Wie ein Stipendium Freiräume schafft, Potenziale stärkt und Wege eröffnet.
Wenn Familienleben und Masterstudium aufeinandertreffen, braucht es mehr als gutes Zeitmanagement: Es braucht Rückhalt, Flexibilität und Menschen, die an einen glauben. Genau das hat Nils Felber durch sein Stipendium bei der sdw erfahren. Sein Weg zeigt eindrücklich, wie wertvoll eine Studienförderung sein kann – gerade für Studierende mit Kindern.
Nils ist seit Oktober 2024 Stipendiat unserer Nachwuchsinitiative chancengerechte Kitas (NicK). Er studiert im Master Empirische Bildungsforschung an der Uni Kassel, lebt aber in Weimar. Zu Beginn von Studium und Förderung war er noch Teil einer Patchworkfamilie mit seiner Frau und sechs Kindern. Seit dem zweiten Semester sind die beiden getrennt. Die Verantwortung für ihre drei gemeinsamen Kinder – zehn Jahre alte Zwillinge und eine fünfjährige Tochter – teilen sie sich weiterhin. Die ersten zwei Semester waren für Nils besonders herausfordernd: Viele Veranstaltungen fanden in Präsenz statt, sodass er regelmäßig zwischen Weimar und Kassel pendeln musste. Heute läuft vieles digital, was den Alltag erleichtert. Trotzdem jongliert er mit Studienanforderungen, Leistungsdruck und dem Familienmanagement.

Rückhalt und Rückenwind durch die sdw
Im ersten Semester übernahm während seiner Abwesenheit Nils‘ Frau die Kinderbetreuung. Seit der Trennung teilen sie sich die Betreuung – das heißt eine Woche mit Kindern, eine Woche ohne. In der Kinderzeit bleibt neben Familie, Haushalt und Alltagsaufgaben oft nur wenig Raum fürs Studium. Die kinderfreie Woche nutzt er dafür umso intensiver. Neben Unterstützungsangeboten seiner Uni – wie Fristverlängerungen, „Leih-Nannys“ und psychosozialer Beratung – ist für Nils die Förderung durch die sdw entscheidend. „Die sdw gibt mir die Chance, meine Potenziale zu entfalten“, erzählt er. Das Stipendium gebe ihm Rückhalt und Sicherheit – gerade auch in der Zeit der Trennung. Seine Regionalbetreuerin reagierte sofort auf seine private Situation und bot flexible Lösungen an. Auch individuelles Coaching im Rahmen der NicK-Förderung habe ihm sehr geholfen. Besonders wichtig ist für Nils aber auch das Netzwerk der sdw: „Hier fühle ich mich aufgefangen, wertgeschätzt und inspiriert.“ Die parteipolitische Unabhängigkeit der sdw sei dabei ein Geschenk. Denn so kommen die vielfältigsten Menschen zusammen und alle eint der Wille, Verantwortung zu übernehmen und etwas in der Welt zu verändern.
Zwei Herzensprojekte
Nils hat eine klare Vision: Er möchte sogenannte „Entwicklungsgemeinschaften“ erforschen und fördern – Orte, an denen Menschen gemeinsam wachsen und wirken können. Auf Veranstaltungen der sdw erhält er dafür wertvolle Impulse. So inspirierten ihn die letzten Wissenschaftstage so sehr, dass er direkt ins Orgateam für die kommenden eingestiegen ist. Hierbei soll der Fokus folgerichtig auf starken Bildungsbiographien mit Impact auf die Gesellschaft liegen, also der Frage, wo man insbesondere auch aus der Forschung heraus aktiv mehr bewegen kann.
Für Nils sind in seiner aktuellen Lebensphase zwei Dinge besonders wichtig: Privat möchte er seine Kinder dabei begleiten, zu selbstbewussten Menschen heranzuwachsen. Beruflich möchte er einen Weg gehen, auf dem er die Gesellschaft mitgestalten und etwas zurückgeben kann. Die sdw sei dafür, so Nils, ein guter Wegbereiter und -begleiter.
Studierende aller Fachrichtungen können sich bis zum 3. März 2026 für unser Stipendium im Studienförderwerk Klaus Murmann bewerben.

