Von der Idee zum Start-up – Stipendiaten und Alumni aus dem Studienförderwerk berichten
Sascha, Robin und Jan lernten sich über die School of Transformation kennen und verfolgten mit dem Aufbruchstipendium im letzten Jahr die Frage, wie sich eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig gestalten lassen. Ihre Antwort war die gleiche: Die gezielte Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Diese Vision führte alle drei ins Unternehmertum – ihre Start-ups brixl und better bites sind so unterschiedlich wie innovativ.
„Neben dem Studium zu gründen, halte ich für einen optimalen Zeitpunkt, da man noch sehr wenige Verpflichtungen hat, geringe monatliche Ausgaben und die perfekte Opportunität, um unterschiedliche Ideen zu validieren und Erfahrungen zu sammeln.“
Sascha Nievelstein, Alumnus und Gründer von brixl
Sascha Nievelstein und Robin Karutz vereinten ihre Kräfte sowie Fähigkeiten und gründeten brixl, um durch den Einsatz von KI mehr Effizienz im Bausektor zu schaffen. „Das Baugewerbe bietet angesichts des immensen Ressourcenverbrauchs und Emissionsausstoßes einen wahnsinnigen Nachhaltigkeitshebel. Mit brixl wollen wir die Branche digitaler und nachhaltiger machen“, erklärt Robin. In über hundert Interviews mit Bauunternehmen, Planungsbüros, Vergabestellen und Branchenverbänden fanden sie heraus, dass Unternehmen viel Zeit bei der Sichtung von Ausschreibungen und der Suche nach Informationen verlieren. Daher bündelten sie ihr Know-how in einem Start-up: Robin als Wirtschaftsingenieur und Sascha als Informatiker. Sie entwickelten eine KI-gestützte Software, die Ausschreibungen automatisiert findet, strukturiert und analysiert. Mittlerweile sind die beiden Alumni des Studienförderwerks und fokussieren sich auf brixl. Seit Beginn dieses Jahres wird ihr Start-up durch das EXIST Gründungsstipendium gefördert. „Dadurch konnte ich direkt vom Studium in die Selbstständigkeit in Vollzeit starten“, berichtet Sascha, „seit dem Beginn des Studiums verfolge ich den Traum, nach dem Abschluss einen fließenden Übergang vom Studium in die Selbstständigkeit zu finden. Nun kann ich diesen Traum leben.“

Jan Thier studiert hingegen noch im Master Data Science and Advanced Analytics an der NOVA IMS Information Management School und widmet sich der Thematik der Überproduktion von Lebensmittelresten in Großküchen. Denn zwei seiner Freunde, Mattis Sippel und Nico Nonnen, entschieden sich, in die Unternehmenswelt einzusteigen. Mattis – mittlerweile Alumnus des Studienförderwerks – nutzte sein letztes Jahr im Stipendium, um die Gründung von better bites voranzutreiben. Er nahm 2025 an der Start-up-Werkstatt des Studienförderwerks Teil und pitchte auf dem Gründer- und Unternehmer:innenforum des sdw Alumni e. V. „Mattis und Nico haben better bites nach unserem gemeinsamen Bachelorstudium aufgebaut, während ich im Praktikum vor dem Start meines Masters war. Als ich das Praktikum abgeschlossen hatte, habe ich mich eingebracht. Insbesondere die School of Transformation hat mich durch den regelmäßigen Austausch und konstruktives Feedback dabei unterstützt, unsere Vision weiterzuentwickeln und konsequent zu verfolgen.“ better bites bietet eine KI-gestützte Softwarelösung, die eine präzise Prognose der Gästezahlen und des daraus resultierenden Lebensmittel- sowie Personalbedarfs in Mensen und Kantinen ermöglicht. Durch die datenbasierten Prognosen werden die Essensplanung, der Lebensmitteleinkauf sowie die Schichtplanung optimiert und folglich Kosten sowie Lebensmittelverschwendung reduziert. Das Ziel von better bites passt für Jan perfekt mit seinem Studium und seiner Überzeugung zusammen: „Nach meinem Bachelor in Wirtschaftsinformatik in Münster habe ich mich für den Master in Data Science entschieden, weil ich fest daran glaube, dass datengetriebene Lösungen und Künstliche Intelligenz ein riesiges Potenzial haben, unser Leben effizienter und nachhaltiger zu gestalten.“
Sascha, Robin und Jan wollen mit ihren KI-Start-ups einen Impact generieren und beim Thema gesellschaftliche Transformation vorangehen. Einig sind sich die drei aber auch darin, dass ihnen das Stipendium im Studienförderwerk einen Raum gegeben hat, um an ihren Gründungen zu feilen und zu wachsen.
„Über sechs Jahre hat die sdw mich definitiv auf meinem Werdegang gepusht. Neben der finanziellen Unterstützung wurde ich durch diesen sdw-Spirit «Du hast dein Leben selbst in der Hand» und die hohe Dichte an Gleichgesinnten immer wieder inspiriert und motiviert.“
Robin Karutz, Alumnus und Gründer von brixl
„Das Wertvollste am Stipendium ist für mich der Austausch mit anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Die Diskussionen und Feedbacks liefern nützlichen Input, den ich direkt in meine Arbeit einfließen lasse.“
Jan Thier, Stipendiat und Unternehmer bei better bites
Die School of Transformation ist ein Angebot für Stipendiatinnen und Stipendiaten des Studienförderwerks Klaus Murmann und wird in Kooperation mit der E.ON Foundation durchgeführt.


