deren Mitgliedern auch die sdw gehört, lädt in jedem Jahr zu dieser Veranstaltung ein, um aktuelle Herausforderungen und Lösungen für die Stärkung der MINT-Bildung zu diskutieren. Ziel ist es auch, dem großen Fachkräftemangel im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich entgegen zu wirken.
Mit Statements von gleich zwei Ministerien war auch die Politik prominent vertreten. Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär stellten gemeinsam den neuen Aktionsplan MINT+ vor, der u. a. eine stärkere Vernetzung von formaler und außerschulischer Bildung sowie den Ausbau regionaler Bildungsökosysteme und Partnerschaften vorsieht.
Anlässlich des Gipfels veröffentlichte das Nationale MINT Forum auch ein Positionspapier zum Thema, das die Notwendigkeit herausstellt, Innovationspotenziale und unternehmerisches Denken in Deutschland weiter zu stärken – insbesondere in Zeiten tiefgreifender Transformationsprozesse: MINT-Bildung, Maker Education und Entrepreneurship gehören untrennbar zusammen, wenn Deutschland seine Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will. Dazu brauchen wir auch mehr Mut. Das zu vermitteln und zu stärken beginnt schon in Schule, Ausbildung und Studium. Entrepreneurship Education sollte dabei nicht als Zusatzthema, sondern als Transformationshebel für eine zukunftsfähige MINT-Bildung verstanden werden. Ziel ist eine Generation junger Menschen, die technologische Kompetenz mit Gestaltungswillen, wirtschaftlichem Verständnis und gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.
Die sdw unterstützt diese wichtigen Forderungen und hat bereits eigene Angebote kreiert, um jungen Menschen zu begleiten. Mit der Entrepreneurship Talent Academy (ETA) ermöglichen wir Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, Einblicke in die Start-up-Welt zu erhalten, eigene Ideen zu entwickeln und Zukunftskompetenzen auszubauen. Einige Alumni der ETA haben bereits gezeigt, wie gut technische Fragestellungen und eigene Gründungen zusammenpassen. So hat beispielsweise Alumnus Anton Schope das Unternehmen Elbklar gegründet, das professionelle Reinigungen mit Drohnentechnologie anbietet. Am Vorabend des Gipfels wurde er dafür vom Verein „MINT Zukunft schaffen!” als neuer MINT-Botschafter ausgezeichnet.
Auch im Studienförderwerk spielen Unternehmertum und die Transformationsprozesse der Wirtschaft eine wichtige Rolle. Studierende und Promovierende erhalten u. a. in der School of Transformation nicht nur Einblicke in eine nachhaltige Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
Nach wie vor ist auch die Ausbildung von Lehrkräften im MINT-Bereich eine große Herausforderung, um den Bedarf an Fachkräften decken zu können. Auch hier sieht das Positionspapier die Notwendigkeit vor, Entrepreneurship-Inhalte und digitale Kompetenzen in der Ausbildung stärker zu verankern. Mit unserem Angebot Lehramt Mintoring ermutigen wir Schülerinnen und Schüler schon vor dem Abitur, ihr MINT-Interesse auszubauen und sich mit dem Lehrberuf näher zu beschäftigen. Die Vermittlung von Zukunftskompetenzen ist auch hier zentraler Bestandteil des Programms.